Zerlegt

iFixit: iPhone XS komplett zerlegt

iFixit ist ein Reparatur-Portal für Handys. Wenn ein neues Modell auf den Markt kommt, sind sie die ersten, die es wieder auseinander nehmen.
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Im Moment spricht alle Welt vom nagelneuen iPhone XS (Max). Wer es schon hat, achtet natürlich peinlichst genau darauf, dass dem guten Stück nichts passiert, schließlich liegen die Preise pro Gerät durchgehend bei über 1000 Euro. Doch es gibt auch andere Zeitgenossen, die sind nicht eher zufrieden, bis sie so ein brandneues Telefon als erste komplett auseinander nehmen können.

Früher nahmen bestimmte Autozeitschriften ein Fahrzeug komplett auseinander. Hier hat ifixit das iPhone XS komplett zerlegt.
Früher nahmen bestimmte Autozeitschriften ein Fahrzeug komplett auseinander.
Hier hat ifixit das iPhone XS komplett zerlegt.
Die Rede ist von iFixit, die dafür bekannt sind, dass sie regelmäßig neue Smartphones fachmännisch zerlegen und das am liebsten möglichst zerstörungsfrei. In Australien nahmen sie sich die brandneuen Apple Modelle iPhone XS und XS Max vor, schraubten diese auseinander und verliehen einen "Repairability Score" von 6/10, wobei 10 die Idealpunktzahl (am einfachsten zu reparieren) ist. Die gleiche Punktzahl erzielte letztes Jahr auch das Vorgänger-Modelle iPhone X.

Unter "positiv" wird notiert, dass ein defektes Bildschirmdisplay entfernbar ist, ohne die biometrische FaceID-Hardware anfassen zu müssen. Weiterer Pluspunkt: Apple arbeitet mit vielen Schrauben und weniger mit Klebstoff. Ganz so einfach geht es trotzdem nicht auf, denn das Gerät soll ja "wasserdicht" sein. Dadurch sinkt das Risiko, wegen ungewolltem Untertauchen sein iPhone XS vorzeitig zu zerstören. Als Nachteil sehen die Spezialisten bei iFixit, dass Apple sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite Glas verwendet. Das kann irgendwann doch mal bersten.

Schwachpunkt Rückseite

Seltene Einblicke in das iPhone XS. A12 ist eine Eigenentwicklung von Apple, darunter befinden sich 4GB RAM-Speicher.
Seltene Einblicke in das iPhone XS. A12 ist eine Eigenentwicklung von Apple, darunter befinden sich 4GB RAM-Speicher.
Wenn das Glas auf der Rückseite brechen sollte, müsste man alle Komponenten entfernen und das komplette Gehäuse auswechseln. Ob sich das lohnt, ist die große Frage. Aber das war bei den iPhones 8 bis iPhone X auch schon so. Und auch viele Top-Smartphones der Apple-Konkurrenten setzen schon seit längerem auf Glas-Gehäuse.

So nebenbei fanden die Spezialisten noch heraus, wie viel RAM-Speicher in dem iPhone verbaut sind. Spekuliert wurde darüber schon öfters. Des Rätsels Lösung: Im iPhone XS sind Speicher-Chips vom Typ LPDDR4X-RAM von Micron eingebaut, 4 GB übrigens. Da hatten Experten schon länger vermutet.

Lange Rede kurzer Sinn: Als Laie sollte man sein iPhone besser nicht selbst auseinander nehmen. Es erfordert doch eine Menge Erfahrung und Geschick und passendes Werkzeug. Das gibt es - welch ein Zufall - bei ifixit.com auf der Homepage.

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