Open Access

QSC und NetCologne kooperieren bei Glasfasernetzen

Vermarktung an andere Anbieter über QSC-Plattform möglich
Von Thorsten Neuhetzki
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QSC kooperiert mit NetCologneQSC kooperiert mit NetCologne QSC und NetCologne haben in einem Vertrag die Rahmenbedingungen ihrer künftigen Zusammenarbeit auf einer Open-Access-Plattform festgelegt. Diese Plattform ist eine Netz-, Prozess- und Dienste-Drehscheibe für Anbieter und Nachfrager von Next Generation Access (NGA). Dadurch können auch fremde Anbieter auf die Infrastruktur eines Anbieters vor Ort zugreifen, ohne dass diese eigene Kabel bis zum Kunden verlegen müssen. NetCologne verfügt im Bereich Köln/Bonn über ein eigenes Breitbandnetz, welches kontinuierlich weiter ausgebaut wird. Ende 2011 waren bereits rund 49 000 Gebäude angeschlossen. Dabei kommt das Unternehmen ohne die Deutsche Telekom aus. Dabei ist Anbietern wie NetCologne zunehmend wichtig, dass auch andere Netzbetreiber die aufgebaute Infrastruktur mitnutzen. Nur dann lässt sich nämlich eine entsprechende Auslastung des Netzes erreichen. "Darin", so NetCologne Geschäftsführer Dr. Hans Konle, "liegt ein enormes Potenzial für die weitere Marktentwicklung."

Anbieter können über QSC auf das Netz von NetCologne zugreifen

Durch den Rahmenvertrag zwischen NetCologne und QSC wird das NetCologne-Netz künftig für einen stark erweiterten Kundenkreis zugänglich. Technisch umgesetzt wird dies auf Basis des QSC-eigenen Next Generation Networks (NGN), über das QSC das Netz der NetCologne an Netze anderer Technologien anbindet. Diese Anschlüsse können von QSC künftig auch den eigenen Wholesalepartnern, ISPs, Carriern und Resale-Partnern zur weiteren Vermarktung zur Verfügung gestellt werden.

QSC hat in anderen Regionen Deutschlands schon ähnliche Kooperationsmodelle mit Anbietern vereinbar. So hat der Anbieter Ende vergangenen Jahres eine Kooperation mit dem Hamburger Anbieter wilhelm.tel bekannt gegeben. Und auch in Leipzig gibt es ein entsprechendes Projekt. "Wir freuen uns, dass mit NetCologne einer der größten Glasfaserversorger in Deutschland bereit steht, mit uns gemeinsam die Open-Access Strategie nach vorne zu treiben", freut sich QSC-Vorstand Arnold Stender.

NetCologne hatte ursprünglich mit der Deutschen Telekom eine Kooperation geplant. Die Telekom sollte auf das Netz der NetCologne zugreifen während NetCologne Zugriff und Rabatte für das VDSL-Netz bekommen sollte. Die Bundesnetzagentur hatte das geplante Modell jedoch untersagt. Die Telekom schloss damals nicht aus, dass sie unter anderen Rahmenbedingungen auf das Netz von Netcologne zugreifen wird. Dieses kann sie nun alternativ über QSC machen und hat so dann auch Zugriff auf die Netze in anderen Städten, ohne einzeln mit den Anbietern vor Ort verhandeln zu müssen.

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