APP-Test

Aktuelle Outlook-App für iOS im Check

Mit Outlook for iOS hat Microsoft Anfang 2015 seinen kostenfreien Mail-Client für das iPhone und iPad veröffentlicht. Wir haben uns die aktuelle Version 1.1.1 genauer angesehen und die neuen Features getestet. Lohnt sich der App-Download?
Von Daniel Rottinger
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Im Changelog der aktuellen Outlook-Version verspricht Microsoft Verbesserungen bei der Organisation von E-Mails innerhalb eines Konzerns und der Lokalisierung. Zudem biete die aktualisierte App eine Funktion, die letzte E-Mail-Aktion rückgängig zu machen. Wir haben die Outlook-App 1.1.1 sowohl mit iOS-Version 8.1.1 und 8.2 auf dem iPhone 6 Plus getestet.

Übersichtliche Inbox

Outlook for iOSDie Version 1.1.1 von Outlook for iOS bringt neue Features. Nach der erstmaligen Einrichtung des E-Mail-Kontos - es stehen neben gängigen Webmail-Anbietern wie Yahoo und G-Mail auch ein benutzerdefiniertes SMTP-Postfach zur Wahl - fällt die "Fokus"-Funktion der App ins Auge. Dieses Feature soll für eine verbesserte Übersicht des Posteingangs sorgen und dem Nutzer eine "Zero"-Inbox ermöglichen: Dazu sortiert der Algorithmus eingehende E-Mails vor und zeigt nur wichtige Nachrichten auf der Startseite an. Alle anderen Mails werden unter Sonstige abgelegt. Die Priorisierung macht die App daran fest, ob bereits eine Konversation mit der Person stattgefunden hat. Im Test konnte das Feature überzeugen und verspricht auch im Alltag eine ordentliche Zeitersparnis.

Undo-Feature: derzeit kaum nutzbar

Outlook-CloudDateien können einfach per Cloud-Anbindung in einen Online-Speicher transferiert werden. Anwender die gerne, manuell für Ordnung sorgen, können zudem per Wisch-Geste ausgewählte Elemente ins Archiv verschieben. Seit dem jüngsten Update informiert die App, durch einen kurz aufploppenden Info-Balken wenn eine Nachricht (versehentlich) archiviert wurde. Der Nutzer muss jetzt innerhalb weniger Sekunden entscheiden, ob die Aktion rückgängig gemacht werden soll. Allerdings verschwindet die Meldung derart schnell, dass sie derzeit kaum nutzbar ist. Wir würden uns daher für kommende Versionen ein benutzerfreundlicheres Zeitfenster wünschen.

Online-Speicher-Anbindung inklusive

Um neben reinen Text auch Bilder und anderen Medien unkompliziert zu versenden, bietet die App eine Anbindung zu den gängigen Cloud-Diensten an. So stehen neben dem Microsoft eigenen "One Drive"-Speicher, auch Google Drive, Dropbox und der Anbieter Box zur Wahl. Nach einmaligem Login können fortan Bilder & Co. aus der Cloud als Anhang versendet, oder Dateien vom Smartphone einfach hochgeladen werden. Dadurch lassen sich auch große Datenmengen per Mail teilen ohne, dass diese lokal auf dem Smartphone gespeichert sind.

Geo-Position als Bild

Ein weiteres Feature, welches sich im Test als nützlich erwiesen hat, ist die Standort-Übermittlung per E-Mail. Akzeptiert der Nutzer die Weitergabe seiner aktuellen Postion, erzeugt Outlook auf Wunsch eine Standort-Karte und ergänzt diese automatisch um die Anschrift. Auslandsreisende können ihren Angehörigen so neben eindrucksvollen Urlaubsfotos auch die passende Orts-Informationen zur Sehenswürdigkeit schicken.

Sprechen Sie Deutsch?

Outlook for iOSDas neue "Undo"-Feature präsentiert sich im Test als unausgereift. Die Outlook-App steht laut der App-Store-Beschreibung in über 30 Sprachen zum Download bereit. Allerdings haben die Entwickler auch in der aktuellen Version auf die Lokalisierung der Hilfefunktion verzichtet. Dies stellt ein echtes Manko dar, da diese Informationen somit nur in englischer Sprache verfügbar sind. Glücklicherweise ist die App so intuitiv gestaltet, dass Nutzer nur selten die Hilfe konsultieren müssen.

Fazit: Die Outlook App für iPhone präsentiert sich im Test als performant und benutzerfreundlich. E-Mails lassen sich einfach verwalten und Microsoft kommt seinem Ziel der "Zero-Mail-Inbox" sehr nahe. Neben dem unausgegorenen Undo-Feature, fällt vor allem die fehlende Übersetzung der Hilfeseiten negativ ins Gewicht.

Die Outlook-App kostenfrei aus dem App-Store herunterladen.

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