Alternativ

Alternativen zu Adobe: Günstige und kostenlose PDF-Programme

Konkurrenten punkten mit Funktionen und OpenSource-Architektur
Von dpa / Steffen Herget
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Fummeln verboten: PDF ist das bevorzugte Dateikleid für Dokumente, die von jedem betrachtet werden können, die aber niemand mehr verändern soll. Ob Bedienungsanleitungen, eBooks oder Bewerbungsunterlagen: Dateien im Portable Document Format (PDF) stellen Texte und Grafiken einheitlich auf jedem Computer dar. Weil das Format von Adobe Systems entwickelt wurde, hat sich die Software des Anbieters als Standard etabliert, doch es gibt empfehlenswerte Alternativen.

Der Platzhirsch "Adobe Reader" ist beim Einbetten neuer Funktionen stets einen Schritt voraus. Doch seine Lesesoftware steht im Ruf, die Ressourcen des Rechners unnötig zu belasten und relativ langsam zu starten. Adobe hat daran in den jüngeren Versionen gefeilt. Dennoch holt die Konkurrenz auf.

Foxit Reader hat sich etabliert

Zum ernstzunehmenden Nebenbuhler hat sich der Foxit Reader gemausert. Er benötigt weniger Festplatten- sowie Arbeitsspeicher und öffnet Dokumente sehr fix. Wie Adobes Vorbild kann das Programm inzwischen in PDF-Dateien integrierte Multimedia-Inhalte wie Videos oder Animationen darstellen.

Noch als Geheimtipp gilt der PDF-XChange Viewer. Er sticht vor allem durch Bearbeitungsfunktionen hervor, die sonst eher kostenpflichtige Software aufweist. So lässt er Kommentare, Notizen und Markierungen direkt im Dokument zu.

Diese Betrachter sind ebenso wie der "Adobe Reader" gratis, aber nicht "frei". Dies bedeutet unter anderem, dass die Anbieter keinen Einblick in den Programmcode geben. "Nutzer können nicht überprüfen, ob der Datenschutz respektiert und keine dokumentbezogenen Informationen an den Anbieter gesendet werden", erklärt Hannes Hauswedell von der Free Software Foundation Europe (FSFE) in Berlin. Sie setzt sich für Programme ein, die jedermann weiterentwickeln kann, und hat eine Initiative für freie PDF-Betrachter gestartet.

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