Online-Betrug

Verbraucherzentralen warnen vor neuer Phishing-Welle

Aktuell besonders beliebt: Angebliche E-Mails von Amazon und PayPal
Von Marc Kessler
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Gleich mehrere Verbraucher­zentralen warnen derzeit vor einer Welle an diversen Phishing-Mails, mit denen Betrüger versuchen, in den Besitz sensibler Daten zu kommen oder Schadsoftware wie Trojaner auf dem Rechner der Betroffenen zu installieren. "Gleichsam wie im Rausch versenden Internet-Gauner derzeit E-Mails mit gefährlichen 'zip'-Anhängen", schreibt etwa die Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen.

Manche Phishing-Mails kommt angeblich von Amazon

PhishingPhishing: Kredit­karten­daten stehen noch immer hoch im Kurs So würden derzeit massenhaft E-Mails versendet, die angeblich vom Online-Kaufhaus Amazon stammen sollen. Mit Titeln wie "MAHNUNG Ihrer Bestellung Nr.: 42464883313" oder "Amazon: Ihre Bestellung haben wir erhalten" soll der Empfänger dazu gebracht werden, eine im Anhang der E-Mail befindliche Datei - beispielsweise im zip-Format - zu öffnen. Darin verberge sich dann Schadsoftware, die (sensible) Daten auf dem Rechner auslesen oder Eingaben des Nutzers protokollieren kann.

Andere Arten solcher Phishing-Mails forderten zum Klick auf einen Link auf. Dieser führe dann jedoch nicht auf die erwartete Website - vielmehr starte ein automatischer Download, der Viren oder andere Schadprogramme auf dem Rechner des Verbrauchers installiere.

"Klassisches" Phishing noch immer verbreitet

Die am weitesten verbreitete Form der Phishing-Mails solle den Nutzer aber noch immer dazu bringen, seine Bank-, Kreditkarten- oder auch PayPal-Daten auf einer gefälschten Website einzugeben. Auch wenn viele der E-Mails noch immer durch schlechtes Deutsch, mangelnde Rechtschreibung oder fehlende Umlaute auffielen, gebe es hier mittlerweile auch Ableger, die in perfektem Deutsch verfasst seien.

Besonders beliebt seien solche Phishing-Mails derzeit für den eBay-Bezahldienst PayPal sowie die Kreditkarten-Firmen MasterCard und Visa. Betreffzeilen wie "Ihr Kontozugriff ist eingeschränkt", "Verifizieren Sie ihren Account" oder "Akuter Hinweis zu Ihrem Konto!" (jeweils PayPal), "Verifikation ihrer MasterCard-Kreditkarte sofort notwendig", "Sperrung Ihrer Kreditkarte", "Ihr Aktenzeichen: (MA-886-546-987)" (jeweils MasterCard) sowie "Sperre Ihrer Kreditkarte" (Visa) sollten den Verbraucher misstrauisch machen.

Die Verbraucher­zentralen raten:

  • Auf keinen Fall die Anhänge oder Links solcher E-Mails öffnen
  • Niemals auf solche E-Mails antworten - sonst folgen möglicherweise noch mehr Phishing- oder Spam-Mails
  • Solche E-Mails am besten sofort löschen
  • Anti-Viren-Programm, Betriebssystem und Browser stets aktuell halten
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