Induktion

Powermat: Weg mit dem Ladekabel

Powermat bietet Induktions-Ladegeräte nicht nur für Handys an
Von Marc Thorwartl
AAA
Teilen

Mit dem Powermat-System lassen sich unterschiedliche Devices aufladenMit dem Powermat-System lassen sich unterschiedliche Devices aufladen Auch die Zubehör-Branche ist dieses Jahr wieder in großer Anzahl auf dem Mobile World Congress in Barcelona vertreten. Unter anderem gastiert der amerikanische Hersteller Powermat in der katalanischen Metropole. Die haben sich ein Ziel gesetzt: "Weg mit dem Ladekabel!" Zugegeben, ganz ohne Stromversorgung kommt auch die "Powermatte" nicht aus, doch das lästige Verbinden von Handy mit dem Stecker entfällt. Dabei greift Powermat auf das Prinzip der Induktion zurück.

An das Handy oder ähnliche elektronische Geräte wie Gameboy und iPod, wird auf der Rückseite eine auf das Modell zugeschnittene Hülle aufgesetzt. Diese muss dann nur noch auf die Matte gelegt werden und der Ladezyklus beginnt. Positiver Nebeneffekt: Im Standby-Modus verbraucht Powermat keinen Strom und wenn der Akku aufgeladen ist, wird die Aufladung abgeschaltet.

Nokia-Handys kommen künftig mit Powermat

Ob auf der Tischplatte oder in der Lampe, Powermat findet überall Platz.Ob auf der Tischplatte oder in der Lampe, Powermat findet überall Platz. Dabei bietet Powermat, die in diesem Jahr auch auf dem deutschen Markt starten, nahezu für jedes gängige Mobiltelefon die Adapter an, und demnächst entfällt er bei einigen Handys sogar ganz. Jedenfalls für zukünftige Käufer von Nokia-Mobiltelefonen, denn Powermat hat auf dem Congress eine Zusammenarbeit mit dem finnischen Mobilfunkgiganten angekündigt. Noch in diesem Jahr sollen diverse Handymodelle ab Werk mit der Induktionstechnik ausgestattet sein. Für den Ladevorgang wird dann nur noch die Matte benötigt.

Doch damit nicht genug. "Das Ziel ist es, Powermat in viele Situationen des täglichen Lebens zu integrieren", erklärte Henning Rehm – PR-Betreuer von Powermat in Deutschland - gegenüber teltarif.de in Barcelona. So werden demnächst an ausgewählten europäischen Flughäfen Sitze mit Powermat-Systemen aufgestellt. Dort können die Flugreisenden dann während sie auf das Boarding warten, ihre Handys aufladen. Ebenso ist eine Kooperation mit einem Büromöbelhersteller eingegangen worden, der Powermat dann bereits in der Produktionsphase einbindet. Und auch die Automobilbranche hat reagiert. Seit dem vergangenen Jahr befindet sich Powermat in einer Testphase bei General Motors. Dort wurden die Ladestationen in die Mittelkonsole für Fahrer und Fondpassagiere eingearbeitet und sollen demnächst in die Serienproduktion gehen.

Weitere Meldungen zum Mobile World Congress 2011

Teilen