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Sonnige Aussichten: PixelQi will Solar-betriebene Tablets

Konkurrenz von Mirasol noch immer nicht in Serie verfügbar
Von Steffen Herget

Tablet mit Solarzelle Tablet mit Solarzelle
Screenshot: teltarif.de
Die Idee ist und bleibt faszinierend, aber auf dem Markt haben sie es immer noch schwer: Die Rede ist von Hybrid-Displays, die etwa von dem kleinen Unternehmen PixelQi gefertigt werden. Nun will der Hersteller mit einer Modifikation seiner Technologie noch mehr Argumente sammeln. Wie Firmenchefin Mary Lou Jepsen vor der Kamera von ARMDevices.net demonstrierte, sollen Tablets mit einem PixelQi-Display in Zukunft über eine integrierte Solarzelle mit Strom versorgt werden, die genügend Energie für das Display und das Motherboard liefern soll.

Tablet mit Solarzelle Tablet mit Solarzelle
Screenshot: teltarif.de
Die Bildschirme von PixelQi kombinieren die Technologien eines normalen Touchscreen und einem E-Ink-Display, das bei Lesegeräten wie dem Kindle eingesetzt wird und sehr gute Leistungen in heller Umgebung liefert und gleichzeitig kaum Strom verbraucht. Mit Hilfe einer Solarzelle, die eine Leistung von 1 Watt liefert, will PixelQi genügend Energie für Display und Motherboard erzeugen. Wäre das Display, in einem Tablet einer der größten Stromverbraucher, so versorgt, würde die Akku-Laufzeit eines Gerätes aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich steigen.

Qualcomm hat Schwierigkeiten mit Mirasol-Technologie

Bisher blieb es allerdings bei den Herstellern meistens bei Sympathiebezeugungen und Ankündigungen, wenn es um die PixelQi-Bildschirme ging. Noch immer hat sich kein namhafter Hersteller der Technologie verschrieben und sie in einem echten Produkt auf den Markt gebracht. Das soll sich nun ändern, denn immerhin möchte ZTE in einem neuen Sieben-Zoll-Tablet ein PixelQi-Display optional anbieten, allerdings erst im Laufe der zweiten Jahreshälfte. Das Notion Ink Adam, ein Android-Tablet aus Indien, ist ebenfalls noch nicht in der Variante mit PixelQi-Display erhältlich.

Unterdessen dauert die Entwicklung bei Qualcomms ähnlicher Mirasol-Technologie noch immer an, ein Start der Bildschirme ist noch immer nicht in Sicht. Wie Netbooknews von der Uplinq-Konferenz in San Diego berichtet, gab es Verzögerungen beim Ausbau der Fertigungsstraßen, so dass die Mirasol-Displays noch immer nur in Kleinserie vom Band laufen. Bis die Anlagen in Betrieb gehen können, werden wohl noch sechs bis acht Monate verstreichen. Darüber hinaus hatte das geplante Pilotprojekt, ein E-Book-Reader mit Mirasol-Display, die Führungsspitze bei Qualcomm nicht überzeugen können. Vor dem zweiten Quartal 2012 dürften demnach kaum fertige Geräte mit Mirasol-Display zu sehen sein.

PixelQ-Displays im Video

PixelQi-Chefin Mary Lou Jepsen zeigt in zwei Video von ARMDevices.net ihre Displays und redet über die zukünftige Kombination mit Solarzellen.