Testballon

Online bestellt, Flatrate geliefert: REWE testet die Lieferflat

Amazon hat es mit Prime vorgemacht, jetzt führt auch der Lebensmittelhändler REWE eine Liefer-Flatrate ein. Zunächst handelt es sich um einen Test, doch die Konditionen scheinen durchaus attraktiv: Kurze Vertragslaufzeit, verschiedene Liefertage und Preise ab 6,99 Euro pro Monat.
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Verbraucher bestellen zunehmend Lebensmittel im Internet. Darauf reagieren nicht nur spezielle Online-Versender, sondern auch die Supermarktketten. REWE hat bereits seit langem in einigen Regionen einen Bringdienst, jetzt testet der Supermarktbetreiber den nächsten Schritt: Eine Liefer-Flatrate. Sie ist allerdings noch nicht überall verfügbar, ist dafür mit 6,99 Euro bei einem Monat Laufzeit vergleichsweise günstig. Wer auch beispielsweise samstags beliefert werden möchte, zahlt mehr.

Die "Lieferflat" von REWE gibt es in zwei Varianten: Mit Lieferflat Komplett kann der Kunde die Lieferung an allen Tagen der Woche bestellen, mit Lieferflat Kompakt erfolgt die Zustellung nur dienstags, mittwochs, und donnerstags. Dafür ist die zweite Variante etwas günstiger: Pro Monat kostet sie 6,99 Euro, wer gleich drei Monate bucht, zahlt einmalig 18,99 Euro. Die Komplett-Variante kostet entsprechend 9,99 Euro bzw. 26,99 Euro. Eine automatische Verlängerung gibt es nicht. Allerdings ist die Benutzungsweise gewöhnungsbedürftig.

Einen Tag nach der Bestellung bekommt der Kunden von REWE einen Code zugeschickt. Diesen muss er bei der Bestellung eingeben und die üblichen Lieferkosten von 2 Euro werden wieder abgezogen. Dieser Code ist nur einmalig nutzbar. Den nächsten Code bekommt der Kunde einen Tag, nachdem er die Rechnung für die aktuelle Bestellung bekommen hat. Den Zuschlag für Getränkelieferungen müssen Flatrate-Kunden weiterhin zahlen.

Derzeit nur sehr eingeschränkte Verfügbarkeit

REWE testet die LieferflatREWE testet die Lieferflat Derzeit ist die Lieferflat noch nicht überall verfügbar, wo es den Bringdienst gibt. In Berlin beispielsweise konnten wir die Flatrate in verschiedenen Stadtteilen nicht bestellen. Ähnliches gilt für Hamburg, München und Frankfurt. Lediglich in der REWE-Heimatstadt Köln hätten wir die Pauschale buchen können.

Mit dem Lieferdienst liegt REWE im Trend. 28 Prozent aller Onlineshopper hatten bei einer Bitkom-Umfrage vom vergangenen Herbst angegeben, schon einmal Lebensmittel online bestellt zu haben. Der Anteil von schnell verderblichen Frischwaren in diesem Bereich steigerte sich binnen eines Jahres sogar um sechs Prozentpunkte auf 37 Prozent. 56 Prozent der Kunden, die bereits online Lebensmittel geshoppt haben, gaben an, die Unabhängigkeit von Laden-Öffnungszeiten dabei zu schätzen. Beinahe ebenso viele (55 Prozent) bestellen Lebensmittel online, weil sie die Ware so nach Hause geliefert bekommen. Auch die Zeitersparnis (53 Prozent), die Bequemlichkeit beim Online-Einkauf (45 Prozent) ohne lästige Parkplatzsuche sowie das größere Angebot im Internet (42 Prozent) sind Top-Gründe für den Online-Kauf von Lebensmitteln.

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