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QSC vermittelt jetzt auch Glasfaser-Anschlüsse

wilhelm.tel wird Open-Access-Wholesale-Partner von QSC
Von Thorsten Neuhetzki
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QSC kann seinen Wholesale-Partnern künftig auch Glasfaser-Anschlüsse in und um Hamburg anbieten. Möglich macht das eine Open-Access-Vereinbarung mit dem lokalen Anbieter wilhelm.tel, der in und um Hamburg insgesamt etwa 200 000 Gebäude mit einem eigenen Glasfasernetz erschlossen hat und hier neben TV-Produkten auch Highspeed-Internet anbietet. Die neue Vereinbarung ermöglicht es nun auch Drittanbietern über die QSC auf dieses Netz zuzugreifen und Dienste unter eigenem Namen anzubieten. So kann nicht nur QSC seinen Wholesale-Partnern, zu denen Internet-Provider und Carrier gehören, ein interessantes Produkt anbieten, sondern auch auch wilhelm.tel bekommt eine besser Auslastung seines Netzes, da dieses dadurch auch Kunden anderer Anbieter offensteht.

Glasfaser bis zum Kunden: QSC und wilhelm.tel schließen VertragGlasfaser bis zum Kunden: QSC und wilhelm.tel schließen Vertrag "Wenn ein Netzbetreiber in den Ausbau investiert, muss zur Amortisierung der Kosten schnell Traffic auf das Netz", sagt QSC-Vorstand Arnold Stende. QSC sieht sich vor allem in der Rolle der Vermittler zwischen dem Netzbetreiber vor Ort und dem interessierten Carrier. Der Vorteil in der Open-Access-Plattform liegt in seinen Augen vor allem darin, dass die Carrier, die letztlich den Vertrag zum Kunden halten, nicht mit jedem einzelnen lokalen Glasfaseranbieter einen Vertrag über den Netzzugang schließen müssen, sondern sich nur an QSC wenden müssen und hier einen einzigen Vertrag abschließen. "Wir sind sicher, mit dieser Kooperation nicht nur eine gesteigerte Netzauslastung zu erreichen, sondern auch die Einführung innovativer, NGN-basierter Dienstleistungen zu beschleunigen", betont Theo Weirich, Geschäftsführer von wilhelm.tel.

wilhelm.tel hat über 1 000 Kilometer Glasfasernetz

wilhelm.tel ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Norderstedt. Über 1 000 Kilometer Glasfasernetz mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von 100 MBit/s sorgen hier für die Highspeed-Anbindung der Kunden und stehen nun auch den Wholesale-Partnern der QSC zur Verfügung.

Open Access ist für Glasfaser-Anschlüsse eine Schlüssel-Zugangsform. Aufgrund dessen, dass aus ökonomischen Gründen nur ein Anbieter ein Wohnhaus mit Glasfaser erschließen sollte, entstünde ohne einen entsprechenden Zugang zum Netz für dritte Anbieter ein neues Monopol auf der Glasfaser. Der Kunde wäre, wie beim Kabelnetz, an den Anbieter gebunden, der sein Haus versorgt. Mit Open Access können aber Drittanbieter ihre Leitungen bis zu einem definierten Übergabepunkt führen und hier dann auf die unbeschaltetete oder beschaltete Leitung des lokalen Anbieters bis zum Kunden zugreifen.

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