Verkauf

Apple iPhone 3G S ist schneller als das Palm Pre

Hiesige Interessenten fürs Palm Pre müssen sich noch gedulden
Von Björn Brodersen mit Material von dpa
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Das Apple iPhone 3G S kommt schon in zehn Tagen auf den deutschen Markt. Der Mobilfunkbetreiber T-Mobile hat angekündigt, hierzulande das neue iPhone-Modell ab dem 19. Juni zu verkaufen. Interessenten können sich zurzeit für einen Newsletter mit weiteren Informationen zum Verkaufsstart des Apple iPhone 3G S anmelden bzw. teilweise das Smartphone über die Kundenbetreuung von T-Mobile sogar schon vorbestellen. Das iPhone 3G S mit internem Speicherplatz von 32 GB soll ersten Informationen zufolge 219,95 Euro bei Abschluss eines neuen Vertrags im Mobilfunktarif Complete S kosten. Foto vom Palm PrePalm Pre

Palm Pre

Etwas länger müssen sich wohl diejenigen Handy-Nutzer gedulden, die sich das Konkurrenzmodell Palm Pre zulegen möchten. Zurzeit lesen Interessenten auf der deutschen Palm-Website den Hinweis, dass das Palm Pre "Bald erhältlich" sein werde. Gegenüber teltarif.de sagte ein Pressevertreter von Palm vor Kurzem, dass es noch keine neuen Informationen bezüglich einer Verfügbarkeit des Handhelds in Europa gebe. Spekulationen zufolge soll das Palm Pre in Deutschland über den Münchener Mobilfunkbetreiber o2 verkauft werden.

Somit ist zurzeit auch nicht bekannt, wie teuer das Palm Pre hierzulande sein wird. Als Anhaltspunkt dient lediglich der Betrag von 550 Dollar (397 Euro) bei einem Kauf des Palm Pre ohne Abschluss eines Mobilfunk-Neuvertrags.

Palm feiert Absatzzahl am ersten Verkaufswochenende

Während sich nach dem Verkaufsstart des ersten Apple-Handys etliche Handy-Nutzer ihr iPhone-Modell im Ausland kauften, um zu den ersten Besitzern des Smartphones der Kultmarke zu gehören oder um die Zwangstarifbindung bei T-Mobile zu umgehen, lohnt sich beim Palm Pre ein solcher Kauf im Ausland momentan nicht. Das exklusiv über den amerikanischen Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel vertriebene Gerät unterstützt den in den USA eingesetzten Mobilfunk-Standard CDMA/EV-DO und kann in den hiesigen GSM/UMTS-Netzen nicht fürs Telefonieren oder für mobile Datenübertragungen genutzt werden. Eine beispielsweise für Europa geeignete GSM/UMTS-Variante des Palm Pre hat Palm allerdings schon vor längerer Zeit angekündigt. Foto vom Apple iPhone 3G SApple iPhone 3G S

Das unter dem neuen Betriebssystem webOS laufende Palm Pre des Smartphone-Spezialisten wird in der Branche allgemein als ein starker iPhone-Konkurrent gesehen. Das Gerät, das bereits mit vielen Vorschuss-Lorbeeren bedacht wurde, war am vergangenen Wochenende in den USA an den Start gegangen. Als Vorteil des Palm Pre zählt unter anderem, dass sich anders als bislang beim Apple iPhone mehrere Programme gleichzeitig nutzen lassen und zum Schreiben neben einer virtuellen auch eine Hardware-Tastatur vorhanden ist. Weiterer Pluspunkt für das Palm Pre ist die Integration von Social-Network-Diensten wie Facebook oder von Netzdiensten wie Google Kalender. Zum Start kann das Palm Pre allerdings längst nicht mit der Masse an Anwendungen mithalten, die Apple in seinem AppStore anbietet. Palm setzt übrigens bei der Daten-Synchronisation auf Apples iTunes (wir berichteten).

Am ersten Verkaufswochenende des Palm Pre in den USA sollen nach Schätzungen von Marktbeobachtern zwischen 50 000 und 100 000 Stück des Smartphone-Modells über die Ladentische von Sprint Nextel gegangen sein. Während der Hersteller die Absatzzahl und die jetzt zu erwartenden Wartezeiten für interessierte Käufer als Erfolg feierte, sprechen Kritiker von vergleichsweise kleinen Lagerbeständen. Zum Vergleich: Das Apple iPhone 3G verkaufte sich über eine Million Mal in den ersten drei Verkaufstagen.

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