Pressemitteilung 14.05.2020

Mediatheken der TV-Sender: Mehr als nur "verpasste Sendungen"

Aufbewahrungsdauer, Download und Geoblocking – nicht alles ist perfekt

Berlin/Göttingen - Nicht nur Netflix, Amazon Prime Video und Co. bieten aufwändig produzierte Serien, Dokus und Filme, auch die Mediatheken der TV-Sender mischen mittlerweile auf diesem Gebiet mit. Alexander Kuch vom Onlineportal teltarif.de sagt: "Um in Anbetracht der zahlreichen Streaming-Dienste konkurrenzfähig zu bleiben, geht es sowohl bei den Mediatheken der privaten als auch der öffentlich-rechtlichen TV-Sender längst um mehr als nur den Abruf von TV-Sendungen, die zuvor im Live-TV gesendet wurden. So haben die Fernsehsender ihr Webangebot kräftig ausgebaut, um mit hochwertigen Videoinhalten bei den Zuschauern zu punkten."

Es ist kein Geheimnis, dass die Fernsehsender im Internet lange nur Texte, Bilder und kurze Videoclips anboten. Aber um sich von Printzeitungen und Onlinemagazinen abzuheben, begannen alle wichtigen TV-Sender, im Internet Mediatheken mit Videoinhalten zu etablieren. Inzwischen setzen sie aufgrund der Konkurrenz dabei auch auf ansprechende Eigenproduktionen in hoher Auflösung, die sich hinter den Serien und Filmen der großen Streaming-Anbieter nicht verstecken müssen. Dies lässt sich allerdings meist nur mit einem hohen finanziellen Aufwand realisieren. Doch die Erwartungen der Zuschauer werden mitunter immer größer und das Interesse an linearem TV teilweise immer geringer. Dem Zuschauerbedürfnis wollen die Sender Rechnung tragen. Daher müssen Nutzer zum Teil nicht mehr die Live-Ausstrahlungen im Fernsehen abwarten, stattdessen können sie komplette Serien, Mehrteiler und Doku-Reihen oft bereits vor der ersten Ausstrahlung im Internet streamen.
Auch wenn es so scheint, umsonst gibt es etwa die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Programme nicht. Finanziert wird das Angebot durch die Rundfunkgebühren der Bürger. Bei den privaten Sendern müssen Nutzer hingegen Werbung in Kauf nehmen, wenn sie auf die Inhalte der Mediatheken zugreifen wollen, oder kostenpflichtige Premium-Pakete buchen.

Dass dabei nicht alles rund läuft, weiß Kuch: "Es gab und gibt im Prinzip drei Ärgernisse bei den Mediatheken, mit denen sich Anwender auseinandersetzen müssen. Gemeint sind die Aufbewahrungsdauer der einzelnen Titel – also wie lang steht mir der Inhalt zum Anschauen zur Verfügung -, die oft nicht vorhandene Möglichkeit, Videos herunterzuladen sowie das Geoblocking, das vor allem außerhalb der EU ein Problem bleibt." Letzteres bedeutet, dass Nutzer im Ausland die Mediatheken meist nicht nutzen können – es sei denn sie bedienen sich Techniken wie Proxy-Server oder VPN, was die Anbieter in ihren AGB allerdings verbieten. Des Weiteren fragen sich etwa Rundfunkgebührenzahler, wenn sie mit ihrem Beitrag die Erstellung einer Sendung mitfinanzieren, warum diese ihnen anschließend nicht dauerhaft zur Verfügung steht. Inzwischen können die Inhalte zwar länger als 7 Tage nach TV-Ausstrahlung im Netz angeschaut werden, doch eine einfach Möglichkeit, Videos auf den internen Speicher herunterzuladen, gibt es bisher nicht. Selbst wenn eine Download-Funktion vorhanden ist, haben Nutzer manchmal nur zeitweise Zugriff auf die Videos. Kuch sagt abschließend: "Unvorteilhaft ist, dass es zahlreiche verschiedene und (noch) nicht die eine 'Super-Mediathek' gibt, die alle Inhalte der TV-Sender bündelt. Also müssen Nutzer wissen, wer was produziert hat, um in der richtigen Mediathek zu landen. Nützlich können in dem Zusammenhang Such-Portale sein, die einem verraten, welche Sendung wo verfügbar ist – insofern sie Zugriff auf die entsprechende Mediathek haben."

Weitere Informationen und eine Liste der wichtigsten Mediatheken finden Sie hier: www.teltarif.de/streaming/mediatheken.html

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