Themenspecial Reise und Roaming Ende

otelo: Roaming-Daten-Option nicht mehr verfügbar

otelo hat seine Roaming-Daten-Option abgeschafft. Wir berichten über die neuen Preise für die Internet-Nutzung im Ausland und auch über die Regelungen einiger Mitbewerber für die Handy-Nutzung im Ausland.
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otelo schafft Roaming-Option abotelo schafft Roaming-Option ab Eigentlich soll die EU-Regulierung für günstigere Mobilfunk-Kosten im europäischen Ausland sorgen. Derzeit kommt es aber zumindest bei einigen Anbietern auch zu Verschlechterungen. So berichtet das Onlinemagazin inside-handy unter Berufung auf SMS, die der Mobilfunk-Discounter otelo an seine Kunden verschickt, die Vodafone-Tochter biete ihre bisherige Tarifoption für die Internet-Nutzung im Ausland nicht mehr an. Ist das wirklich eine Verschlechterung? Nicht unbedingt. Wir zeigen die Sitation bei der Vodafone-Marke auf.

Dem Bericht zufolge heißt es in der Kurzmitteilung, die otelo an betroffene Kunden verschickt, die bisherige EU-Roaming-Option sei "nicht mehr erforderlich und buchbar". Mit der Option hatten die Nutzer die Möglichkeit, ein Datenpaket mit 100 MB Inklusivvolumen für die Nutzung im Ausland zu bekommen. Dieses Feature war für 4,99 Euro erhältlich. Unter dem Strich konnten die Kunden demnach für rechnerisch knapp 5 Cent je übertragenem Megabyte im Ausland online gehen.

Allerdings trifft diese Neuerung zumindest im Prepaid-Bereich nur Kunden, die ausschließlich ein spezielles Roaming-Datenpaket buchen möchten, denn zum 30. April hat der Discounter seine innerdeutschen Optionen auch im EU-Ausland zugänglich gemacht, wie wir in einer weiteren Meldung bereits berichtet haben. Das dürfte für die Mehrheit der Kunden eine bessere Lösung als die Erfordernis einer eigenständigen Datenoption für die Auslandsnutzung sein. Eine Kostenfalle gibt es im Ausland indes nicht, denn der SMS zufolge, die der Discounter an seine Kunden verschickt, ist die Datennutzung außerhalb des deutschen Vodafone-Netzes ohne gebuchte innerdeutsche Option gar nicht erst möglich. Anders sieht es bei otelo Postpaid aus. Hier surfen die Kunden nun mit 5,95 Cent je übertragenem Megabyte. Recherich ist das eine Verschlechterung gegenüber der bisherigen Option, denn 100 MB schlagen nun mit 5,95 Euro statt der bisherigen 4,99 Euro zu Buche.

congstar bleibt bei Auslands-Option

Der Mitbewerber congstar hat hingegen seine Auslands-Surfpakete speziell für die Nutzung in den Ländern der Europäischen Union aufgewertet. So bietet der Tagespass für 2,90 Euro nun 100 MB anstatt der früheren 50 MB Inklusivvolumen. Kunden, die den Wochenpass für 9,90 Euro wählen, erhalten nun 200 MB Datenvolumen. Bislang waren nur 100 MB enthalten. Dafür können congstar-Kunden ihre innerdeutschen Tarife weiterhin nicht ins Ausland mitnehmen. Das ist unter dem Strich die gegenüber otelo schlechtere Lösung.

Allerdings gibt es auch andere Beispiele für Veränderungen bei Roaming-Tarifen, die für die Kunden wenig erfreulich sind. So bietet die All-inclusive-Option der Deutschen Telekom für Neukunden seit 19. April im Ausland anstelle eine Sprach- und SMS-Flatrate nur noch je 1000 Inklusivminuten und -SMS pro Monat. Dafür ist diese Option in den aktuellen MagentaMobil-Tarifen bereits enthalten. Bislang musste sie separat gebucht werden. Vodafone hat die Schweiz aus der EU-Tarifzone entfernt. Dafür können die Kunden ihre Dreifach-Flatrate für Telefonate, SMS und Daten ebenfalls ohne Aufpreis im EU-Ausland nutzen.

Weitere Details zur Mobilfunk- und Internet-Nutzung im Ausland haben wir in unserem Roaming-Ratgeber zusammengefasst. Hier finden sich neben Informationen zum regulierten EU-Tarif auch Details zu Optionen der Netzbetreiber und Discounter sowie länderspezifische Hinweise zu den wichtigsten Urlaubsdestinationen.

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