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PeekFon: E-Mail-Handheld mit Roaming-Flatrate für Europa

Gerät inklusive Halbjahres-Flatrate kostet 99 Euro
Von Björn Brodersen
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Die Fon-Community will das in den USA bereits erhältliche Handy PeekFon auch auf den europäischen Markt bringen. Das PeekFon soll in einem Prepaid-Tarifpaket mit einer E-Mail-Flatrate vermarktet und kostet 99 Euro für die ersten sechs Monate. Dieser Betrag setzt sich aus knapp 23 Euro Kaufpreis für das Einfach-Smartphone und den Monatsraten von 12,90 Euro für die mobile Datenübertragung via GPRS beim E-Mail-Abruf und -Versand zusammen. Anwender sollen das PeekFon in jedem europäischen Land ohne zusätzliche Roaming-Aufschläge für das mobile Mailen nutzen können. Für das Aufladen neuen Guthabens benötigen die PeekFon-Nutzer eine Kreditkarte.

Das 10 Millimeter flache und 107 Gramm leichte PeekFon bietet einfache Smartphone-Funktionen, besitzt aber eine vollständige QWERTY-Tastatur zum schnelleren Tippen von Nachrichten, E-Mails und anderen Texten. Allerdings kann der PeekFon-Nutzer nur zwei Mail-Konten für den mobilen Abruf und Versand von Nachrichten einrichten. Für die mobile Datenübertragung beherrscht das PeekFon lediglich GPRS, dagegen werden EDGE, UMTS oder WLAN nicht unterstützt. Für die Datenübertragung ist der pan-europäische MVNO Spotnik zuständig. PeekFonPeekFon

Das PeekFon soll mit einer einjährigen Garantie des Herstellers ausgeliefert werden und per Internetverbindung und Kreditkarte aktiviert werden können. Zusätzliche Features wie ein Internet-Browser oder Social-Networking-Dienste wie etwa Twitter sollen später ebenfalls mit dem PeekFon installiert sein. Die Akku-Laufzeit gibt Fon mit bis zu vier bis fünf Tagen bei "normaler" Nutzung an.

Verkaufsstart verzögert sich seit Monaten

Ursprünglich sollte das PeekFon schon Mitte Dezember auf den europäischen Markt kommen. Bislang können Interessenten sich für das mobile E-Mail-Handset allerdings nur registrieren und erhalten eine Benachrichtigung, sobald das PeekFon tatsächlich zum Verkauf steht. Auf Anfrage von teltarif.de erklärte die Pressestelle der Fon-Community nur kurz, man sei noch in den Vorbereitungen für die Vermarktung des PeekFon in Europa. Gut möglich, dass nach der langen Verzögerung des Verkaufsstarts das PeekFon schon mit den bislang nur angedachten zusätzlichen Features wie etwa dem Internet-Browser ausgeliefert wird.

Es gibt allerdings schon jetzt vergleichbare Angebote für die mobile E-Mail-Nutzung innerhalb Deutschlands: Beispielsweise verkauft der kanadische Hersteller Datawind den GPRS-fähigen Pocketsurfer 2 inklusive 30 Stunden Internetzugang pro Monat innerhalb Deutschlands für ein Jahr für 199 Euro. Auf der Computermesse CeBIT hat der Hersteller mit dem Ubisurfer ein weiteres Nachfolgegerät angekündigt, das hierzulande mit mobilem Internetzugang über das E-Plus-Netz verkauft werden soll.

Der GPRS- und EDGE-fähige Ogo CT-25E, der beispielsweise vom Internetprovider 1&1 für Preise zwischen 0 und 49,99 Euro mit 24-Monats-Vertrag in einem Flatrate-Tarif für die Nutzung im Inland angeboten wird, ermöglicht nicht nur das mobile Surfen, Mailen und Chatten, sondern kann auch zum Telefonieren eingesetzt werden.

Zudem eignet sich natürlich auch jedes Smartphone für die mobile E-Mail-Nutzung, häufig auch mit Push-Unterstützung. Für die mobile Internetnutzung im Ausland bieten die deutschen Mobilfunknetzbetreiber auch kleinere Datenvolumen-Tarife an. Außerdem können Handy-Nutzer inzwischen auch eine Höchstgrenze für die Kosten für die mobile Internetnutzung im Ausland festlegen lassen (wir berichteten).

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