Pressemitteilung 08.11.2018

eSIM: Das Ende der klassischen Plastik-SIM-Karte?

Wechsel auf Knopfdruck erst bei wenigen Anbietern
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Berlin/Göttingen – Handy-Besitzer kennen das: Sie haben sich für ein neues Modell entschieden oder einen anderen Mobilfunkanbieter und müssen zuerst die SIM-Karte ein- oder umstecken. Ist es geglückt, die entsprechende Öffnung zu finden, muss noch die Größe der Karte stimmen. Im Laufe der Jahre wurden SIM-Karten schließlich immer kleiner. Seit Kurzem funktionieren nun erste Smartphones mit einer eSIM. Telekommunikationsexperte Markus Weidner vom Online-Portal teltarif.de erklärt: "Die eSIM ist eine fest im jeweiligen Mobilfunkgerät integrierte SIM-Karte, die nicht ausgewechselt werden kann. Sie ist stattdessen von außen programmierbar und kann per Funksignal auf verschiedene Mobilfunkanbieter eingestellt werden." Gehört damit der umständliche Wechsel der kleinen Plastikkarte der Vergangenheit an?

Aktiviert wird die eSIM über Profile, die der jeweilige Provider zur Verfügung stellt. In der Regel lassen sich pro Gerät mehrere Profile parallel speichern, sodass der Anbieterwechsel innerhalb von wenigen Sekunden - quasi auf Knopfdruck - möglich ist. Die Auswahl an eSIM-fähigen Smartphones auf dem deutschen Markt ist allerdings noch überschaubar - die neuesten Apple-iPhones XS, XS Max und XR sowie Googles Pixel 3 und 3 XL sind die ersten Modelle. In den kommenden Monaten ist aber mit der Markteinführung weiterer Endgeräte zu rechnen, die die neue Technologie verwenden. Bei der Deutschen Telekom haben sowohl Vertrags- als auch Prepaidkunden die Möglichkeit, ein eSIM-Profil zu bekommen. Wenn die bereits vorhandene Betreiberkarte defekt ist oder der Kartentyp gewechselt wird - also beispielsweise von einer physischen Karte zu einer eSIM – erfolgt der Austausch normalerweise kostenlos. Vodafone bietet die eSIM bislang nur für Kunden mit einem festen Vertragsverhältnis an. Mit Neuvertrag oder im Rahmen einer Vertragsverlängerung ist die eSIM als Hauptkarte kostenlos erhältlich, ebenso im Fall eines Defekts der bisherigen Karte. "Wird das eSIM-Profil allerdings als zusätzliche Karte zu einer Haupt-SIM geschaltet, fallen sowohl bei der Telekom als auch bei Vodafone zusätzliche monatliche Kosten wie für eine MultiSIM an", gibt Weidner zu bedenken. Anders als die beiden anderen deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber bietet o2 die eSIM derzeit noch nicht an, plant aber noch zeitnah zu starten.

mobilcom-debitel bietet auch eine eSIM-Option - bislang allerdings nur im Mobilfunknetz der Telekom. Anders als beim Netzbetreiber ist der Kartentausch bei mobilcom-debitel nicht kostenlos. Stattdessen werden einmalig wie auch für jede Anforderung eines neuen eSIM-Profils - etwa nach einem Gerätewechsel - 25,99 Euro berechnet. Vodafone-Kunden sind beim Wechsel des Smartphones oder der Smartwatch flexibler, da das einmal erstellte eSIM-Profil mehrfach aktiviert werden kann. Weidner meint abschließend: "Zurzeit sind es noch wenige deutsche Anbieter, die die Verwendung einer eSIM ermöglichen. Für Nutzer und Hersteller ergeben sich aber zahlreiche Vorteile, sodass die eSIM die klassische Betreiberkarte aus Plastik sukzessive ablösen wird."

Mehr Details zu den ersten eSIM-Angeboten und zur eSIM allgemein lesen Sie hier: www.teltarif.de/esim-uebersicht und www.teltarif.de/esim

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