Kamera-Test

Polaroid Pop: Digitale Sofort­bild­kamera im Test

Die Polaroid Pop erlaubt dank eingebautem Thermodrucker Sofortbilder wie vor 35 Jahren. Doch die digitale Neuauflage des Klassikers kämpft im Test mit technischen Problemen, ist schlecht verarbeitet und funktioniert nur mit Zubehör sinnvoll.
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In den 1970er- und 1980er-Jahren war sie bei Urlaubern und Kreativ-Fotografen ein Must-have: Die analoge Polaroid-Sofortbildkamera. Kamera in der einen Hand, mit der anderen das Bild wedeln - das war ein typischer Anblick in Urlaubsregionen. Nach einem zwischenzeitlichen Aus der Marke kam zur IFA in diesem Jahr die Neuauflage Polaroid Pop - eine digitale Sofortbildkamera mit 20 Megapixel, eingebautem Fotodrucker und WLAN. Sogar die alte analoge Polaroid-Kamera wurde mittlerweile wieder aufgelegt.

Inzwischen hat die neue digitale Polaroid Pop den Weg in unsere Redaktion gefunden, um zu zeigen, ob sie den Sprung ins Digitalzeitalter gut überstanden hat und ob noch genau dasselbe Feeling aufkommt wie vor 35 Jahren. Neben ganz vielen Retrogefühlen im Test mussten wir uns über die Kamera allerdings auch ärgern.

Polaroid Pop mit Verpackung
Polaroid Pop mit Verpackung

Erster Blick und billige Verarbeitung

Vom Design her hat die Polaroid Pop, die im Handel rund 230 Euro kostet, nichts mehr mit dem kantigen analogen Original gemein. Die Polaroid Pop ist eine eher peppig aussehende Digitalkamera mit Display, die eben zusätzlich mit dem Smartphone vernetzt werden kann und über einen Schlitz die Sofortbilder ausgibt.

Außer dem Touchscreen gibt es nur den Auslösebutton auf der Vorderseite
Außer dem Touchscreen gibt es nur den Auslösebutton auf der Vorderseite
Direkt nach dem Auspacken erlebten wir allerdings die erste Enttäuschung: Die Polaroid Pop ist zu diesem Preis überhaupt nicht gut verarbeitet. Der schwarz glänzende Kunststoff wirkt billig und zieht Fingerabdrücke magisch an. Drückt man auf die Kamera knarzt es hörbar und das Gehäuse ist so instabil, dass es sich an vielen Stellen eindrücken lässt. Außerdem haben die Kanten, an denen die beiden Teile des schwarzen Bodys ineinander übergehen, einen scharfen Grat wie bei billigen Plastikspielzeug - das darf bei einer Kamera dieser Preisklasse eigentlich nicht sein.

Auf der Vorderseite liegt unter dem 3,97-Zoll-Display ein großer roter Knopf, der als Powerknopf und Auslöser dient. Auf der Rückseite sind Objektiv, Blitz und Mikrofon zu sehen. Auf der linken Schmalseite liegt der Micro-USB-Port zum Laden des Akkus und Kopieren der Bilder, auf der oberen Schmalseite befindet sich der Ausgabeschlitz für die typischen Polaroid-Fotos.

Rückseite mit Objektiv, Blitz und Mikrofon
Rückseite mit Objektiv, Blitz und Mikrofon
Die untere Schmalseite wird von einer Abdeckung verschlossen, die in verschiedenen peppigen Farben erhältlich ist. Nimmt man die Abdeckung ab, ist das Papierfach für das Fotopapier zu sehen. Neben dem Papierfach befinden sich eine Öffnung für die Trageschlaufe, ein Speicherkartenslot für microSD-Karten bis 128 GB Kapazität, ein Reset-Knopf und ein Sensor, der erkennt, ob die Abdeckung geöffnet oder geschlossen ist.

Auf der folgenden Seite erläutern wir, welches (leider unvollständige) Zubehör der Kamera beiliegt, wie die Koppelung mit der App funktionieren sollte und welche Probleme in unserem Test dabei aufgetreten sind.

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