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Opera Max: Die neue App zur Mobilen Daten-Komprimierung im Kurz-Test

Dienste wie YouTube und Instagram verbrauchen oftmals viel Datenvolumen, da Bilder oder Videos von den Internetseiten oftmals nicht komprimiert werden. Der neue mobile Browser von Opera, Opera Max, soll hier Abhilfe schaffen. Wir haben die Beta-Version getestet.
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Um die norwegische Software-Schmiede Opera, vor allem bekannt durch die verschiedenen Varianten des Opera-Browsers , ist es in letzter Zeit etwas still geworden. Jetzt meldet sich das Unternehmen mit einer neuen App für Android zurück. Bei Opera Max handelt es sich um eine Anwendung, welches dem Nutzer helfen soll, den Verbrauch der mobilen Daten deutlich zu reduzieren. Erreicht werden soll dies dadurch, dass die Anwendung primär Bilder und Videos komprimiert.

Dies ist insofern recht interessant, da die meisten der sogenannten Internet-Flatrates ein monatliches Daten-Volumen von 300 MB bis zu 1 GB enthalten, welches gerade bei intensiver Nutzung von Diensten wie YouTube oder Instagram recht schnell aufgebraucht ist.

Wir haben Opera Max auf einem Android-Gerät installiert und zeigen Ihnen in einem kurzen Test, ob es sich lohnt die App zu nutzen. Allerdings sollten alle Interessenten bedenken, dass es sich bei der vorliegenden Version von Opera Max noch um eine Beta-Version handelt.

So funktioniert Opera Max

Die tägliche Übersicht zum Datenverbrauch in Opera MaxDie tägliche Übersicht zum Datenverbrauch in Opera Max Nach dem Start von Opera Max baut die Anwendung ein sogenanntes Virtual Private Network zwischen dem Android-Gerät und den Opera-Servern auf. Über dieses VPN wird die komplette Kommunikation zwischen Apps und Internet geleitet, wobei die angeforderten Daten direkt auf den Servern von Opera komprimiert werden. Allerdings ist dies nur bei ungesicherten Verbindungen möglich, sodass eine mit HTTPS verschlüsselte Kommunikation nicht von Opera Max erfasst wird. Dadurch kann zum Beispiel bei der Nutzung von Facebook keine Ersparnis erzielt werden.

Bei unserem kurzen Test fällt auf, dass eine Einsparung tatsächlich bei solchen Diensten erzielt wird, welche primär Bilder oder Videos enthalten. Auch scheint es so, dass zumindest aus subjektiver Sicht, die Ladezeiten etwas verkürzt sind. Dies ist insofern verständlich, da auch weniger Daten übertragen werden müssen.

Neben der Daten-Komprimierung bietet Opera Max auch noch umfangreiche Statistiken zum Daten-Verbrauch an. So erhält der Nutzer genaue Angaben darüber, wann welche App auf das Internet zugegriffen hat und wie viele Daten dabei verbraucht wurden. Damit können eventuell auch solche Anwendungen beziehungsweise Dienste als Verbraucher identifiziert werden, die man sonst eher nicht auf der Rechnung hat.

Fazit

Mit Opera Max kann man eine VPN-Verbindung nutzenMit Opera Max kann man eine VPN-Verbindung nutzen Man merkt, dass Opera bereits über ein gehöriges Maß an Erfahrung im Bereich der Daten-Komprimierung verfügt, da bereits der Internet-Browser Opera Mini über eine integrierte Daten-Komprimierung verfügte. So macht bereits die erste Beta-Version einen recht soliden Eindruck, die App funktionierte ohne Probleme. Allerdings scheint es, dass Opera Max auf verschiedenen Geräten den Akku unterschiedlich stark belastet. Hier bleibt abzuwarten, wie sie die Anwendung im Laufe der Zeit entwickeln wird.

Generell kann Opera Max all jenen Nutzern empfohlen werden, die häufig Dienste wie Youtube oder Instagram nutzen, da sich hier wirklich einiges an mobilen Daten-Volumen sparen lässt.

Alle Interessenten sollten jedoch bitte noch einen Punkt bedenken, nämlich den Datenschutz. Da jeglicher Daten-Austausch zwischen Apps und Internet über die Server von Opera geleitet wird, besteht hier zumindest theoretisch die Möglichkeit für Dritte, an diese Daten zu gelangen.

Die App steht kostenlos im Google Play Store [Link entfernt] zum Download bereit und setzt mindestens Android 4.0 voraus. In unserem Ratgeber sagen wir Ihnen, was Sie noch beim mobilen Surfen im Internet beachten sollten.

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