Betrugs-Netzwerk

Experten: Nur wenige Anbieter kontrollieren Premium-SMS-Betrug

10 Entwickler sollen für ein Drittel der weltweiten Fälle verantwortlich sein
Von dpa / Marc Kessler
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Das betrüge­rische Geschäft mit kosten­pflichtigen Premium-SMS wird laut einer Studie von nur wenigen Anbietern dominiert. So sei ein Netzwerk aus zehn Ent­wicklern für knapp ein Drittel der weltweiten Fälle verant­wortlich, berichtet die IT-Sicher­heits­firma Lookout.

Statt kostenloser App gibts kostenpflichtige Premium-SMS

Premium-SMSNur wenige Anbieter kontrollieren
den Betrug mit Premium-SMS
Bei dieser Art des Betrugs glaubt der Smartphone-Nutzer, eine kostenlose App zu laden, landet stattdessen aber auf einer präpa­rierten Seite, über die eine teure Premium-SMS ausgelöst wird. Die Entwickler haben vor allem das Google-Betriebs­system Android im Visier.

"Aufgrund weniger strenger Regu­lierung und dem Boom alternativer AppStores und Foren kommt Premium-SMS-Betrug vor allem in Osteuropa vor", erklärte Lookout-Experte Ryan Smith. In Russland deckten die zehn aufgespürten Anbieter sogar 60 Prozent dieser Art des SMS-Betrugs ab.

So locken die Betrüger auf manipulierte Webseiten

Das Netzwerk arbeite mit zahlreichen Partnern zusammen und stattet diese mit den nötigen Werkzeugen aus, um Malware-Kampagnen zu starten. Das Ganze funktioniere wie eine Art Do-it-yourself-Plattform: In wenigen Schritten können sich die Partner eine Schad-App zusammen­stellen.

Über zehn­tausende Webseiten wird die App dann beworben. Insbesondere Twitter wird dafür sehr häufig genutzt. Lookout habe rund 50 000 Twitter-Konten entdeckt, über die Links zu bösartigen Sites versendet worden seien.

Das "Geschäft" lohnt sich

Die Partner verdienen damit zum Teil 12 000 US-Dollar monatlich an Provisionen. Die Malware-Entwickler selbst bleiben im Hintergrund: Sie entwickeln und hosten die Malware und informieren ihre Partner zum Beispiel per Newsletter über die neuesten Betrugs-Taktiken.

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