Pressemitteilung 02.07.2014

Einhaltung der Fusions-Auflagen hat Priorität

Heute hat die EU-Kommission unter Auflagen grünes Licht für die Fusion vom o2 und E-Plus gegeben. Was das für die Kunden bedeutet?
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Berlin/Göttingen - Ein Jahr ist es her, dass o2 die Pläne einer Übernahme von E-Plus publik machte. Heute nun, nach mehreren Fristverlängerungen, hat die EU-Kommission unter Auflagen grünes Licht für die Fusion der beiden Unternehmen gegeben. Insbesondere den Kunden stellt sich nun die Frage, was mit den Preisen passieren wird. "In allererster Konsequenz rechnen wir nicht mit einer Preissteigerung und auch die Verträge werden unverändert weiterlaufen. Auch wenn wir nur noch drei Netze haben, so gibt es durch die Vielzahl an Mobilfunk-Discountern genug Wettbewerb. Zudem wird der neue Konzern einen Teufel tun und alte Kunden vergraulen", schätzt Kai Petzke vom Onlinemagazin teltarif.de die heutige Neuigkeit aus Brüssel ein.

Durch den Zusammenschluss entsteht der größte Mobilfunkkonzern in Deutschland und löst damit die Telekom ab. Der Befürchtung, dass mit nur noch drei Anbietern künftig der Druck auf die Preise schwinden könnte, müssen in erster Linie die Wettbewerbshüter der Europäischen Union entgegenwirken. "Die EU muss die Einhaltung der Auflagen konsequent überwachen und gegebenenfalls auch schnell reagieren. Sonst droht uns tatsächlich das, was in Österreich nach dem Zusammenschluss zweier Mobilfunk-Anbieter passiert ist - Preissteigerungen", mahnt Kai Petzke.

Zu den Auflagen gehört, dass Telefónica bis zu 30 Prozent seiner Netzkapazitäten abtreten und Teile seines Frequenzspektrums sowie weitere Vermögenswerte abstoßen muss, teilte die EU-Behörde mit. Dies soll neuen Wettbewerbern Zugang zum deutschen Markt gewähren und kleinere Konkurrenten wettbewerbsfähiger machen. Langfristig wünscht sich die Kommission aber wieder einen vierten Netzbetreiber in Deutschland. "Der entsprechende Markteintritt eines neuen Netzbetreibers wäre aber mit hohen finanziellen und organisatorischen Hürden verbunden", schätzt Petzke die Chancen hierfür ein.

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