Kundenfreundlich

Vodafone-Discounter otelo sperrt Sondernummern automatisch

Sperre kann auf Kundenwunsch jedoch aufgehoben werden
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Der Vodafone-Discounter otelo hat angekündigt, ab sofort alle neu aktivierten Prepaid-Karten mit einer Sperre für die Anwahl von Sonderrufnummern zu versehen. Damit will das Unternehmen vor allem Jugendliche vor der - unter Umständen auch versehentlichen - Anwahl teurer Mehrwertdienste schützen, wie otelo gegenüber seinen Fachhändlern mitteilte.

Darüber hinaus will der Discounter auf diesem Weg verhindern, dass das Startguthaben von Prepaid-Karten durch die Anwahl von Premium-Diensten wie Rufnummern mit der Vorwahl 0900 abtelefoniert wird. In der Vergangenheit hat der Netzbetreiber offenbar schlechte Erfahrungen mit Kunden gemacht, die möglicherweise selbst eine entsprechende Premium-Nummer geschaltet haben und das Startguthaben zur Anwahl dieser Nummern verwendet haben.

Nach Vodafone-Angaben betrifft die Sperre Premium-SMS-Nummern, Rufnummern mit der Vorwahl 0900, Auskunftsdienste und Vermittlungsdienste, die im Rufnummernbereich 1188xy arbeiten sowie Telefonnummern mit den Vorwahlen 01371 bis 01379. Diese werden in der Regel für Televoting, Gewinnspiele und ähnliche Angebote verwendet.

Nicht alle Sondernummern werden gesperrt

otelo sperrt Sonderrufnummernotelo sperrt Sonderrufnummern Es gibt allerdings auch Ausnahmen bei der Sperre. So sperrt der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber von ihm selbst betriebene Sonderrufnummern nicht. Auch Telefonnummern aus dem Vorwahlbereich 0180 sind von der Einschränkung nicht betroffen. Zudem gilt die Änderung nur für SIM-Karten im aktuellen otelo-Design.

Wer noch ein älteres Starterset erwischt, kann weiterhin beliebige Telefonnummern anrufen, wenn mindestens 9 Euro Guthaben aufgeladen wurden. Ohne diese Guthaben-Aufladungen sind bei älteren SIM-Karten die gleichen Rufnummernbereiche wie bei neuen Startersets gesperrt. Zusätzlich sind bei diesen Betreiberkarten auch keine Buchungen von Tarif-Optionen und Anrufe zu Rufnummern aus dem Vorwahlbereich 0180 möglich.

Blockierung kann über die Kundenbetreuung aufgehoben werden

Wie der zweitgrößte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber weiter erklärte, haben die Kunden die Möglichkeit, die Einschränkung aufheben zu lassen. Dazu genügt nach Vodafone-Angaben ein Anruf bei der telefonischen Kundenbetreuung. Kosten fallen für die Umstellung nicht an.

otelo bietet auf Prepaid-Basis einen grundgebührfreien 9-Cent-Einheitstarif, einen Smartphone-Tarif und eine Allnet-Flatrate an. Dazu sind verschiedene Optionen buchbar. Zur IFA im September stellte der Discounter darüber hinaus drei Postpaid-Allnet-Flatrates vor, bei denen auch der mobile Internet-Zugang sowie - in den höherwertigen Tarifen - auch der SMS-Versand inklusive ist.

In einer weiteren Meldung finden Sie Details zum Relaunch von otelo.

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