Musik

Musik ohne DRM im Internet: Onlineshops im Test

Die fünf großen Musik-Anbieter in Deutschland im Vergleich
Von Rainhold Birgmann
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In letzter Zeit hat sich der Online-Handel mit Musik massiv gewandelt. Viele große Anbieter haben begonnen, ihr Sortiment von kopiergeschützten WMA-Dateien auf einfache MP3-Dateien umzustellen. Diese sind ohne Kopierschutz ausgestattet und können auf einer Vielzahl von Playern und faktisch allen aktuellen Computern abgespielt werden. Noch ist die Umstellung nicht vollkommen abgeschlossen, jedoch sind die meisten Lieder und Alben im MP3-Format verfügbar. Oft rentiert es sich auch preislich, die Musik online zu kaufen. Einzelne Songs gibt es meist für etwa einen Euro, Musikalben bekannter Künstler sind für etwa 10 Euro zu kaufen. Das Sortiment der großen Anbieter schließt aber auch Sammlungen ein, die mehrere hundert Euro kosten können. Im Verhältnis zum CD-Kauf ist aber auch das ein guter Preis.

Online-Musik-Shops im kurzen Test

teltarif.de hat fünf in Deutschland aktive Anbieter getestet. Mit Ausnahme von iTunes funktionieren die Dienste von mp3.de, Amazon, Musicload [Link entfernt] und Saturn grundsätzlich ähnlich. In einem Online-Shop können die Konsumenten nach Liedern oder Alben suchen. Wenn das gewünschte Lied gefunden wurde, kann es in einem 30 Sekunden langen Preview probegehört werden. Bei Gefallen legt es der Konsument in seinen virtuellen Einkaufskorb und geht zur Kasse. Nach Abschluss der Bezahlung startet dann der Download der Lieder entweder automatisch oder kann manuell gestartet werden. Beim Kauf mehrerer Lieder bieten die Händler manchmal Hilfstools an. Im Fall von Amazon muss diese sogar genutzt werden. Letztendlich erhält der Konsument aber auch hier gewöhnliche MP3-Dateien.

Bei iTunes Software-Installation vorausgesetzt

Einzig iTunes von Apple geht einen anderen Weg. Dort ist der Shop in das kostenlose iTunes-Programm integriert, welches auf dem Rechner installiert sein muss. Zwar verzichtet auch iTunes seit kurzem völlig auf einen Kopierschutz, jedoch wird mit dem AAC-Format gearbeitet, was weniger verbreitet ist und heute vor allem bei den iPods zum Einsatz kommt. Viele MP3-Player beherrschen das Format jedoch nicht. Es ist jedoch einfach möglich, Dateien aus dem AAC-Format in MP3 zu konvertieren. Dafür existieren kostenlose Tools, die man aus dem Web herunterladen kann und auch iTunes bietet diese Funktion. Da sowohl AAC als auch MP3 komprimierte Formate sind, kann die Konvertierung allerdings zu einem Qualitätsverlust führen. Als Service bietet iTunes die Möglichkeit, mit Kopierschutz versehene Songs für 30 Cent pro Stück in eine Version ohne Kopierschutz zu tauschen. Die Qualität der zum Test gekauften Dateien ist durch die Bank hoch. Dazu sollte man Bitraten bei MP3-Dateien nicht unter 192 kBit/s wählen.

Warum sich der Preisvergleich lohnen kann und einen Überblick über allen getesteten Online-Musik-Shops lesen Sie auf der nächsten Seite.

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