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Prepaid-Flatrates im neuerlichen Vergleich

Von Patrick
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Der Markt für Prepaid-Flatrates und Tagestarife ist weiter in Bewegung.Die Preise steigen und sinken - gleich bleibt: Fast alle Anbieter drosseln ab einem bestimmten übertragenen Volumen. Wir haben uns die Flatrateangebote gegen Vorkasse erneut angeschaut und zeigen, dass immer schön das Kleingedruckte gelesen werden sollte und nicht immer das billigste das beste Angebot ist.

Flatrate vom Kaffeeröster

Für Kunden, die noch ohne eigene Hardware sind, bietet der hamburger Kaffeeröster und Gemischtwarenhändler Tchibo eine Tages-Flatrate im O2-Netz mit subventionierten Surf-Stick an. Für einen Kaufpreis von 49,95 Euro erhält der Kunde einen USB Surf-Stick und drei Flatrate-Tage zur freien Nutzung. Jeder weitere Nutzungstag im O2-Netz kostet dann 2,49 Euro. Dafür stehen für das erste GB 3,6 Mbit/s im Downstream zur Verfügung. Danach wird noch GPRS-Geschwindigkeit geleistet.

Nutzer, die bereits im Besitz einer SIM-Karte von Tchibo sind, können die Flatrate auch direkt auf diese aufbuchen. Ältere Karten sind aber nicht UMTS-fähig. Als Alternative zur Tages-Flatrate gibt es bei Tchibo für 19,95 Euro eine Monatsflatrate, welche bei gleichen Leistungsdaten bei einem Volumen von 5 GB gedrosselt wird. Ein Datenpaket von 500 MB für 9,90 Euro wird von Tchibo ebenfalls angeboten.

Surfen mit Tarifen aus dem Lebensmittelmarkt

Der Wettbewerber ALDI-Talk ist in den Preisen wesentlich günstiger. Für 1,99 Euro bietet die Tochter des bekannten Lebensmittelhändlers einen Nutzungstag an. Dabei werden echte 24 Stunden gewährt, wohingegen die Mitbewerber ihre Leistungen an den Kalendertag koppeln. Ein Surf-Stick der Hausmarke Medion wird zwar angeboten, ist dem Vernehmen nach aber nicht zwingend erforderlich. Allerdings funkt ALDI-Talk im E-Plus Netz, welches maximal 386 kBit/s im Downstream leistet.

Doch auch andere Lebensmittelhändler mischen sich in den Markt der Mobildiscounter ein. Ja!mobil und PennyMobil, beide aus dem Hause Rewe, funken für 2,49 Euro pro Kalendertag im Netz von T-Mobile. Dennoch steht auch für diese Tarife nur eine Performance von 386 KBit/s im Downstream zur Verfügung.

Tagesflats bei Mobilfunkanbietern

Etwas besser ist das Tagesangebot von Fonic. Hier bekommt der Kunde für 2,50 Euro pro Kalendertatag eine Flatrate im O2 Netz mit immerhin 3,6 Mbit/s im Downstream geboten. Sowohl die Tarife der Rewe Töchter, als auch der von Fonic, müssen über eine Hotline frei- und abgeschaltet werden. Gemeinsam ist ihnen auch die Drosselung auf GPRS-Leistung ab einem Volumen von über 1 GB.

Für drei Euro am Tag bietet die E-Plus Marke Base ebenfalls eine Datenflatrate auf Tagesbasis an. Sie wird allerdings bereits ab einem mageren Volumen von nur 250 MB von der ohnehin dürftigen Leistung von 386 kBit/s im Downstream auf GPRS-Performance gedrosselt. Für eine bessere Leistung, nämlich einer ab 1 GB gedrosselten Flatrate für 3,50 Euro am Tag, steht O2 selbst im Wettbewerb. Der Tarif lässt sich mit dem von Fonic vergleichen, der allerdings um einen Euro günstiger daherkommt. Als teuerste unter den Tagesflatrates bietet T-Mobile seinen web'n'walk Day Flat an. Sie schlägt je Kalendertag mit 4,95 Euro zu Buche. Dafür wird die Leistung ab 1 GB zunächst auf 386 Kbit/s und erst ab 2 GB auf GPRS-Niveau heruntergefahren.

Als einziger großer Anbieter hat Vodafone zur Zeit keine Tagesflatrate im Angebot. Dies soll sich aber diesen Herbst ändern. Bis dahin kann für das Vodafone-Netz aber ein Volumenpaket von 1 GB für 9,99 Euro gebucht werden, welches innerhalb einer Woche genutzt werden kann. Nach erreichen des Volumens endet der Dienst. Ähnliche Angebote für den gleichen Preis werden auch von simjo und Blau vertrieben.

Alternative: Monatsflatrates

Alternativ zu Tagesangeboten, sind von verschiedenen Anbietern auch Flatrates für je einen Monat verfügbar. Für bereits 10 Euro pro Monat kann bei O2 Preaid oder Loop eine Flatrate gebucht werden. Sie unterliegt allerdings bereits ab einem Datenvolumen von 200 MB einer Drosselung auf langsame 64 KBit/s im Downstream. Damit eignet sie sich entweder für Nutzer von Mobiltelefonen, oder Kunden, die nur wenig datenintensive Dienste. Für eine schnelle Nutzung bis zu einer Grenze von 5 GB zahlt der Kunde bei O2 im Internet-Pack L dann wiederum 25 Euro monatlich.

Bereits für 14,95 Euro gibt es die monatliche Flatrate bei ALDI-Talk, obwohl auch hier die bereits für den Tagestarif beschriebenen Einschränkungen bei der Übertragungsrate bestehen. Eine vergleichbare Flatrate bekommt der Kunde bei Tchibo und bei Blau für 19,95 Euro pro Monat, wobei Blau bereits ab einem Volumen von 2 GB, die vorgenannten erst ab 5 GB die Leistungsdrosselung vornehmen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Leistungseinschränkungen nicht immer durch die Preisvorteile aufgewogen werden. Neben einem kritischen Blick auf das eigene Nutzungsverhalten ist daher die genaue Lektüre des Kleingedruckten unerlässlich und damit Pflicht vor dem Vertragsabschluss.

<via Teltarif>

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