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Mobiles Internet im Urlaub: Spar-Optionen der Netzbetreiber

Die Roaming-Datenoptionen bei Telekom, Vodafone, Base und o2
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Für Vertragskunden hat Base keine spezielle Datenoption für die Nutzung im Ausland im Angebot. Wer jedoch den Reisevorteil Plus bucht, zahlt innerhalb der Europäischen Union 49 Cent je übertragenem Megabyte bei Abrechnung im 10-kB-Takt. Sobald ein Betrag von 59,50 Euro erreicht ist, wird die Nutzung des GPRS- und UMTS-basierten Internet-Zugangs im EU-Ausland bis zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums gesperrt.

o2: Kosten-Airbag statt Abschalten der Leitung

Mobile Internet-Nutzung mit dem SmartphoneMobile Internet-Nutzung mit dem Smartphone Die meisten Anbieter realisieren die von der EU regulierte Höchstgrenze für Daten-Roaming, indem der Internet-Zugang gekappt wird, sobald der Betrag von 59,50 Euro im jeweiligen Abrechnungszeitraum erreicht ist. o2 zeigt sich kundenfreundlicher und kappt den Kunden bei Erreichen des Limits nicht die Leitung, sondern drosselt jediglich die Performance, so dass die Kunden unter dem Strich eine Flatrate für die mobile Internet-Nutzung im EU-Ausland bekommen.

Allerdings stehen nur 30 MB ungedrosseltes Datenvolumen zur Verfügung. Danach surfen die Kunden mit GPRS-Geschwindigkeit weiter. Das Internet-Surfen wird dabei zwar zur Geduldsprobe, aber für den Austausch von E-Mails und Instant Messages und zum Absenden von Status-Nachrichten auf Twitter oder Facebook sollte auch die eingeschränkte Geschwindigkeit noch ausreichen.

Verbraucht der Kunde mehr als 200 MB Volumen, so wird die Geschwindigkeit auf magere 2 kBit/s begrenzt. Damit fallen zwar keine zusätzlichen Kosten an. Sinnvoll nutzbar ist der Internet-Zugang aber nicht mehr.

Die gleiche Regelung gilt auch für die Reise-Option von o2, bei der jeder 100-kB-Block 15 Cent kostet, während bei der Standard-Abrechnung 5 Cent für 10 kB anfallen. Zudem liegen hier die Grenzen für die Performance-Drosselung bei 40 (GPRS) bzw. 50 MB (2 kBit/s). Eine weitere Alternative ist das Internet Day Pack EU zum Tagespreis von 10 Euro. Damit erhalten die Kunden täglich 100 MB ungedrosseltes Datenvolumen.

Neue Smartphone-Option ab August verfügbar

  Smartphone
Day Pack EU 1)
Internet
Day Pack EU
Reise-
Option
Zone 1 3,50 pro
Kalendertag
10,00 pro
Kalendertag
1,50 pro MB
100-kB-Blöcke 2)
Zone 2
Zone 3 12,00 pro MB
10-kB-Blöcke
Zone 4
Drossel
(64 kBit/s)
10 MB 100 MB 40 MB
Drossel
(2 kBit/s)
12 MB 103 MB 50 MB
Stand: 21.07.2011, Preise in Euro,
Alle Optionen nur für Vertragstarife
1) Erst ab 01.08.2011 erhältlich
2) Innerhalb der EU: Kostenlimit 59,50 Euro;

Ab 1. August ist bei o2 zudem eine speziell für die Smartphone-Nutzung gedachte Option verfügbar. Das Smartphone DayPack EU kann für 3,50 Euro pro Kalendertag gebucht werden und bietet jeweils 10 MB ungedrosseltes Übertragungsvolumen. Danach surfen die Kunden zunächst mit GPRS-Geschwindigkeit, doch bereits nach 12 MB Volumen erfolgt eine Drosselung auf 2 kBit/s.

  Länder
Zone 1 Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Französisch Guayana, Gibraltar, Guadeloupe, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, La Reunion, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Martinique, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Slowenien, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikanstadt und Zypern
Zone 2 Andorra, Guernsey, Isle of Man, Jersey, Kroatien und Schweiz
Zone 3 Albanien, Bosnien und Herzegowina, Faröer Inseln, Kanada, Kosovo, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Serbien, Türkei, Puerto Rico und USA
Zone 4 Restliche Welt
Stand: 21.07.2011

Fazit: Günstige Daten-Roaming-Optionen (noch) nicht für alle Anwendungsfälle

Ist der mobile Internet-Zugang innerhalb Deutschlands inzwischen auch für Interessenten mit kleinem Geldbeutel bezahlbar, so ist die GPRS- und UMTS-Nutzung im Ausland auch bei Nutzung von Optionen zum Teil noch vergleichsweise teuer - insbesondere dann, wenn man tagtäglich online gehen und dabei nicht nur das Smartphone, sondern auch das Netbook oder Tablet nutzen möchte.

Wenn die Angebote des eigenen Netzbetreibers nicht zum Nutzungsverhalten passen, könnte der Kauf einer lokalen Prepaidkarte aus dem Reiseland eine interessante Alternative sein. Hier sind oft - wie auch bei deutschen Prepaidkarten - Datenpakete zubuchbar, die dafür sorgen, dass die mobile Internet-Nutzung im Urlaub die Reisekasse nicht über Gebühr strapaziert.

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Artikel aus dem Themenspecial "Reise und Roaming"