Verhandlungsgeschick

Apple fordert von Samsung 380 Millionen Dollar

Samsung hält als Schadensersatzsumme 52 Millionen für angemessen
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Die Smartphone-Schwer­gewichte Samsung und Apple liegen in ihrem neuen Patent­prozess in Kalifornien weit auseinander bei den Schadens­ersatz-Vorstellungen. Während Apple rund 380 Millionen Dollar verlangte, hält Samsung gut 52 Millionen für an­gemessen, wie US-Medien aus dem Verfahren in San Jose berichteten. Bei dem Prozess geht es um das Urteil von August 2012, mit dem kalifornische Geschworene dem iPhone-Konzern über eine Milliarde Dollar Schadens­ersatz zugesprochen hatten. Die Richterin hatte mehr als 400 Millionen davon wegen Ver­fahrens­fehlern gestrichen. Jetzt soll über diesen Teil neu entschieden werden.

Apple will unter anderem 113 Millionen Dollar für entgangene Gewinne, weil durch Samsungs Erfolg weniger iPhones verkauft worden seien. Außerdem stünden dem US-Unter­nehmen 231 Millionen Dollar aus un­recht­mäßigen Samsung-Gewinnen zu sowie 34 Millionen an Zahlungen für die Nutzung von Patenten, erklärte Anwalt Harold McElhinny.

Samsungs ging mit seinem Vorschlag klar auf Kon­frontations­kurs zu Apple: Der weltgrößte Smartphone-Hersteller will Apple nichts für entgangene Gewinne zahlen und nur 28 000 Dollar für den Einsatz patentierter Techno­logien. Zugleich ist der süd­koreanische Konzern bereit, 52 Millionen Dollar von seinen Gewinnen abzutreten. Die Geschworenen hatten 2012 entschieden, dass Samsung mit mehr als zwei Dutzend Geräten Apple-Patente verletzt habe.

Streit um Patente der Hersteller

Apple streitet mit Samsung über SchadensersatzsummeApple streitet mit Samsung über Schadensersatzsumme Im laufenden Prozess geht es nur um die Schadensersatzsumme. Den Kampf gegen das gesamte Urteil dürfte Samsung vor einem Berufungsgericht fortsetzen. Der erste Tag bot den acht neuen Geschworenen eine verkürzte Wiederholung des Verfahrens von 2012 mit denselben Argumenten und Zeugen.

Apple sah sein iPhone und das iPad-Tablet von Samsungs Geräten kopiert und stieß deswegen im Frühjahr mit der Klage in Kalifornien den inzwischen weltweiten Patentstreit los. Beim aktuellen Prozess geht es immer noch um diese Klage, während die betroffenen Geräte nicht mehr auf dem Markt sind. Im kommenden Frühjahr startet vor demselben Gericht das nächste Verfahren mit gegenseitigen Vorwürfen, bei dem andere Patente und neuere Modelle wie Samsungs Galaxy S3 und Apples iPhone 5 im Mittelpunkt stehen.

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