Interview

Powerline und die Amateurfunker: Das sagen die Hersteller

Insbesondere Amateurfunker und andere Powerline-Gegner warnen regelmäßig vor dem Gebrauch dieser Technik. Doch was steckt wirklich dahinter und was sagen die Hersteller von Powerline-Adaptern eigentlich dazu? AVM und Devolo im Interview.
Von Marleen Frontzeck-Hornke
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Die Technologie Powerline ist vielen Amateurfunkern ein Dorn im Auge. Demnach stellt das Internet über die Steckdose als WLAN- bzw. LAN-Ersatz für den Amateurfunk ein Problem dar. So können die Stromleitungen zu Antennen werden, wodurch Störungen auftreten können, wie einige Amateurfunker in zahlreichen Foreneinträgen berichten. Der Unmut ist immer noch vorhanden, daher haben wir bei den Herstellern wie AVM und Devolo nachgefragt, welches Feedback diese von Kunden oder Amateurfunkern erhalten und welche Maßnahmen in Powerline-Adaptern umgesetzt wurden, um den Störungen entgegenzuwirken.

Powerline-Adapter als Alternative zu WLAN oder LANPowerline-Adapter als Alternative zu WLAN oder LAN Vor etwa fünf Jahren galten viele der getesteten Powerline-Adapter noch als gefährlich und unsicher. Doch wie sieht es heute aus? Im folgenden haben wir mit AVM und Devolo jeweils ein kurzes Interview in Textform geführt.

AVM zu den Powerline-Adaptern

Haben Sie Feedback von Kunden oder Amateurfunkern zu ihren Powerline-Adaptern erhalten und welche Vorsichtmaßnahmen gibt es?

"Ein konkretes Feedback von Kunden liegt uns gerade nicht vor. Aber generell ist es so, dass die FRITZ!Powerline-Adapter alle Normanforderungen erfüllen (EN55022). Dieser Norm sind auch die Störaussendungen anderer Haushaltsgeräte wie Bohrmaschinen, Kühlschränke o.ä. unterworfen."

Werden wirklich die Amateurfunksignale gestört?

"Die FRITZ!Powerline-Adapter koppeln die Signale symmetrisch in die Stromleitung ein. Dadurch wird nur ein geringer Teil der ohnehin geringen Leistung abgestrahlt. In den Frequenzbändern des Amateurfunks werden die Powerline-Pegel darüber hinaus zusätzlich abgesenkt. Die FRITZ!Powerline-Adapter benutzen den Frequenzbereich von 2 bis 68 MHz. Innerhalb dieses Frequenzbereichs sind keine Störungen zu erwarten, insbesondere werden die Amateurfunkdienste nicht gestört. Außerhalb des Frequenzbands, z.B. im Bereich der UKW Sender von 87 bis 108 MHz sind ebenfalls keine Störungen zu erwarten."

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, was Devolo dazu sagt, ob die Amateurfunksignale noch von Powerline gestört werden. Zudem zeigen wir Ihnen eine Grafik, in der die Nutzung der unterschiedlichen Frequenzen durch die verschiedenen Dienste in Deutschland aufgeführt ist.

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