Pressemitteilung 15.06.2011

Oft zu teuer: Netzbetreiber umgehen den EU-Roaming-Tarif mit anderen Optionen

Vor der Reise gilt es zu prüfen, welches Preismodell am günstigsten ist
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Berlin/Göttingen - Um Verbraucher vor hohen Gesprächskosten im Auslandsurlaub zu schützen, hat die EU im Juli 2007 Preisobergrenzen für Handygespräche im EU-Ausland festgesetzt. Trotzdem ist es den Anbietern aber erlaubt, zusätzlich zum EU-Preismodell auch andere Roaming-Optionen anzubieten. Die Umsetzung der vier deutschen Netzbetreiber zeigt dabei: Man sollte in keinem Fall davon ausgehen, dass im eigenen Tarif automatisch die EU-Obergrenzen gelten: "Bei der Telekom, Vodafone, E-Plus und o2 steht nicht der Euro-Tarif mit den vorgegebenen Obergrenzen im Vordergrund der Vermarktung, sondern jeweils eine alternative Roaming-Option. Bei Neuverträgen ist diese Alternative meist sogar voreingestellt und muss bei Bedarf aktiv vom Kunden geändert werden", sagt Marc Kessler vom Onlinemagazin www.teltarif.de. o2 geriet kürzlich gar in die Kritik, weil der Anbieter seine Bestandskunden ungefragt und ohne sie zu informieren automatisch auf eine solche Alternative umgestellt hat.

Die alternativen Roaming-Optionen sind nicht zwingend, aber doch in vielen Fällen teurer als die EU-Preise. Vor einer Reise ins Ausland sollte daher rechtzeitig geprüft werden, welche der angebotenen Roaming-Optionen für das eigene Nutzungsverhalten die günstigste ist. Anschließend gilt es beim Anbieter nachzufragen, welche Option eingestellt ist. Gegebenenfalls muss sie dann geändert werden. "Wer sich bei seinem Anbieter nach der aktivierten Roaming-Option erkundigt oder eine bestimmte Option wie etwa den Euro-Tarif einstellen möchte, sollte wissen, wie die einzelnen Optionen heißen. Der Euro-Tarif heißt bei der Telekom zum Beispiel T-Mobile Weltweit, Vodafone nennt ihn Vodafone World, bei E-Plus/Base ist es E-Plus/Base International und bei o2 lautet die Option o2 Weltzonen", so Kessler. Eine Änderung der Roaming-Optionen ist bei allen Anbietern stets möglich und läuft über die Hotline, online oder im Shop.

An vielen Stellen sind sich die alternativen Roaming-Optionen der Netzbetreiber sehr ähnlich. Wer den Smart Traveller der Telekom, das Vodafone Reiseversprechen, den E-Plus/Base Reisevorteil Plus oder die Reise-Option von o2 nutzt, zahlt bei abgehenden Gesprächen einmalig 75 Cent pro Verbindung. Außerdem fallen meist 29 bis 30 Cent pro Minute an. Telekom- und Vodafone-Kunden mit einem Laufzeitvertrag mit Inklusivminuten können diese in den Options-Tarifen nutzen. Alle Options-Tarife rechnen sich gegenüber dem Euro-Tarif nur, wenn überwiegend längere Gespräche geführt werden. "Eingehende Telefonate kosten mit den alternativen Roaming-Optionen der Telekom, von Vodafone und o2 einmalig mindestens 75 Cent pro Verbindung. Dafür kann dann zwar 60 Minuten lang telefoniert werden, allerdings lohnt sich auch das gegenüber dem Euro-Tarif erst ab der sechsten Minute", so Kessler abschließend.

Weitere Details zu den Roaming-Optionen der Netzbetreiber gibt es unter www.teltarif.de/euro-tarif-ausgehebelt.

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