Viertel Million

GMX und Web.de veröffentlichen Zahlen zur PGP-Verschlüsselung

Kann die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei den Nutzern von GMX und Web.de punkten? Immerhin 250 000 Interessenten soll es geben.
Von Daniel Rottinger
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PGP-Dienst hat 250 000 potenzielle NutzerPGP-Dienst hat 250 000 potenzielle Nutzer Nutzer können seit Ende August bei GMX und Web.de ihre Mails Ende-zu-Ende zu verschlüsseln. Während sich das Unternehmen mit genauen Zahlen zunächst zurückgehalten hat, wurden jetzt die offiziellen Zahlen bekanntgegeben: 250 000 Nutzer haben einen PGP-Schlüssel erstellt.

Seit dem Start von des PGP-Mailing bei den beiden Webmailern von 1&1 begleiten wir die Verschlüsselung. In einer Bilderstrecke haben wir etwa erklärt, wie Nutzer die PGP-Verschlüsselung bei Web.de oder GMX einrichten können. Dabei haben wir festgestellt, dass die Einrichtung an sich ohne Probleme abläuft, aber natürlich gerade in der Anfangsphase Kontakte fehlten, mit denen man per PGP (Pretty Good Privacy, dt. "ziemlich gute Privatsphäre") kommunizieren kann.

Bei einem Blick auf die aktuellen Zahlen - zur Erinnerung 250 000 Anmeldungen für PGP - zeigt sich, dass die Bereitschaft einiger Nutzer zunächst einmal da ist, sich mit der Verschlüsselung zu befassen. Allerdings verschweigt das Unternehmen, wie viel Prozent des Mail-Aufkommens tatsächlich schon verschlüsselt abläuft. Vermutlich dürfte hier eine große Kluft zwischen den potenziellen PGP-Nutzern und dem tatsächlichen Alltagsgebrauch der PGP-Verschlüsselung herrschen.

PGP-Postfächer decken nur geringen Prozentsatz der Gesamt-Nutzerschaft ab

Der aktive Nutzerpool von Web.de und GMX umfasst zusammen rund 30 Millionen Anwender. Setzt man diese mit der Zahl der PGP-Postfächer in Relation, kann man kaum von der Masse der Nutzer die Rede sein. Es dürfte seitens des Mail-Anbieters also noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten sein.

Was wird aus der De-Mail?

Während GMX und Web.de die aktuellen Zahlen zur PGP-Nutzung veröffentlichen, findet parallel der nationale IT-Gipfel in Berlin statt. Dort soll auch die De-Mail auf der Tagesordnung stehen, wie uns ein 1&1-Pressesprecher verriet. Im Unterschied zu der PGP-Offensive, ist die De-Mail als eine Kooperation zwischen mehreren Mail-Anbietern - darunter auch die Deutsche Telekom - konzipiert. Seit einigen Monaten verfügt der Dienst ebenfalls über PGP-Verschlüsselung.

Im Unterschied zur herkömmlichen E-Mail oder dem Senden von PGP-Mails bei GMX und Web.de ist der Versand von De-Mail-Nachrichten kostenpflichtig. Es bleibt also spannend zu sehen, welche Pläne die De-Mail-Betreiber künftig mit dem Dienst haben und welche Änderungen sich dadurch für die Kunden ergeben.

In einer weiteren Meldung sind wir darauf eingegangen, wie Interessenten PGP-Mailing bei GMX und Web.de nutzen können.

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