20 Jahre

20 Jahre VATM: Liberalisierung, Regulierung und Wettbewerb

Bei einer Feierstunde stellte der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) sein Jahrbuch 2018 vor.
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Die Grundsteine für die digitale Revolution und die Entwicklung hin zur Gigabit-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts wurden vor zwei Jahrzehnten mit der Liberali­sierung des deutschen Tele­kommuni­kations­marktes gelegt. Seither ist die wirtschaftliche Dynamik der TK-Branche ungebrochen. Spannende, bewegende Zeiten – damals wie heute.

VATM stellt Jahrbuch vor

20 Jahre Wettbewerb - der VATM vertritt die privaten Mitbewerber der Deutschen Telekom20 Jahre Wettbewerb - der VATM vertritt die privaten Mitbewerber der Deutschen Telekom Am Mittwoch hat der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwehrtdiensten (VATM) in Berlin sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert und dabei sein VATM-Jahrbuch 2018 vorgestellt.

Der VATM war seinerzeit aus den Verbänden VAM (Verband der Anbieter von Mobilfunkdienstleistungen) und VTM (Verband der Anbieter von Telekommunikations-Mehrwerdiensten) entstanden. Der VAM beispielsweise war vom späteren Telekom Vorstand René Obermann gegründet worden, damals Chef des heute nicht mehr existierenden Service-Providers Hutchison (später The Phone House, heute Teil der Drillisch Gruppe).

Erfolgsgeschichte Liberalisierung

Die Erfolgsgeschichte der Liberalisierung auf dem Weg zu einer digitalen Gesellschaft wurde durch Grußworte aus den Bundesministerien für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie für Wirtschaft und Energie begleitet. Die Bedeutung des chancengleichen Wettbewerbs für die Entwicklung des Marktes heute nach 20 Jahren Liberalisierung erläutert der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, in seinem Gastbeitrag.

Entscheidende Persönlichkeiten

Interessant sind die Erinnerungen der entscheidenden Persönlichkeiten, die vor 20 Jahren die Liberalisierung einleiteten und gestaltet haben: Dazu gehören insbesondere der frühere Bundespostminister Dr. Christian Schwarz-Schilling, der damalige Verhandlungsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elmar Müller, oder der erste Präsident der Regulierungsbehörde, Prof. Klaus-Dieter Scheurle, unter dessen Ägide die folgenreiche UMTS-Lizenzversteigerung knapp 50 Milliarden Euro in die Staatskassen spülte.

Engagement und Mut notwendig

Die Unternehmer der ersten Stunde, die sich aufmachten, sich im Wettbewerb mit der Deutschen Telekom zu messen, brachten viel Engagement, Mut und innovative Ideen mit.

Erfolgsfaktor Call by Call

Die Erfolgsgeschichte der Liberalisierung war mit spürbaren Veränderungen im Markt verbunden, der Verband spricht von Quantensprüngen, für die deutsche Wirtschaft und vor allem für die Bürger: So purzelten schon zu Beginn die Preise für Telefon­gespräche in nur anderthalb Jahren innerhalb Deutschlands um bis zu 85 Prozent. Der Mobilfunk verzeichnete zu Beginn der Jahrtausendwende in manchen Monaten bis dahin ungekannte Kundenzuwächse in Millionen-Höhe. Mit Call by Call konnten die Kunden selbst über ihre Telefontarife entscheiden. Hier lag übrigens auch die Geburtsstunde von teltarif.de.

Geschwindigkeitssteigerung

Gleichzeitig vertausendfachte sich die von Kunden eingeforderten und genutzten Bandbreiten im Festnetz innerhalb von zwei Jahrzehnten von 56 kBit/s (oder darunter) auf heute mindestens 50 MBit/s.

Diese rasante Entwicklung des TK-Marktes der Anfangsjahre schreitet weiter fort, längst sind wir in der Gigabit-Gesellschaft angekommen. Gigabit-Bandbreiten bis 2025 stehen zur Debatte, genauso wie die Zukunft des Mobilfunks im Zeichen von 5G, die Möglichkeiten der Dialog-Dienste im Zeitalter der Digitalisierung, Verbraucherschutz und Datensicherheit und die Zukunft des Kundenservices.

Das VATM-Jahrbuch kann als PDF-Dokument auf der Homepage des Verbandes heruntergeladen werden. Über die Höhepunkte und Fachbeiträge der VATM-Feierstunde werden wir noch berichten.

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