Smartphone-Chipsatz

Rundum-Sorglos-Paket für KI und 5G: Snapdragon 855

Mehr Leistung bei der künstlichen Intelligenz, dem Prozessor, dem Grafikchip und eine Basis für 5G vereint der Qualcomm Snapdragon 855. Unter anderem Hobby-Fotografen und Gamer sollen profitieren.
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Das neue SoC Snapdragon 855Das neue SoC Snapdragon 855 Im Rahmen des Snapdragon Techno­logie Summit hat Qualcomm seinen neuen Oberklasse-Chipsatz für kommende Highend-Smart­phones vorge­stellt. Unter Branchen­in­sidern gab es bis zuletzt Verwirrung, ob das SoC auf den Namen Snapdragon 8150 hört oder der Konzern seiner bishe­rigen Produkt­be­zeichnung treu bleibt. Jetzt ist es amtlich: Snapdragon 855 heißt der Chip, der mit allerlei techni­scher Raffi­nessen aufwartet. Der Ferti­gungs­prozess wurde auf 7 nm umgestellt, das verbaute LTE-Modem schafft bis zu 2 GBit/s. 5G gibt es über das optionale Modem Snapdragon X50. Zudem wurde die Perfor­mance bei CPU, GPU, NPU und ISP verbessert.

Qualcomm stellt den Snapdragon 855 offiziell vor

Exakt ein Jahr nach der Enthüllung des Snapdragon 845 betritt der Nachfolger die Bühne. In Hawaii tagt derzeit das Gipfel­treffen Snapdragon Techno­logie Summit, auf der nicht nur Hersteller und Netzbe­treiber erscheinen, sondern auch Qualcomm selbst zugegen ist. Der Halblei­ter­fer­tiger präsen­tiert im Grand Wailea Hotel in Maui sein neues SoC (System-on-a-Chip). Das Unter­nehmen unter­stützt viele aktuelle Mobilfunk-Trends. So wartet die Plattform etwa mit einer dedizierten NPU (Neural Processing Unit) auf, es handelt sich um die vierte Generation aus dem Hause Qualcomm. Dank mehrere Kerne soll der KI-Prozessor das letzt­jährige Pendant um den Faktor drei übertreffen. Davon soll unter anderem die Smart­phone-Kamera profi­tieren und Objekte genauer identi­fi­zieren.

Nächstes Jahr bricht das kommer­zielle Zeitalter von 5G an, der Snapdragon 855 ist auch hierfür gerüstet. Ein Hersteller muss aber nicht zwingend zum 5G-Modem Snapdragon X50 greifen, für den Daten­verkehr via 2G, 3G und 4G reicht der Snapdragon X24 mit doppelter Gigabit-Power.

Gaming-Modus und In-Display-Finger­scanner

Huaweis HiSilicon hat den GPU Turbo, bei Qualcomm heißt das Plus an Spiele-Leistung Snapdragon Elite Gaming. Anwender können mit dieser Option die Perfor­mance des Chipsatzes für Mobile-Games optimieren. Den im Bildschirm verbauten Finger­ab­druck­sensor schenkt das kalifor­nische Unter­nehmen ebenfalls Beachtung. Mit dem 3D Sonic Sensor demons­trierte Qualcomm ein Modul auf Ultra­schall-Basis. Diese Ausführung arbeitet mit einer dreidi­men­sio­nalen Erkennung und ist somit genauer als die Infrarot-Variante, die beispiels­weise im Huawei Mate 20 Pro steckt.

Ein weiteres spannendes Feature ist der CV-ISP (Computer Vision Image Signal Processor). Der Bildbe­ar­bei­tungs­pro­zessor soll Hobby-Fotografen unter anderem bei schlech­terem Licht unter­stützen.

Weiter­füh­rende Infor­ma­tionen, etwa zur Archi­tektur und Anzahl der Kerne, der Cluster-Aufteilung, sowie der CPU-Taktraten und der verbauten GPU des Snapdragon 855, plauderte Qualcomm noch nicht aus.

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