Vorsicht Betrug!

Vodafone: Falsche Kundenbefragung - Betrüger wollen Kennwörter

Das LKA Niedersachsen warnt derzeit vor einer falschen Kundenbefragung von Vodafone. Augenblicklich ist noch unklar, ob sich die Betrüger auch als andere Telekommunikationsanbieter ausgeben.
Von dpa /
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Betrug am TelefonBetrüger geben sich am Telefon als Vodafone-Mitarbeiter aus. Wieder einmal versuchen Telefon-Betrüger derzeit, an Kundenkennwörter von Vodafone-Kunden zu gelangen. Dazu geben sie bei Festnetzanrufen vor, zum Zweck einer Befragung zur Kundenzufriedenheit anzurufen, warnt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen. Als Köder behauptet der Anrufer, dass die Angabe des Kennwortes für eine Zuordnung von kostenlosem Extra-Datenvolumen notwendig wäre - was natürlich frei erfunden ist. Angerufene sollten am besten gleich auflegen. Das LKA geht davon aus, dass die Täter nicht nur den Namen Vodafone missbrauchen, sondern sich auch als Kundendienstmitarbeiter anderer Provider ausgeben.

Niemals sensible Daten angeben

Wer bei einem betrügerischen Anruf sensible Daten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum oder eben Kundenkennwörter preisgegeben hat, sollte unverzüglich Kontakt zum echten Kundendienst des Providers aufnehmen. Zudem rät das LKA zur Erstattung einer Anzeige bei der örtlichen Polizei. Zusätzlich können Betroffene sich bei der Bundesnetzagentur wegen des Rufnummernmissbrauchs durch die Betrüger beschweren.

Bislang wurde bei der Polizei laut Pressemitteilung zwar nur ein Fall über deren Frageformular bekanntgegeben, dennoch hält man es für mehr als wahrscheinlich, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handelt.

In dem bekanntgegebenem Fall wurde der Vodafone-Kunde von einer ihm unbekannten Mobilfunknummer auf dem Handy angerufen. Am Telefon wurde dann angegeben, man führe eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit für Bestandskunden von Vodafone durch. Unter anderem wurde dem Angerufenen zusätzliches Datenvolumen für die Beantwortung der Fragen versprochen. Um das Extra-Volumen einem Kundenkonto zuordnen zu können, brauche man dafür aber das Kundenkennwort. Nachdem das Kennwort aber nicht genannt und um eine schriftliche Bestätigung gebeten wurde, legte der Anrufer sofort auf.

Der Hinweisgeber der Polizei hat diesen Vorfall an den echten Vodafone-Kundenservice gemeldet und im Anschluss auch die Bundesnetzagentur informiert. Beide bestätigten den Verdacht.

Umfragen zur Zufriedenheit der Kunden sind keine Seltenheit, jedoch sollte man beachten, dass in diesen niemals nach sensiblen Daten gefragt wird. Neben der Polizei und dem Provider können Sie auch die Bundesnetzagentur über den Rufnummernmissbrauch informieren.

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