Alarm

Vielen Onlinehändlern droht wohl die Insolvenz

Aufgrund einer Umfrage wähnt der BVOH den Internethandel in Gefahr und fordert Änderungen durch den Gesetzgeber. Aber warum?
Von Daniel Profit
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Onlinehandel laut BVOH in GefahrOnlinehandel laut BVOH in Gefahr Aufgrund einer Umfrage stuft der Bundesverband Onlinehandel e.V. den Internethandel in Europa als gefährdet ein und nennt kleine und mittelgroße Händler als Opfer von teilweise illegalen Vertriebs­beschränkungen von Herstellern und Marken­inhabern. Diesen droht offenbar die Insolvenz.

In einer europaweiten Umfrage, die von der Initiative Choice in eCommerce - der Initiative für Vielfalt und Innovation im Onlinehandel - im Auftrag des BVOH mit circa 7000 Händlern durchgeführt wurde, wurde laut dem BVOH-Präsident Oliver Prothmann bekannt, dass Verbraucher durch Vertriebs­beschränkungen seitens Hersteller und Markeninhabern oft mehr als nötig für Produkte bezahlen müssten, da ein funktionierender Wettbewerb ausbleibt. Der Schaden liege, so Prothman, im Bereich von Milliarden und hätte bereits Mitarbeitern von mehr als 10 000 Unternehmen den Arbeitsplatz gekostet.

Unter genannten Herstellern auch große Namen aus allen Branchen

Den Initiatoren der Umfrage zufolge, hätten Händler im Internet nicht nur mit dem grenz­über­schreitenden Warenverkehr zu kämpfen, sondern wären auch mit annähernd 2000 Marken und Herstellern aus allen Branchen konfrontiert, die den Handel im Internet untersagen oder zumindest behindern würden. Dies würde etwa durch Markt­platz­verbote, unzulässige Preisvorgaben oder anderen Nachteile wie etwa schlechterem Kundenservice bei Produkten, die im Internet gekauft worden sind, geschehen. In der Liste der Marken, welche Beschränkungen ausüben, finden sich teilweise Namen mit hoher Reputation aus der Tele­kommunikations- und Internet­branche wie zum Beispiel Samsung, Apple oder Amazon.

BVOH fordert Änderungen durch Gesetzgeber

Als Reaktion auf die Ergebnisse der Umfrage forderte der Präsident des BVOH den Gesetzgeber zu schnellen Änderungen auf. In einem an alle Bundes­tagsab­geordneten persönlich adressierten Brief wurden laut Pressemitteilung die gewonnenen Kenntnisse erklärt und versucht, die "Folgen der Hersteller­beschränkungen" stärker ins Bewusstsein zu rufen.

Die vollständigen Ergebnisse sind auf der Aktionsseite der Initiative Choice in eCommerce einsehbar.

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