Betrugs-Masche

Banken-Phishing: Verbraucherschützer warnen vor neuer Welle

Zudem neue Trojaner-E-Mails angeblicher Anwälte und Inkasso-Firmen
Von Marc Kessler
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Die Verbraucher­zentrale Nord­rhein-West­falen warnt vor einer neuen Welle von Phishing-Mails, mit der Betrüger versuchen, an Kontodaten, Passwörter und ähnlich sensible Daten zu gelangen. Dem Ideen­reichtum der Täter sind dabei keine Grenzen gesetzt, wie die aktuellen Beispiele der Verbraucher­schützer zeigen.

Angebliche E-Mails des Bundesverbands Deutscher Banken unterwegs

So geben sich der Verbraucher­zentrale zufolge Betrüger in E-Mails derzeit immer wieder als KreditkarteKreditkarten-Daten sollten niemals
unvorsichtig preisgegeben werden
"Bundes­verband Deutscher Banken" aus und verlangen vom Empfänger eine Identitäts­prüfung. Diese sei aufgrund angeblicher neuer Sicherheits­vorschriften der Europäischen Union zur Absicherung von Kreditkarten­besitzern notwendig, heißt es. Ohne diese Angaben werde die Kreditkarte gesperrt, behaupten die Absender. Auf der verlinkten Internet-Seite sollten Verbraucher dann die entsprechenden Angaben machen.

Eine wieder andere Masche besteht in einer E-Mail eines angeblichen Rechts­anwalts oder eines Inkassobüros, der/das aufgrund einer nicht bezahlten Bestellung der vergangenen Monate tätig geworden sei. Neben der Nennung einer Zahlungsfrist wird in der E-Mail auf eine Rechnung im Anhang verwiesen - diesen sollte der Verbraucher aber auf keinen Fall öffnen, da sich darin ein Virus oder ein Trojaner befindet.

Weiter im Umlauf: Postbank- und PayPal-Phishing

Im Fokus stehen weiterhin auch Kunden der Postbank sowie des eBay-Bezahl­dienstleisters PayPal. So werden Postbank-Kunden zur "Aktualisierung Ihres Telefon-Banking-PINs" aufgefordert. Auch hier sollen die Empfänger auf einen Link klicken und sensible Daten übermitteln.

Im Falle von PayPal sollen Kunden "ihr Konto verifizieren", um dieses weiter nutzen zu können. "In der Regel ist der Mail ein Link beigefügt, welcher Sie zu einer täuschend echt aussehenden, aber dennoch gefälschten Internetseite führt", warnen die Verbraucher­schützer. Eine ähnliche Masche trifft auch Nutzer einer MasterCard: Diese sollen angebliche Ungereimtheiten in ihren Zahlungs­informationen aufklären und deshalb den Anhang der E-Mail öffnen. Hierin befinde sich allerdings ein trojanisches Pferd.

Verbraucher­zentrale bietet "Phishing-Radar"

Die Verbraucher­zentrale rät: Klicken Sie niemals auf in solchen E-Mails enthaltene Links und öffnen Sie keine enthaltenen Anhänge. Zudem sollten niemals persönliche Daten preisgege­werden.

Sollten Sie betrügerische E-Mails erhalten, können Sie diese anonym an die Verbraucher­organisation weiterleiten (phishing@vz-nrw.de) - neue Betrugs­varianten können so schneller publik gemacht werden. Hierzu wurde auch ein sogenanntes Phishing-Radar eingerichtet, auf dem sich Nutzer über die aktuell im Umlauf befindlichen Varianten informieren können.

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