Freihand-Modellierung

3D-Pen von Pearl im Test: Malen in der Luft

Für 70 Euro verkauft Pearl seit neuestem einen 3D-Pen für das freihändige Modellieren von Linien und Figuren. Wir haben den Stift zum Test bestellt und ausprobiert, welche Kreativitätsausbrüche in 3D damit möglich sind.
Von Jochen Kleucker
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Nach dem FreeSculpt 3D-Drucker EX1-Basic, den wir vor einiger Zeit genauer unter die Lupe genommen haben, hat Pearl inzwischen den FreeSculpt 3D-Pen Drucker-Stift FX1-free vorgestellt. Mit diesem Stift soll "Drucken in der Luft" möglich sein. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und besorgen uns für einen Test einen solchen Stift. Bei Pearl kostet der Stift 69,90 Euro.

Die eigenen Finger dienen als ModellierungshilfeDie eigenen Finger dienen als Modellierungshilfe. Galerie: Klick aufs Bild! Auch hier ist die Vorfreude wieder groß, aber dieses Mal ist die Skepsis noch viel größer. Malen in der Luft - soll das wirklich funktionieren? Viele Fragen kommen auf: "Wie geht denn das?" und "Kann ich damit dieses und jenes machen?" Vor der Ankunft des Geräts können alle diese Fragen nur mit "keine Ahnung" beantwortet werden. Wir warten gespannt!

Auspacken, Einschalten und Material einlegen

Lieferumfang des 3D-Stifts von PearlLieferumfang des 3D-Stifts von Pearl Nun ist er also in der Redaktion eingetroffen. Ich lasse alles andere stehen und liegen und packe erst einmal den Stift aus. Etwas klobig sieht er schon aus, aber er liegt erstaunlich gut in der Hand. Auch sein Gewicht ist geringer als bei der Größe zu erwarten.

Normalerweise gehöre ich zu den Leuten, die keine Bedienungsanleitungen lesen, ohne das Gerät vorher getestet zu haben - erst recht, wenn überall groß steht: "Bitte vor Betrieb die Anleitung lesen". Doch dieses Mal beachte ich die Reihenfolge, was auch daran liegen könnte, dass das Heftchen nicht sehr umfangreich ist und ich natürlich sämtliche Stellen mit den üblichen Sicherheitshinweisen zu Nicht-Aufschrauben, Heißwerden usw. einfach übergehe. Mir geht es schließlich nur darum: Wie einschalten? Wie mit Material füllen? Und wie male und schreibe ich nun?

Das Innenleben des 3D-StiftsDas Innenleben des 3D-Stifts Alles ist ganz einfach: Stecker in die Steckdose, Knopf zum Heizen drücken und warten, bis die Heiz-LED von Rot auf Blau wechselt, so steht es zumindest in der Bedienungsanleitung. Doch wer so lange warten will, kann warten, bis er schwarz wird. Zumindest an unserem Stift wird diese LED nicht blau, sondern grün, aber das geht dafür relativ schnell: Es dauert nur etwa 2 Minuten und der Stift ist betriebsbereit.

Mit diesem Material entstehen die "Kunstwerke"

Stift mit einer 1-Kilogramm-MaterialspuleStift mit einer 1-Kilogramm-Materialspule Der 3D-Pen verwendet das gleiche Material, welches auch schon der 3D-Drucker von Pearl verarbeitet hat. Dabei handelt es sich z.B. um sogenanntes ABS-Filament: Einen Plasikfaden, den es in verschiedenen Farben gibt. Pearl bietet diesen aufgewickelt auf einer Spule mit einem Gewicht von 1 Kilogramm an. Die normalen Farben kosten dabei jeweils 29,90 Euro, die "Glow-in-the-Dark"-Farben 39,90 Euro.

So wird der Materialfaden in den Stift eingefädeltSo wird der Materialfaden in den Stift eingefädelt Das Befüllen mit Material ist in der Tat sehr leicht: Einfach den Plastikfaden in die entsprechende Öffnung schieben und die Materialvorlauftaste drücken, schon wird der Faden eingezogen und es kann los gehen. Der Stift nutzt übrigens dasselbe Material wie der 3D-Drucker. So habe ich neben dem mitbestellten "Glow-in-the-Dark"-Blau und den kleinen "Probierhappen" des Lieferumfangs auch noch jede Menge rotes Material zur Verfügung.

Auf der folgenden Seite schildern wir dann unsere ersten vorsichtigen Malversuche mit dem 3D-Stift in 2D sowie unseren Vorstoß in die dritte Dimension. Außerdem diskutieren wir die Frage, wer dieses nette Spielzeug wirklich braucht und für was.

3D-Pen von Pearl im Video

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