Betrüger-Welle

PayPal: Phishing-Mails auf Rekordhoch

Vor Weihnachten gibt es besonders viele gefälschte PayPal-Mails. Diese Phishing-Nachrichten senden Verbraucher am besten direkt zur Verbaucherzentrale oder an PayPal, ohne der darin enthaltenen Aufforderung nachzukommen.
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Die Welle gefälschter PayPal-Nachrichten hat nach Ein­schätzung der Ver­braucher­zentrale Nordrhein-Westfalen ein neues Rekordhoch erreicht. Auch wenn die oft mit Konten­sperrung drohenden Phishing-Mails offiziell wirkten, teils eine persönliche Anrede enthielten und in flüssigem Deutsch verfasst seien, sollten Nutzer keinesfalls Links anklicken oder Dateianhänge öffnen, warnen die Ver­braucher­schützer. Auch von einer vermeintlich echten E-Mail-Adresse sollte man sich nicht beirren lassen, denn E-Mail-Absender lassen sich leicht fälschen.

Verdächtige E-Mails umgehend weiterleiten

Die Verbraucherzentrale warnt vor falschen Paypal-NachrichtenDie Verbraucherzentrale warnt vor falschen PayPal-Nachrichten Phishing-Mails werden am besten gleich gelöscht. Wer sich nicht sicher ist, kann sich mit der betreffenden Nachricht auch direkt an den PayPal-Kunden­support wenden. Dazu leitet man etwa die komplette Mail inklusive Betreff zur Prüfung an taeuschung@paypal.de weiter oder ruft den Kunden­service unter der kostenlosen Nummer 0800/723 45 00 an.

Außerdem können verdächtige E-Mails an phishing@vz-nrw.de weiter­geleitet werden. Die Ver­braucher­schützer analysieren die Mails unter Anonymisierung der Nutzer­daten und informieren im Informationsdienst Phishing-Radar umgehend über neue Betrugsvarianten.

Durch Inhalt der E-Mail nicht verunsichern lassen

Die Maschen der Betrüger gleichen sich: Sie versuchen, Nutzer mit angeblichen Sperrungen, Ein­schränkungen, Unregel­mäßigkeiten oder Fremd­zugriffen in Angst und Panik zu versetzen und zu un­überlegtem Handeln zu verleiten. Doch wer einen Link anklickt, gelangt auf ebenfalls gefälschte Seiten, auf denen er Benutzer­namen und Passwort für PayPal und teilweise sogar Konto- oder Kredit­karten­nummern eingeben soll.

Alle Daten, die dort eingetragen werden, fallen in die Hände der Betrüger und können missbraucht werden. PayPal selbst versendet niemals E-Mails mit Anmelde-Links und fragt auch keine sensiblen Daten ab. Und wer Anhänge in Phishing-Mails öffnet, riskiert, sich Schadsoftware auf den Rechner zu holen.

Wer doch in die Falle getappt ist, muss sofort reagieren. Falls das noch möglich ist, sollte man das PayPal-Passwort ändern oder den Zugang über einen Anruf beim Kunden­service sperren lassen und auch seine Bank oder sein Kredit­karten­unternehmen informieren. Falls es zu Unregel­mäßigkeiten auf einem Konto kommt, gilt es zudem, Straf­anzeige bei der Polizei zu stellen.

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