Portierung

Das waren die Startprobleme bei Lidl Connect

Einen Bilderbuchstart hat Lidl Connect im Vodafone-Netz nicht hingelegt - das zeigen zahlreiche Beschwerden der Nutzer. Einen Monat nach dem Start tragen wir zusammen, welche Probleme aufgetreten sind und was Vodafone dazu sagt.
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Der Start von Lidl Connect im Vodafone-Netz verlief alles andere als reibungslos - dies zeigen viele Zuschriften von teltarif.de-Lesern, auch im Forum unserer Webseite gab es Beschwerden. Betroffen waren nicht nur Neukunden, sondern auch ehemalige Lidl-Mobile-Nutzer, die zu Lidl Connect wechseln wollten.

Den größten Teil der an uns gesendeten Nutzerbeschwerden haben wir Vodafone vorgelegt und zu den meisten davon mittlerweile eine Stellungnahme erhalten. Neben grundsätzlichen Problemen gab es auch Einzelfälle - hier ist es notwendig, dass die betroffenen Nutzer direkt mit dem Kundenservice Kontakt aufnehmen, auch wenn dies offenbar mitunter schwierig ist.

Vodafone bestätigt Probleme bei Rufnummernportierung

Das waren die Startprobleme bei Lidl Connect
Das waren die Startprobleme bei Lidl Connect
Dass die Rufnummernportierung zu Lidl Connect ein regelrechtes Abenteuer ist, haben wir bereits in einem separaten Artikel erläutert. Ein teltarif.de-Leser schrieb uns:

Am 1. Oktober morgens habe ich den neuen Lidl Connect Tarif im Lidl erworben & ihn wenige Minuten später aktiviert & auch die Portierung meiner alten Rufnummer per Fax gesendet. Bei meinem vorherigen Anbieter (Lidl Mobile / Fonic) habe ich zum 28.09. gekündigt & dort auch die Portierung beantragt. Eine E-Mail bestätigte die Kündigung & auch, dass meine Rufnummer sofort zur Portierung bereit steht. Leider hat es Vodafone derzeit noch nicht geschafft, mir meine alte Nummer freizuschalten. Ich habe bereits zwei E-Mails geschrieben & auch Anrufe bei der Hotline brachten nicht viel, lediglich die Aussage, so etwas kann schließlich bis zu 8 Tage dauern!!!

Ein anderer Nutzer schrieb:

Habe mir Anfang Oktober eine neue Lidl-Connect-Karte gekauft, rein privat und aus Interesse. Bei der Gelegenheit habe ich den Rufnummern-Umzug einer alten Lidl-Karte in Auftrag gegeben. Weder habe ich dazu bis heute irgendeine (Zwischen-)Info erhalten, noch finde ich bei Google Play oder im Apple Shop die angekündigte Lidl-Connect-App.

Von Probleme bei der Portierung berichteten auch andere Leser. Keine Seltenheit sind Schilderungen, dass Kunden in den ersten Wochen 45 bis 60 Minuten in der Warteschleife der Hotline hingen, ohne zu einem Kundenberater durchgestellt zu werden. Vodafone schreibt in der heutigen Stellungnahme dazu:

In der Tat gab es in den ersten Wochen des Vermarktungsstarts vereinzelte Probleme bei der zügigen Verarbeitung von Portierungsaufträgen. Mittlerweile sind diese in enger Zusammenarbeit mit Telefónica gelöst, sodass die bis dato aufgelaufenen Anträge in den kommenden Tagen zeitnah abgearbeitet werden können. Wir wollen uns bei allen betroffenen Kunden noch einmal ausdrücklich für die Verzögerungen entschuldigen.

Verwirrung um eingeschlossene Länder bei Auslandstelefonaten

Verwirrung gab es auch um Telefonate, die von der Lidl-Connect-SIM in Deutschland ins Ausland geführt werden. Vodafone bestätigt nochmals die Richtigkeit der Angaben in der Preisliste von Lidl Connect: Anrufe in europäische Mobilfunknetze kosten 29 Cent pro Minute, Telefonate in europäische Festnetze und in die USA sowie Kanada werden mit 9 Cent pro Minute abgerechnet. Anrufe in den Rest der Welt, egal ob Festnetz und Mobilfunknetze, kosten 99 Cent Minutenpreis.

Unklar ist manchen Nutzern allerdings, wie bei dieser Preisgestaltung Europa definiert wird (geografisch Europa oder die EU?). Die Preisliste enthält zwar Länderlisten, diese beziehen sich aber ausschließlich aufs Roaming, also aufs Telefonieren im Ausland. Um die Verwirrung zu beenden, wäre es sinnvoll, wenn Lidl Connect hier klare Länderlisten für die Auslandstelefonate veröffentlichen würde.

Verspäteter Start der Apps - jetzt verfügbar

Einige Beschwerden in den Anfangstagen drehten sich darum, dass Kunden gerne die Apps für die Verwaltung ihres Kundenkontos genutzt hätten - oder um neue Optionen zu buchen. Die Android-App erschien am 15. Oktober, die iOS-App ging erst am 26. Oktober online, also erst dreieinhalb Wochen nach dem Start der Tarife.

Neben guten Bewertungen gibt es in den Nutzerbewertungen zu den Apps auch Kritik in den Appstores zu lesen. Die Anmeldung würde nicht funktionieren, bei einzelnen Nutzern stürzte die App ab. Ein Nutzer protokollierte, dass die Android-App beim ersten Start im Hintergrund 9 MB Daten verbraucht; ein anderer konnte feststellen, dass sie 32 MB RAM belegt (statt bisher 6 MB bei der alten Lidl-Mobile-App). Einige Nutzer klagen in den Rezensionen allerdings auch über Probleme bei der Optionsbuchung und verspätet geschaltete Datenoptionen, was strenggenommen nicht in eine App-Rezension gehört, sondern in eine Mitteilung an den Kundenservice.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns den Kosten für Anrufe zur Hotline sowie dem Problem, dass Geschäftskunden keine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer mehr erhalten. Darüber hinaus berichten wir über den Fall einer verlorenen Optionsbuchung nach der Rufnummernportierung.

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