Smartwatch

Apple Watch vs. Pebble: Highend ist nicht immer auch ein Mehrwert

Seit knapp zwei Jahren bin ich mit einer Smartwatch unterwegs. Nach der Pebble habe ich nun eine Apple Watch ausgiebig getestet. In der Meldung erfahren Sie, was mir bei der Pebble neben dem günstigen Preis besser als bei der Apple Watch gefällt.
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Vor knapp zwei Jahren gehörte ich zu den ersten deutschen Nutzern der Pebble Smartwatch, nachdem ich zuvor bereits Erfahrungen mit der Samsung Galaxy Gear der ersten Generation gesammelt hatte. Seit zwei Monaten habe ich nun die Apple Watch in Betrieb. Somit ist es Zeit für ein kleines Zwischen-Fazit zur Smartwatch-Nutzung, wobei ich die Samsung-Uhr außen vor lasse, zumal diese fast noch in der Beta-Phase mit Android anstelle von Tizen als Betriebssystem war, als ich sie genutzt hatte.

An die Pebble Smartwatch hatte ich mich schnell gewöhnt. Sie funktioniert zusammen mit den iPhone und auch mit Android-Smartphones. Dank der Talk2Watch-App eines Dritt-Entwicklers stehen auch mit Blackberry-10-Geräten viele Features zur Verfügung. Nur am Windows Phone ist die Handy-Uhr nicht sinnvoll nutzbar - es sei denn, man versetzt das Smartphone in den Entwickler-Modus und installiert eine inoffizielle Microsoft-App, die sich nicht regulär auf dem Handy aufspielen lässt.

Apple Watch nur mit dem iPhone kompatibel

Die Pebble musste im Test gegen die Apple Watch antretenDie Pebble musste im Test gegen die Apple Watch antreten Die Apple Watch funktioniert dagegen nur zusammen mit dem iPhone. Dafür läuft sie hier deutlich besser als die Pebble. Wenn ich am iPhone die "Nicht-Stören-Funktion" aktiviere, ist auch auf der Apple Watch Ruhe. Wenn ich mich im Bereich des eigenen Heim-Netzwerks bewege, iPhone und Apple Watch aber keine Bluetooth-Verbindung zueinander bekommen, da ich mich zu weit vom Handy weg bewegt habe, wird der Kontakt zwischen Handy und Uhr per WLAN hergestellt. Das geht mit der Pebble nicht, bei der der Bluetooth-Radius allerdings größer ist.

Es kommt hinzu, dass die Apple Watch durchaus edel aussieht und ein echtes Highend-Display mit Touchscreen-Funktion besitzt. Die Pebble kommt dagegen mit einem ePaper-Display. Das hat aber auch Vorteile: Das Display kann immer eingeschaltet bleiben und dennoch hält die Pebble durchschnittlich fünf Tage mit einer Akku-Ladung durch. Eine Apple Watch muss spätestens nach eineinhalb Tagen wieder mit dem Ladekabel verbunden werden.

Apple Watch ausgerechnet als Uhr sehr unpraktisch

Wenn ich die Apple Watch bzw. meinen Arm Richtung Kopf bewege, wird automatisch das Display eingeschaltet, so dass ich die Uhrzeit ablesen kann. Mache ich keine so eindeutige oder nur eine kleine Bewegung, so bleibt der Touchscreen dunkel und ich muss diesen zuerst umständlich über eine der beiden Hardware-Tasten, die die Apple Watch besitzt, oder mit dem Antippen des Touchscreens aktivieren. Mag eine Sache sein, an die sich viele Nutzer gewöhnen. Bei mir ist das allerdings auch nach zwei Monaten nicht der Fall.

Die Pebble kann ich wie eine normale Armbanduhr verwenden: kurzer Blick aufs Display, Zeit ablesen, weiterarbeiten. So schön die Apple Watch auch optisch sein mag: Diesbezüglich ist die Pebble ganz einfach komfortabler.

Auf Seite 2 lesen Sie, warum die Apple Watch deutlich mehr bietet als die Pebble Smartwatch und warum ich dennoch die deutlich günstigere Uhr bevorzuge.

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