Pressemitteilung 07.05.2012

Vorsicht: Preisansagepflicht für Call by Call kommt später

Verbraucher sollten nur Anbieter mit Tarifansage oder Tarifgarantie nutzen
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Berlin/Göttingen - Die Preisansagepflicht für Call-by-Call-Anbieter kommt erst am 1. August 2012 und damit deutlich später als ursprünglich geplant. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am Freitag, 4. Mai. Ursprünglich sollte es direkt einen Tag nach Inkrafttreten des neuen Telekommunikationsgesetzes (TKG), also noch im Mai so weit sein. Ein Anbieter hatte dagegen mit der Begründung geklagt, dass es keine angemessene Umsetzungsfrist gäbe. "Mit der Entscheidung, die Pflicht zur Tarifansage zu verschieben, hat das Bundesverfassungsgericht den Call-by-Call-Nutzern einen Bärendienst erwiesen. Die schwarzen Schafe im Markt haben jetzt noch einmal knapp drei Monate mehr Zeit zum Abkassieren, bevor ihnen durch die Ansagepflicht deutlich engere Grenzen gesetzt sind", so die Einschätzung von Martin Müller vom Onlinemagazin www.teltarif.de. Bereits seit Mitte Februar stand durch die Zustimmung des Bundesrates unwiederbringlich fest, dass die Ansagepflicht kommen würde. Und auch zuvor war sie bereits absehbar. Dann gab es durch den Wechsel des Bundespräsidenten und dessen fehlende Unterschrift noch einmal mehr als einen Monat zeitlichen Puffer bis zum Inkrafttreten des Gesetzes. Die Anbieter hatten also bereits ausreichend Zeit für die technische Umsetzung.

"Auf Grund der aktuellen Situation raten wir Verbrauchern, nur noch Call-by-Call-Anbieter mit Tarifansage oder Tarifgarantie zu verwenden. Das ist die sicherste Variante, nicht unerwarteten Preiserhöhungen zum Opfer zu fallen", so Müller. Während bei einer Tarifansage der Preis vor Gesprächsbeginn genannt wird, versprechen die Anbieter bei einer Tarifgarantie, dass ein bestimmter Preis bis zu einem genannten Zeitpunkt nicht überschritten wird. Gerade bei Tarifen ohne diese Sicherheiten gilt nach wie vor: Da sich die Preise schnell ändern, darf man eine Billig-Vorwahl auf keinen Fall verwenden, ohne vor dem Gespräch zu prüfen, ob sie noch günstig ist.

Wichtig ist außerdem, bei der Wahl des Call-by-Call-Anbieters das Gesprächsziel im Blick zu haben. "Ein Anbieter, der für Gespräche ins deutsche Festnetz günstig ist, ist nicht automatisch auch für Mobilfunk- oder Auslandsziele vorne. Insbesondere bei Gesprächen ins Ausland gibt es zudem teils große Preisunterschiede zwischen Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen", sagt Müller. Hat man eine Vorwahl gefunden, gilt es sich beim Tippen zu konzentrieren. Denn wer zwei Ziffern vertauscht oder eine Null zu viel oder zu wenig wählt, zahlt schnell mehr als gedacht.

Günstige Call-by-Call-Vorwahlen liefert der Tarifrechner unter www.teltarif.de/tarifrechner

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