Paket-Versand

Für Pakete & Pizza-Lieferungen: Hermes, UPS & Co. planen gemeinsame Paketbox

Die Zustelldienste GLS, Hermes, UPS und DPD planen Berichten zufolge eine gemeinsame Paketbox, die ähnlich wie der DHL Paket­kasten funktionieren soll. Die Box soll sich mittels PIN und TAN öffnen lassen und von einer neutralen Firma verwaltet werden. Wir haben die Details zum neuen Projekt.
Von Rita Deutschbein
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Alles möglichst schnell erhalten, ohne lange Wege oder Schlangestehen bei der Post – Online-Besteller sind anspruchsvoll. Auf dem heiß umkämpften Markt müssen sich Paket-Dienste immer neue Methoden einfallen lassen, um Kunden an sich zu binden. Die DHL hat vor wenigen Monaten den sogenannten Paketkasten gestartet, der wie ein Briefkasten funktioniert, aber Platz für Pakete bietet. Zusteller können Päckchen und Pakete in den DHL Paketkasten abliefern und Nutzer haben auch die Möglichkeit, Retouren oder andere bereits vorfrankierte Sendungen zu versenden. Eine Bestellung des Paketkastens ist über die DHL-Webseite möglich. In Zusammenarbeit mit der Telekom startet die DHL im Januar zudem ein Pilotprojekt speziell für Zalando-Lieferungen. Der sogenannte PaketButler wird zunächst in Berlin ausprobiert und könnte bei erfolgreichem Versuch auch für Warensendungen anderer Shops angeboten werden.

Für Pakete & Pizza-Lieferungen: GLS, Hermes, UPS und DPD planen gemeinsame PaketboxDHL Paketkasten könnte bald Konkurrenz bekommen Der DHL Paketkasten ist ein Projekt der Deutschen Post und nur für diesen Dienstleister vorgesehen. Andere Zustelldienste blieben bislang außen vor. Dies soll sich nun ändern: Die vier Versanddienstleister GLS, Hermes, UPS und DPD haben die Pläne für eine gemeinsame Paketbox mitgeteilt, die ähnlich wie der DHL Paketkasten funktionieren soll. Das berichtet die Welt am Sonntag.

Sicherheit durch wechselnde Codes

Der Zugang zu den Paketboxen soll nicht wie beim DHL Paketkasten mittels Schlüsselchip, sondern via PIN und einer TAN ermöglicht werden - ähnlich wie beim Online-Banking. So soll gewährleistet werden, dass nur Berechtigte mit dieser sich stetig ändernden Kombination Zugriff auf die Box haben. Pakete können so auch ausgeliefert werden, wenn der Empfänger nicht zuhause ist - und das von allen Zustellern. Zudem kann die Kombination für den Zugriff auf die Box auch an Boten – beispielsweise Pizzadienste oder Brötchenlieferanten - weitergegeben werden, die ihre Lieferung dann in der Box abgeben können. Auch Retouren-Sendungen sollen sich direkt über die Paketbox aufgeben lassen.

Laut Informationen der Welt am Sonntag sind die Entwicklungsarbeiten für die Paketbox bereits weit vorangeschritten. Man arbeite derzeit an der Sicherheit und teste verschiedene Einbruchsszenarien. Dafür versuchen Hacker das Schließsystem mittels verschiedenen Code-Kombinationen zu knacken und die Box zu überlisten. Die Entwicklung eines einheitlichen und gleichzeitig sicheren Systems sei nicht ganz einfach, ließ Hermes verlauten. "Wir unterstützen eine gemeinsame Lösung. Ende des Jahres sollten wir ein Modell präsentieren können", so Hanjo Schneider, Europa-Chef von Hermes, gegenüber der Welt am Sonntag.

Eine neutrale Gesellschaft, die nach jetzigem Stand Unibox heißen könnte, soll den Zugang zur Box verwalten. Die Firma muss dem Paketzusteller nach der Bestellung des Kunden eine Zahlen-Buchstaben-Kombination zukommen lassen, mit deren Hilfe er die Paketbox öffnen kann. Zudem informiert Unibox den Zusteller darüber, ob die Box des Kunden überhaupt frei ist. Ob sich eine Lieferung in der Box befindet, erfahren Kunden mittels SMS oder E-Mail.

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