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iPhone und iPad: Kostenlose VPN-App von Opera im Test

Wir haben die kostenlose Opera-VPN-App für iPhone und iPad einem kurzen Test unterzogen. So konnten wir unter anderem Inhalte nutzen, die eigentlich nur für Kunden in den USA bestimmt sind.

Opera VPN am iPhone SE getestet Opera VPN am iPhone SE getestet
Foto: teltarif.de
Opera gehört zu den nicht ganz so intensiv genutzten Internet-Browsern. Der Anbieter will sich vor allem durch Features abheben, die es bei Mitbewerbern nicht gibt. Das war beispielsweise schon vor Jahren ein zwischengeschalteter Proxy-Server, der die übertragene Datenmenge reduziert. Das freut nicht nur Nutzer eines volumenbasiert abgerechneten Tarifs, sondern auch Anwender, die nur einen langsamen Internet-Zugang - etwa über GPRS oder EDGE - zur Verfügung haben, denn die Datenkompression sorgt auch für schnellere Ladezeiten.

Für den Desktop bietet Opera seit kurzem auch eine kostenlose VPN-Lösung an. Jetzt ist diese auch mobil verfügbar. Die Opera-VPN-App ist im AppStore von Apple verfügbar und kann so auf iPhone, iPad und iPod touch genutzt werden. Dabei bewirbt Opera auch ganz offen die Möglichkeit, auf Inhalte zuzugreifen, die mit der eigenen IP-Adresse eigentlich nicht zugänglich wären. Wer kennt nicht die YouTube-Hinweise zu Musikvideos, die aus rechtlichen Gründen in Deutschland nicht verfügbar sind, um nur ein Beispiel zu nennen?

Opera VPN auf dem iPhone SE ausprobiert

Opera VPN am iPhone SE getestet Opera VPN am iPhone SE getestet
Foto: teltarif.de
Wir haben die Gratis-App von Opera auf dem iPhone SE installiert und einem kurzen Test unterzogen. Dabei wurde - wie bei allen VPN-Lösungen unter iOS - zunächst ein entsprechendes Profil in den Systemeinstellungen ergänzt. Danach besteht die Möglichkeit, zwischen den angebotenen Ländern für das VPN zu wählen. Zur Auswahl stehen Kanada, Deutschland, die Niederlande, Singapur und die USA. Alternativ können die Kunden auch die "nächstgelegene Region automatisch auswählen" lassen.

Fünf Länder zur Auswahl Fünf Länder zur Auswahl
Foto: teltarif.de
Für den Test haben wir uns mit dem Server mit der amerikanischen IP-Adresse verbunden. Dabei wurde die eigentliche Online-Verbindung über einen VDSL-25-Anschluss der Deutschen Telekom hergestellt. Mit dem Opera-Netz waren wir innerhalb von ein bis zwei Sekunden verbunden. Das wurde in der App und auch am oberen Display-Rand des iPhone SE angezeigt. In dieser Statusleiste ist jeweils der Schriftzug "VPN" zu sehen, wenn eine Verbindung zu einem solchen Server besteht. Im Anschluss haben wir unsere IP-Adresse abgefragt. Diese stammte tatsächlich aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Während viele - auch kostenpflichtige - VPN-Lösungen massiv die Geschwindigkeit des Internet-Zugangs ausbremsen, war das bei Opera zumindest während unseres Tests nicht der Fall. So kamen wir im Speedtest auf etwas mehr als 20 MBit/s im Downstream (ohne VPN 23 MBit/s) und 4 MBit/s im Upstream (ohne VPN 4,7 MBit/s). Einen deutlichen Unterschied gab es dagegen bei den Ansprechzeiten. Lagen diese ohne VPN-Verbindung bei 21 ms, so kamen wir bei Nutzung des Opera-Servers auf nur noch 192 ms.

US-Inhalte in Deutschland zugänglich

Wir sind tatsächlich mit einer amerikanischen IP-Adresse online Wir sind tatsächlich mit einer amerikanischen IP-Adresse online
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Während aufgrund der höhen Pingzeiten beim Surfen über den Opera-Server keine echte Freude aufkommt, ist der Dienst gut geeignet, um Inhalte wiederzugeben, die normalerweise Nutzern in den USA vorbehalten sind. Wir haben dies mit YouTube Music und Pandora getestet. Beide Dienste laufen bei Nutzung des VPN einwandfrei. Dabei bleibt die Verbindung auch über einen längeren Zeitraum stabil, was ebenfalls nicht selbstverständlich ist - schon gar nicht bei einem für den Anwender kostenlosen Dienst.

Wer mit einer IP-Adresse aus einem der Länder online gehen möchte, die von Opera unterstützt werden, sollte sich die App zumindest einmal ansehen. Erstaunlich sind die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten, die trotz Proxy-Server erreicht werden. Dazu sind die Verbindungen sehr stabil. Einziger Wermutstropfen sind die sehr hohen Pingzeiten, die eher an eine EDGE-Verbindung im Mobilfunknetz und weniger an VDSL erinnern.

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