Marktforschung

Prognose: Huawei in Q3 vor Apple, Samsung behält Führung

TrendForce hat eine Schätzung zum dritten Quartal 2018 herausgegeben und sieht die Reihenfolge der Top 5 unverändert. Der Vorsprung Samsungs soll sich allerdings verringern.
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Im letzten Quartal überholte Huawei Apple bei den Marktanteilen im Smartphone-Sektor, laut einem Marktforschungsinstitut wird sich diese Entwicklung in Q3 2018 wiederholen. TrendForce sieht den chinesischen Hersteller im aktuellen Quartal abermals vor dem iPhone-Schöpfer, wenngleich beide Firmen und auch Samsung Anteile verlieren sollen. Huawei würde der Prognose zufolge einen Rückgang um 0,1 Prozent verzeichnen, bei Apple seien es 0,4 Prozent. Samsung könnte jedoch die meisten Marktanteile, nämlich 2,1 Prozent, verlieren. Die Führung soll der südkoreanische Konzern dennoch behalten.

Smartphone-Markt: Einschätzung des Q3 2018

Geräten wie dem P20 Pro hat Huawei den zweiten Platz zu verdankenGeräten wie dem P20 Pro hat Huawei den zweiten Platz zu verdanken Das taiwanesische Institut TrendForce teilt seine Beobachtungen und Erwartungen des Smartphone-Marktes mit. Dabei sei jedoch erwähnt, dass der Konzern Produktionsmengen vergleicht, anstatt ausgelieferte Einheiten, wie es bei IDC oder Gartner der Fall ist. Hinsichtlich der Positionierungen im Wettbewerb gab es dennoch eine Übereinstimmung der Top 5 des zweiten  Quartals mit den zuvor genannten Marktforschungsunternehmen.

Die Prognose für das Q3 2018
Die Prognose für das Q3 2018
Die Schätzungen für das laufende Q3 klingen ebenfalls realistisch. Mit einem Marktanteil von 19 Prozent soll Samsung den Platz an der Spitze verteidigen, der Abstand zu Huawei und Apple würde sich aber verringern. Mit 12,5 Prozent (Huawei) respektive 11,5 Prozent (Apple) könnten die Verfolger dicht dran sein. Xiaomi soll 9,9 Prozent, Oppo 9,2 Prozent und Vivo 7,3 Prozent des Marktes für sich beanspruchen. Laut TrendForce erhöht sich der Anteil weiterer Wettbewerber demnach von 28,3 Prozent auf 30,7 Prozent.

Leichter Anstieg beim Produktionsvolumen

Die Produktionsmengen stiegen seit dem Jahresbeginn an. Im ersten Quartal 2018 wurden 341,7 Millionen Mobiltelefone konstruiert, in Q2 waren es 352,1 Millionen. Einen noch größeren Sprung soll es im dritten Quartal geben. Es wird ein Volumen von 373,3 Millionen produzierter Smartphones erwartet.

Was bremst Samsung ein?

Das Institut merkt an, dass der Marktführer das Galaxy Note 9 früher in den Verkauf geschickt habe, um die Absatzzahlen anzukurbeln. Allerdings wird die Nachfrage nicht allzu groß eingeschätzt. Es habe sich im Vergleich zum Vorgänger zu wenig an den Spezifikationen geändert. Ein weiteres Problem bestünde darin, dass Samsung es schwer hat, in aufstrebenden Regionen wie China Fuß zu fassen.

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