Verdreifacht

Preisunterschiede: Auskunft per Premium SMS

Preise bei der Deutschen Telekom haben sich verdreifacht

Um ein Telefonat führen zu können, wird die Rufnummer der Zielperson benötigt. Diese lässt sich mit etwas Glück im Telefonbuch finden. Das gilt natürlich nur, falls das passende Buch zur Verfügung steht. Alternativ kann man bei der Auskunft nachfragen. Die Rufnummer 11833 der Deutschen Telekom dürfte wohl die bekannteste Auskunftsrufnummer in Deutschland sein, dicht gefolgt von der 11880 die vom Anbieter Telegate betrieben wird.

Dass ein Anruf bei der Auskunft, die zu den Zeiten der "Deutschen Bundespost" einmal kostenlos war und später eine "Einheit" kostete, inzwischen sehr teuer geworden ist, hat sich herumgesprochen. Aktuell nehmen sowohl Telegate als auch die Telekom 1,99 Euro pro Minute (im Festnetz). Dabei ist es egal, ob die gewünschte Auskunft erteilt werden konnte oder nicht. Es gibt jedoch noch günstigere Auskunftsnummern. Diese finden Sie mit Hilfe unserer Tarifabfrage.

Auskunft per SMS abrufen

Die gewünschte Rufnummer kann aber auch per SMS eingeholt werden. Dazu wird der Text der Anfrage in eine SMS eingeben (z.B. "Teltarif, Berlin") und an die Kurzwahl der Auskunft schicken.

Bei unserem Test haben wir uns auf drei Angebote konzentriert:

  • Die 11833 (Auskunft der Deutschen Telekom) - die Rufnummer ist beim Dienstleister "ITENOS" geschaltet, dessen Name auch auf der Handy-Rechnung auftauchen kann.
  • Die 11880 (Telegate) wird von "Message Mobile" betrieben.
  • Die 30303 ("Das Telefonbuch") wird von Whatever Mobile betrieben.

SMS-Auskunft per SMS kostet zwischen 5 Cent und 1,99 Euro

Die Preisunterschiede für eine Anfrage per SMS sind extrem. Die Deutsche Telekom hat ihren Preis von bislang 69 Cent pro SMS auf 1,99 Euro pro SMS angehoben. Dies geschah von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Diese Gebühr wird für jede SMS an die Kurzwahl, das heißt ohne Vorwahl, 11833 fällig. Auch hierbei gilt: Es ist egal, ob es ein passendes Ergebnis gibt oder nicht, denn immer mehr Mitmenschen lassen sich nicht mehr in den Telefonbüchern eintragen.

Eine SMS an die Kurzwahl 11880 kostete in unserem Test mit einer Prepaid-Karte im Tarif Xtra-Click des Anbieters Telekom-Mobilfunk (vormals T-Mobile) hingegen nur 12 Cent, ein Antwort erfolgte jedoch nicht. Eine weitere Anfrage mit einer SIM-Karte des Prepaid-Discounters simyo (E-Plus) wurde hingegen in Sekundenbruchteilen korrekt beantwortet. Sie schlug mit 49 Cent zu Buche. 1,49 Euro kostete die gleiche Abfrage hingegen von einem Vodafone-CallYa-Handy aus. Auch hier erfolgte die Reaktion promt. Weitere Tests mit der 11880 (z.B. aus dem o2-Netz) zeigten, dass Antworten nicht immer oder erst mit Verzögerungen eintrafen. Warum diese zeitlichen Differenzen existierten, war nicht zu ermitteln.

Kurzwahl 30303 besonders günstig

Als absoluter Preisbrecher erwies sich die Auskunft unter der Kurzwahl 30303 ("Das Telefonbuch"). Sie kostete aus dem T-Mobile-Netz nur 5 Cent (Xtra-click-SMS-Tarif), aus dem Vodafone-Netz (CallYa) und aus dem o2-Netz (Loop) fielen jeweils die übliche 19 Cent an. Die Antwort war binnen weniger Sekunden bei T-Mobile und o2 da. Der Prepaid-Discounter simyo (E-Plus) berechnete 9 Cent für die SMS, die Antwort traf erst nach rund 6 Minuten ein.

Die Telekom lieferte als Ergebnis der Anfrage nach "Teltarif, Berlin" nicht nur Name, Adresse und Telefonnummer, sondern auch die E-Mail-Adresse und bedankte sich für die Nutzung der Auskunft. Dafür war diese Anfrage auch die Teuerste. Bei der 30303 wurde als Resultat "teltarif.de Onlineverlag GmbH" übermittelt, bei der 11880 bekamen wir "Teltarif Onlineverlag GmbH Internetservice" als Antwort.

Wer Zugriff zum Internet hat, kann die Seite www.telefonbuch.de nutzen. Diese ist jedoch für die mobile Nutzung nicht geeignet. Handygerechter ist beispielsweise die mobile Variante des Örtlichen (DeTeMedien/Telefonbuchverlage). Beim Aufruf fallen nur die Kosten einer mobilen Datenverbindung an. Für den Service selbst wird nichts berechnet. Das lohnt sich vor allem für diejenigen, die eine mobilen Datenflatrate nutzen. Wer keine besitzt, der sollte sich zuerst über die anfallenden Verbindungskosten informieren.