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Palm Pre: Konfiguration für mobiles Internet derzeit nicht möglich

Feature soll in künftigen webOS-Versionen nachgerüstet werden

Am kommenden Dienstag beginnt o2 mit dem Verkauf des Palm Pre in Deutschland. Dabei forderte der Münchner Mobilfunk-Netzbetreiber seine Vertriebspartner auf, das neue Palm-Flaggschiff nicht mit Verträgen eines Mitbewerbers zu verkaufen. Ähnlich wie beim Apple iPhone, das mit Vertrag in Deutschland nur bei T-Mobile zu haben ist, hat o2 für das Palm Pre die Exklusiv-Rechte.

Palm Pre

Allerdings verkauft o2 das Smartphone im Gegensatz zum Apple iPhone bei T-Mobile auch ohne Vertrag und vor allem ohne SIM- oder Netzlock. Damit lässt sich das Palm Pre auch mit einer beliebigen anderen SIM-Karte verwenden. Wie berichtet wird das Handy auch im Online-Shop des Discounters simyo angeboten.

Telefonieren und SMS mit beliebiger SIM-Karte möglich

Palm Pre Palm Pre
Foto: Palm
Wie sich im Test der teltarif.de-Redaktion gezeigt hat, bucht sich das Palm Pre auch bei Nutzung einer SIM-Karte von T-Mobile, Vodafone, E-Plus und vistream nach Eingabe der PIN ins Netz ein. Telefonate können ohne Probleme geführt werden und auch der Austausch von SMS-Mitteilungen klappt unabhängig davon, welche SIM-Karte im Palm Pre genutzt wird.

Einschränkungen gibt es dagegen bei der mobilen Internet-Nutzung. Wer sich durch die Menüs des neuen Palm-Handys klickt, wird schnell die Möglichkeit vermissen, den Internet-Zugang für einen beliebigen Netzbetreiber festzulegen. Die Hilfe-Seiten zum Internet-Browser des Palm Pre verraten, dass eine solche Konfigurationsmöglichkeit zumindest vorgesehen ist: Im Telefon-Menü soll es unter den "Einstellungen" den Punkt "Netzwerkeinstellungen aktualisieren" geben. Zur Sicherheit wird im Text "falls verfügbar" angemerkt.

GPRS-Einstellungen lassen sich nicht manuell ändern

Bei unserem Testgerät besteht diese Konfigurationsmöglichkeit nicht und wie die deutsche Palm-Presse-Agentur auf Anfrage erklärte, wird dies auch bei den ab Dienstag offiziell verfügbaren Geräten nicht anders sein. Die Presse-Agentur erklärte weiter, die GPRS-Zugänge aller gängigen Netzbetreiber seien im Betriebssystem gespeichert. Die SIM-Karte werde automatisch erkannt, so dass auch der mobile Internet-Zugang in einem gewünschten Handy-Netz möglich ist. Das zeigte sich auch in unserem Test mit einer T-Mobile-Karte.

Es gibt jedoch Ausnahmen. So lassen sich mit Vodafone-Karten derzeit keine WebSessions nutzen - mit einer Prepaid-Karte des Düsseldorfer Betreibers wäre dies der einzige verfügbare vollwertige Internet-Zugang. Auch der mit BILDmobil zur Verfügung stehende WAP-Zugang wird nicht erkannt, so dass die Online-Verbindung nicht hergestellt werden kann. Nicht zuletzt funktioniert der Online-Zugang für Besitzer einer SIM-Karte des virtuellen Netzbetreibers vistream nicht. Diese werden als eine Karte aus dem E-Plus-Netz erkannt.

webOS sieht eigene Einstellungen für mobiles Internet noch nicht vor

Es handelt sich um keine Einschränkung seitens o2, sondern das webOS-System sieht in seiner jetzigen Version die manuelle GPRS-Einstellung noch nicht vor, wie die Palm-Presse-Agentur erläuterte. Für die meisten Nutzer sollte dies ohne Bedeutung sein. Vor dem Kauf des Palm Pre lohnt es sich aber, zu überprüfen, ob der Internet-Zugang bei der gewünschten SIM-Karte über einen Standard-Zugangspunkt des Netzbetreibers hergestellt wird oder ob besondere Einstellungen zu beachten sind, die derzeit mit dem Palm Pre noch nicht nutzbar sind.

Da der Menüpunkt für die Netzwerk-Konfiguration bereits beschrieben wird, besteht zumindest Hoffnung, dass dieses Manko durch ein Firmware-Update behoben wird. Bis es soweit ist, bleibt Nutzern einer SIM-Karte von Anbietern wie BILDmobil oder solomo nur der Trost, dass zumindest per WLAN der Internet-Zugriff mit dem Palm Pre möglich ist.

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