Fotografie

Endlich wieder Polaroid: Smartphone-Drucker wird ausgeliefert

Im Zeitalter der Digitalfotografie schien die analoge Polaroid-Kamera ausgestorben - jetzt lebt sie in modernerer Form wieder auf. Der Smartphone-Drucker Polaroid Zip für den Sofortdruck wird ausgeliefert. Doch was kann er?
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Polaroid: Thermo-Druck direkt vom SmartphonePolaroid: Thermo-Druck direkt vom Smartphone Wer zwischen 1974 und 2000 durch die Welt gereist ist, kennt sie noch: Die Urlauber mit ihren großen, kastenförmigen Polaroid-Sofortbildkameras. Kaum war das Bild geknipst, schoss aus dem Schlitz das quadratische Fotopapier, das sich langsam verfärbte und den Fotograf meist zu einem Wedeln des Fotos veranlasste, bis dieses nach wenigen Minuten dann fertig war.

Die Digitalfotografie besiegelte beinahe das Aus des Unternehmens Polaroid, das es nach einer zwischenzeitlichen Insolvenz aber immer noch gibt. Das neueste Produkt will wieder an den Zauber ausgedruckter Sofortbilder anknüpfen: Der neue Sofortbild-Drucker Polaroid Zip für Smartphones wird nun ausgeliefert. Er wird rund 130 Euro kosten.

Selbstklebende Thermodrucke in unter einer Minute fertig

Angekündigt wurde der mobile Drucker bereits auf der CES im Januar - wer ihn vorbestellt hat, sollte ihn in den nächsten Tagen und Wochen bekommen. Im Gegensatz zu anderen mobilen Druckern wird er nicht per Kabel mit Kamera oder Smartphone verbunden, sondern per NFC oder Bluetooth. Der Polaroid Zip misst 7,4 mal 11,9 mal 2,3 Zentimeter, wiegt 187 Gramm und kommt in den Farben Schwarz und Weiß mit dem typischen regenbogenfarbigen Band von Polaroid.

Micro-USB-Port zum Laden des Akkus und klassisches Polaroid-Regenbogen-LogoMicro-USB-Port zum Laden des Akkus und klassisches Polaroid-Regenbogen-Logo Der Name Polaroid Zip darf übrigens nicht mit dem ZIP-Dateiformat oder mit dem gleichnamigen Datenspeichermedium verwechselt werden. ZIP bedeutet bei Polaroid "Zink Instant Photoprinter". Als Thermodrucker kommt das Gerät ganz ohne Tinte aus, die eintrocknen könnte. Der Ausdruck eines Fotos soll weniger als eine Minute dauern. Durch die selbstklebende Rückseite des Fotopapiers lassen sich die Ausdrucke in ein Album oder auf eine Pinnwand kleben. Die Fotos haben ein Format von 5 mal 7,5 Zentimeter, 10 Blätter Fotopapier liegen dem Drucker bereits bei.

Die einzige Taste am Drucker selbst ist der Power-Button. Um die Bilder per NFC oder Bluetooth 4.0 an den Drucker zu senden, muss der Nutzer auf dem Smartphone die App für Android oder iOS installieren. Vor dem Absenden können die Fotos noch mit 12 Filtern wie Schwarzweiß oder Sepia nachbearbeitet werden. Auch Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung sind vor dem Druck korrigierbar. Interessant ist auch die Collagen-Funktion - damit kann der Nutzer bis zu neun Fotos gemeinsam auf einen Ausdruck packen. Außerdem lassen sich freie Zeichnungen, Sticker, Emoticons, Stempel, Texte oder Rahmen zum Foto hinzufügen.

Ein Lithium-Ionen-Akku mit allerdings nur 500 mAh erlaubt den Betrieb des Druckers auch ganz ohne Steckdose. Im Akku-Betrieb kann der Drucker darum maximal 25 Fotos erstellen. Die Akkuladezeit soll 1,5 Stunden betragen, geladen wird per Micro-USB-Kabel.

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