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re:publica 2010: "Laptop-Klasse" nutzt den Classmate PC

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re:publica 2010 Digitales Klassenzimmer Laptop-Klasse Classmate PC Auf der Social-Media-Konferenz re:publica 2010 [Link entfernt] in Berlin, die noch bis morgen im Friedrichstadtpalast ihre Zelte aufgeschlagen hat, wurde heute der Einsatz von Netbooks in der 4. und 5. Klasse der Heinz-Galinski-Schule in Berlin-Halensee vorgestellt. Die Schüler dort nutzen derzeit in zwei Probe-Klassen den Classmate PC von Intel, um schon früh den Umgang mit dem Computer und digitalen Medien zu lernen und sich selbstständig zu erarbeiten.

Schüler und Lehrer begeistert

Vor Ort berichteten Sandra Anusiewicz-Baer, Bildungsreferentin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, und Lehrerin Martina Godesa über die bisherigen Erfahrungen mit der Integration von Netbooks in den Schulalltag. Dabei bestätigten sich die Hoffnungen, dass die Schüler das Angebot gut annehmen. Die Schüler würden auch gut zusammen arbeiten und sich unterstützen, nicht etwa jeder einzeln vor seinem Rechner hocken. Der Aufwand für die Lehrer scheint auch überschaubar zu sein, die Kinder erarbeiten sich offenbar viele Dinge selbst, etwa das Schreiben und Formatieren von Texten oder Einbinden von Bildern. Auf der Heinz-Galinski-Schule werden neben den Schüler-Netbooks in den zwei Probeklassen und dem Rest der Schule auch so genannte Smartboards eingesetzt. Das sind intelligente Tafel, die als großer Touchscreen bedient werden können. Über das WLAN-Netz in der Klasse kann der Lehrer sehen, was auf den Classmates passiert und Inhalte auf dem Smartboard, etwa eine Präsentation für ein Referat.

Netbooks für alle Schüler!

Zu den weiteren Vorteilen zählte die Klassenlehrerin, dass alle Schüler immer alle Dokumente dabei haben, niemand Arbeitsblätter zu Hause "vergisst" - zwinker, zwinker - oder nicht genügend Kopien für alle gemacht wurden. Entsprechende Dateien werden über eine Dropbox und das Klassen-Netzwerk verteilt. Die Schule sperrt auch keinerlei Internetseiten, sondern setzt auf die Eigenverantwortungt der Schüler und die Kontrolle des Lehrers über das entsprechende Programm. Insgesamt gesehen ist die Heinz-Galinski-Schule ein gutes Beispiel dafür, was mit der Integration von Netbooks und moderner Technik in den Schulunterricht erreicht werden kann. Sicher, die Pädagogen müssen vieles steuern und in die richtigen Bahnen lenken, aber die Neugier der Kinder trägt ihr Übriges zum Erfolg des Ganzen bei. Nicht nur in Deutschland, sondern gerade in den ärmeren Ländern der Welt können Netbooks wie der Classmate PC oder der OLPC wirklich etwas bewegen und verdienen es, gefördert zu werden. Auch Microsoft und Samsung haben mit ihrem auf der CeBIT gezeigten digitalen Klassenzimmer einen Schritt in die Richtung getan. Vor allem bei der Finanzierung muss aber noch einiges getan werden, um Netbooks im Unterricht auch wirklich der breiten Masse an Schülern zugänglich machen zu können.

Wie seht Ihr die Sache? Ist es gut oder eher schlecht, Kinder schon in der Schule früh an Computer heranzuführen? Habt ihr selber Verwandte, Bekannte, Nichten, Neffen, Töchter oder Söhne, die in der Schule mit Netbooks arbeiten? Wie sind Eure Erfahrungen? Das alles interessiert mich sehr, wer möchte, kann sich gerne - wie natürlich zu jedem anderen Artikel auch - in den Kommentaren austoben.

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