Schick

PNY Powerpack AD5200 im Test: Externer Akku mit Display

Wer mit dem externen Akku einmal das Smartphone nachgeladen hat, möchte gerne wissen, wie viel Restkapazität die Powerbank jetzt noch hat. Das schicke PNY Powerpack AD5200 mit Metallgehäuse hat dazu ein Display - wir haben den externen Akku getestet.
AAA
Teilen (2)

Nachdem Top-Smartphones vermehrt über keinen wechselbaren Akku mehr verfügen, bleibt als letzte Rettung oft nur ein externer Akku, wenn das Gerät mitten am Tag schlapp macht und keine Steckdose in der Nähe ist. Doch oft weiß der Nutzer gar nicht so genau: Welche Restkapazität hat denn der externe Akku - und reicht das für mein Smartphone aus?

In der Regel integrieren die Hersteller externer Akkus zu diesem Zweck eine oder mehrere kleine LED ins Gehäuse, die dem Nutzer signalisieren sollen, wie viel Rest-Energie noch zur Verfügung steht. Doch diese Angabe ist recht ungenau. Selbst wenn der Akku hierzu vier LED hat: Leuchten zwei LED, kann das 26 Prozent, aber auch 49 Prozent Rest-Energie bedeuten. Noch ungenauer ist es, wenn nur eine LED blinkt - hat der Nutzer dann ein Prozent oder 25 Prozent Energie übrig?

PNY Powerpack AD5200 mit Zubehör und Verpackung
PNY Powerpack AD5200 mit Zubehör und Verpackung
Etwas genauere Infos will der externe Akku PNY Powerpack AD5200 liefern. Zu diesem Zweck verfügt er über ein beleuchtetes LC-Display mit Segmentanzeige, das die Restkapazität in Prozent anzeigt. Wir haben den externen Akku getestet, für den PNY eine UVP von 27,99 Euro angesetzt hat. Im Handel kostet die Powerbank, die in den Farben Gold, Silber und Rose-Gold erhältlich ist, um die 20 Euro. Zu kaufen gibt es auch Modellvarianten mit 7800 und 10400 mAh.
Scharfe Kanten am Ende des Metalls
Scharfe Kanten am Ende des Metalls

Gehäuse, Design und technische Daten

Das PNY Powerpack AD5200 kommt prinzipiell in der gleichen Verpackung, wie wir sie schon beim schwächeren Powerpack T2600 gesehen haben. Allerdings unterscheiden sich die Akkus in mehreren Punkten: Das Powerpack AD5200 ist breiter, hat ein Metallgehäuse, deutlich mehr Kapazität und eben das beleuchtete Display. Wie immer liegen dem externen Akku ein recht kurzes Micro-USB-Kabel und eine Kurzanleitung bei.

Unser Testgerät des PNY Powerpack AD5200 ist in Gold gehalten, die beiden Stirnseiten sind aus weißem Kunststoff. Das Aluminiumgehäuse ist einerseits sehr stabil, fühlt sich in der Hand edel an und schützt den Akku vor Stößen. Allerdings hat es an den Stirnseiten etwas scharfe Kanten. Der transparente Kunststoff über dem Display ist leider nicht besonders stabil - schon nach kurzer Nutzungszeit hatten wir darauf erste Kratzer. Das Akkupack misst 100 mal 52 mal 22,5 Millimeter. Der integrierte Lithium-Ionen-Akku hat - wie es die Modellbezeichnung schon ausdrückt - eine Kapazität von 5200 mAh, der USB-Ausgang gibt 2,4 Ampere ab.

Technische Daten auf der Stirnseite
Technische Daten auf der Stirnseite
Die technischen Daten sind auf der einen Stirnseite aufgedruckt, auf der anderen befinden sich USB-Port, Micro-USB-Buchse, Powerknopf und eine weiße LED-Taschenlampe. Über Sinn und Unsinn derartiger Taschenlampen haben wir bereits mehrfach diskutiert: Die Lampe des Powerpack AD5200 wird dadurch ein- und ausgeschaltet, dass man zweimal kurz hintereinander auf den Powerbutton drückt. Das kann auch automatisch passieren, wenn man den Akku in einer Tasche transportiert und andere Gegenstände auf den Knopf drücken. Im schlimmsten Fall zieht man dann einen entladenen Akku aus der Tasche - wir halten das für wenig sinnvoll.
Powerknopf, Anschlüsse und Taschenlampe
Powerknopf, Anschlüsse und Taschenlampe

Bedienung und Kapazitäts-Test

Ab Werk wird das PNY Powerpack AD5200 zwar aufgeladen ausgeliefert, je nachdem wie lange es beim Händler herumlag, sollte man den Akku trotzdem vor der ersten Nutzung nochmals aufladen. Dies geht entweder mit dem beiliegenden Micro-USB-Kabel am USB-Anschluss eines Computers oder mit dem Ladegerät des Smartphones.

