Pressemitteilung 11.11.2021

110 & 112: Alternative Notruf-Nummern können Leben retten

Heute Morgen gab es zeit­weise eine bundes­weite Störung der Notrufe, weil ein Soft­ware-Update verun­glückte. Wie können Bürger erfahren, ob die Notrufe funk­tio­nieren? Welche Alter­nativen gibt es?
AAA

Es kann leider immer wieder mal vorkommen, dass es eine bundes­weite Störung der Notrufe unter den Rufnum­mern 112 und 110 gibt, wie zum Beispiel am Donners­tag­morgen dieser Woche. Ursache war dieses Mal offenbar ein verun­glücktes Soft­ware-Update bei der Telekom. Das wirft die Frage auf, wie die Bürger erfahren, ob die Notrufe funk­tio­nieren, denn Test­anrufe zum Notruf sind absolut tabu und sogar strafbar. Und kann auch bei einem Notruf-Ausfall schnell Hilfe ange­for­dert werden?

Der Tele­kom­muni­kati­ons­experte des Online-Fach­por­tals teltarif.de, Henning Gajek, weist darauf hin, dass es im Internet eine ständig aktua­lisierte Home­page des Bundes unter warnung.bund.de gibt, wo etwaige Ausfälle von Notruf­num­mern bekannt gegeben werden. Weitere Infor­mati­ons­mög­lich­keiten bieten beispiels­weise die Apps "KATWARN" oder "NINA", die es für Android und iOS (iPhone) gibt.

Über aktu­elle Alter­nativen infor­mieren

Im Notfall ist schnelles Handeln wichtig. Wer dann bei einer Störung der Notrufe erst die Ersatz­num­mern raus­suchen muss, verliert wert­volle Zeit, bei der es unter Umständen um Leben und Tod gehen kann. Bei einem Herz­infarkt oder einem schweren Unfall zählt jede Minute. Gajek empfiehlt daher, sich schon vorher über alter­native Rufnum­mern von Polizei oder Rettungs­diensten zu infor­mieren. In vielen Orten kann die Rettungs­leit­stelle des Roten Kreuzes unter einer Orts­vor­wahl gefolgt von 19222 erreicht werden. Aller­dings sind diese Nummern nicht in jedem Orts­netz geschaltet. Vom Handy muss dabei immer die Orts­vor­wahl gewählt werden. Vom Fest­netz kann es in größeren Orten ausrei­chen, alleine die 19222 zu wählen.

Die Tele­fon­num­mern der nächsten Poli­zei­dienst­stelle sind in jedem Ort unter­schied­lich. Man findet sie im örtli­chen Tele­fon­buch oder unter der Inter­net­adresse www.telefonbuch.de. Diese sollten gut auffindbar aufbe­wahrt werden, um im Notfall schnell darauf zugreifen zu können.

Gajek macht darauf aufmerksam, dass es in Deutsch­land nur drei zuge­las­sene Notruf­netz­betreiber gibt. Nur wenige Rettungs­leit­stellen seien über zwei getrennte Wege ange­bunden, damit im Ernst­fall noch der Notruf möglich bleibt, wenn bei einem Anbieter die Soft­ware streikt.

In den aktu­ellen Gesprä­chen zur Ampel­koali­tion spielt auch das Thema Komplett­pri­vati­sie­rung der Telekom eine Rolle. Spätes­tens dann wird das Thema Hoheits- und Sicher­heits­auf­gaben in der Tele­kom­muni­kation eine wich­tige Rolle spielen, von Fragen zur Grund­ver­sor­gung mit Tele­kom­muni­kation ganz abge­sehen.

Der Link zum Artikel
https://www.teltarif.de/notruf-stoe­rung-tele­flash/news/86285.html

Kontakt:

Rückfragen und Interviewwünsche richten Sie bitte an:

teltarif.de Online­verlag GmbH
Henning Gajek
Tel: +49 (0) 30 / 453081-423
Mobil: +49 (0) 170 / 5583724
E-Mail: presse@teltarif.de

Diese Pressemitteilung als PDF-Dokument