Streaming

5G Broadcast kommt in Europa und Südamerika voran

5G Broad­cast schickt sich an ein globaler Stan­dard für Radio und Fern­sehen zu werden. In Rio de Janeiro gab es einen neuen Feld­versuch, während in Europa eine Initia­tive aus 30 Mitglie­dern das Thema forcieren will.
AAA
Teilen (2)

5G Broad­cast schickt sich an ein globaler Stan­dard für mobiles Radio und Fern­sehen im Rund­funk­modus ohne Inter­netan­bindung zu werden. In Rio de Janeiro hat Globo, das größte brasi­liani­sche wie auch latein­ameri­kani­sche TV-Netz­werk, vor kurzem zusammen mit dem Rund­funk­sender-Hersteller Rohde & Schwarz einen 5G-Broad­cast-Feld­versuch durch­geführt. Dabei wurde das Festival "Rock in Rio" Ende September mittels der neuen Tech­nologie als 4K-Signal über­tragen.

Baye­rische Unter­stüt­zung

Fernsehen auf dem Tablet via 5G BroadcastFernsehen auf dem Tablet via 5G Broadcast Der baye­rische Elek­tronik­hersteller, der auch das 5G Today-Projekt in Ober­bayern mit seiner Tech­nologie unter­stützt, stellte dafür einen Sender und eine Netz­werk­kompo­nente zur Verfü­gung. Ziel des Test­laufs ist es, die Über­tragungs­tech­nologie auf ihre Betriebs­fähig­keit und Markt­chancen hin zu vali­dieren. Ähnlich wie das 5G-Today-Projekt in Bayern soll der brasi­liani­sche Feld­versuch damit einen Beitrag zur Diskus­sion über die weitere Entwick­lung des Fern­sehens im wach­senden 5G-Tech­nolo­gieum­feld leisten. Bereits im Sommer hatte sich eine chine­sische Dele­gation in München über das 5G-Today-Projekt infor­miert und anschlie­ßend Sende­requip­ment bei Rohde & Schwarz für einen Feld­versuch in China geor­dert.

Das von der Baye­rischen Forschungs­gemein­schaft (BFS) geför­derte 5G-Today-Projekt in Bayern läuft seit 2017. Mit dem Forschungs­projekt unter­suchen die Projekt­partner Institut für Rund­funk­technik (IRT), Kathrein, Rohde & Schwarz sowie als asso­ziierte Partner Baye­rischer Rund­funk und Telefónica Deutsch­land gemeinsam die Möglich­keiten einer Broad­cast-Lösung, basie­rend auf der zukünf­tigen 5G-Tech­nologie.

Als Sender­hersteller ist Rohde & Schwarz schon seit Jahren eine trei­bende Kraft bei der Entwick­lung von 5G Broad­cast. Mit diesem zukunfts­weisenden Konzept können Rund­funk­betreiber in einem sich stetig wandelnden Markt Inhalte für unter­schied­liche Anwen­dungen im Broad­cast-Modus groß­flächig über 5G-Netze ausstrahlen. Dies biete laut den Projekt­part­nern Vorteile wie eine hohe Video­qualität, nied­rige Latenz­zeiten und eine kosten­güns­tige Verbrei­tung mit hoher Abde­ckung.

Neue Initia­tive in Euroa will 5G Broad­cast auch aufs Land bringen

Mit Unter­stüt­zung der Euro­päischen Rund­funk-Union (EBU) will ferner die neu gegrün­dete 5G Media Action Group (5G-MAG) sicher­stellen, dass sich die für den neuen Mobil­funk­stan­dard 5G einge­setzten Netz­infra­struk­turen und Endge­räte auch für Rund­funk­über­tragungen eignen. Das berichtet das Magazin "Info­digital".

Außerdem wolle diese Initia­tive auf die Notwen­digkeit aufmerksam machen, dass Medien-Ange­bote von Rund­funk­veran­stal­tern eine zuver­lässige, groß­flächige Abde­ckung von fast 100 Prozent der Bevöl­kerung benö­tigten, während es den etablierten Tele­kommu­nika­tions­gesell­schaften wahr­schein­lich darauf ankomme, 5G-Dienste zunächst in städ­tischen Gebieten einzu­führen, weil dort die größten kommer­ziellen Erfolgs­aussichten lägen.

Fast 30 Mitglieder hätten sich den Angaben zufolge der 5G-MAG bereits ange­schlossen, darunter der Baye­rische Rund­funk (BR), Huawei, der ORF und die Tech­nische Univer­sität Braun­schweig. Die Verei­nigung führte erst kürz­lich ihre erste Haupt­versamm­lung in der EBU-Zentrale in Genf durch, hieß es.

5G Broad­cast wird von Teilen der Hörfunk­branche als Allheil­mittel für eine künf­tige Rund­funk­über­tragungs­technik gesehen. Ein Experte warnt aber vor horrenden Kosten. Details lesen Sie in einer weiteren Meldung.

Teilen (2)

Mehr zum Thema 5G Broadcast