Betätigt man einmal kurz den Powerbutton, wird auf dem Display die Restkapazität in Prozent und mit einer Balkenanzeige signalisiert. Die blaue Hintergrundbeleuchtung leuchtet etwa zehn Sekunden und erlischt dann automatisch, um nicht zu viel Energie aus dem Akku zu verbrauchen. Die Segmentanzeige ist insgesamt 30 Sekunden sichtbar, dann schaltet sie sich selbst ab. Man muss schon ziemlich senkrecht auf die Anzeige schauen, um sie gut lesen zu können - wer schräg auf das Display blickt, wird nur die blaue Hintergrundbeleuchtung sehen.

Display mit Hintergrundbeleuchtung zeigt Restkapazität
Display mit Hintergrundbeleuchtung zeigt Restkapazität
Nach dem Anschließen des Smartphones sollte man kontrollieren, ob das PNY Powerpack AD5200 tatsächlich Energie abgibt. Manchmal tat es dies automatisch ohne unser Zutun, manchmal mussten wir den Power-Button drücken, um den Ladevorgang zu starten. In unserem Test haben wir mit dem PNY Powerpack AD5200 das Oneplus One aufgeladen, das einen Akku mit 3100 mAh Kapazität hat. Beim ersten Ladevorgang schafften wir es, den Ladestand des Smartphones von 54 auf 100 Prozentpunkte hochzuziehen. Dies dauerte etwas mehr als zwei Stunden. Anschließend hatte das PNY Powerpack AD5200 laut eigener Display-Anzeige noch ca. 60 Prozent Restkapazität. Rein rechnerisch sind das 3120 mAh.

Um zu verifizieren, ob es der externe Akku nun erneut schafft, das Smartphone zu laden, starteten wir wenige Stunden später einen neuen Ladevorgang: Als der Akkustand des Oneplus One wieder auf 52 Prozentpunkte gefallen war, schlossen wir erneut das Akkupack an. Nun schaffte es das PNY Powerpack AD5200, den Akkustand auf 100 Prozentpunkt zu hieven, danach war allerdings Schluss: Die Kapazität des PNY Powerpack AD5200 war nun endgültig erschöpft und unsere Ladekurve sank sofort wieder ab.

Ladevorgang an einem Smartphone
Ladevorgang an einem Smartphone
Da wir beide Ladevorgänge begonnen haben, als der Akku des Oneplus One noch halb voll war, müssen wir konstatieren, dass das PNY Powerpack AD5200 wohl nicht die versprochene Kapazität liefert, sondern wahrscheinlich eher so um die 4000 mAh. Auch die Stiftung Warentest hatte in einem Test kürzlich moniert, dass nicht alle externen Akkupacks die versprochene Kapazität auch wirklich liefern können.
Test-Ladezyklen in der grafischen Ansicht
Test-Ladezyklen in der grafischen Ansicht

Fazit: Einmal komplett laden - mehr gibts nicht

Wenn der Smartphone-Akku komplett leer ist, wird es das PNY Powerpack AD5200 wohl nur einmal schaffen, das Smartphone wieder komplett aufzuladen, dann muss es selbst wieder an die Steckdose. Ist der Smartphone-Akku nicht ganz leer, sind auch mehrere Nachlade-Vorgänge drin. Bei leistungsstarken Tablets wird es keinen kompletten Ladevorgang schaffen. Das PNY Powerpack AD5200 ist damit zwar mehr als nur ein kleiner Datensnack wie das Powerpack T2600, für mehr Kapazität sollte der Interessent allerdings einen externen Akku mit mindestens 10 000 mAh erwerben. Schick ist das PNY Powerpack AD5200 aber allemal, und die Segmentanzeige ist deutlich genauer als die ungenauen LED-Blinklichter bei anderen externen Akkus.

Das Nachladen von bis zu vier Geräten gleichzeitig schafft die von uns getestete, allerdings etwas klobigere EasyAcc Monster Power Bank mit 20 000 mAh.

Teilen (2)

Mehr zum Thema Mobiler Akku