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Telekom stellt Online-Banking Angebot ein

Vorgeschlagene Alternative nicht für jedermann interessant
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Die Deutsche Telekom kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Neben der aktuellen Diskussion um gebremste Datenmengen werden wieder einmal bei langjährigen treuen Kunden durchaus populäre und liebgewonnene Dienste, welche andere Anbieter nicht haben oder hatten, nahezu ohne Vorwarnung eingestellt oder abgeschaltet.

Nach dem gerade für Kleinunter­nehmer wichtigen Produkt "Parallelruf", das ersatzlos aufgegeben wurde und den von langjährigen Internetnutzern gerne genutzten T-Online-Newsgroups-Service (wer Newsgroups weiter nutzen möchte, braucht jetzt einen Dritt-Anbieter) legt Telekom / T-Online jetzt Axt an das lange Jahre gepflegte Software­produkt "T-Online Banking", bietet aber immerhin den Umstieg zu einem Alternativprodukt eines "Partners" an.

Telekom GebäudeTelekom stellt Online-Banking Angebot ein T-Online Banking gehörte ursprünglich zum speziell von T-Online angebotenen Zugangssoftware-Paket, das seine Wurzeln im längst abgeschalteten Btx-Dienst hatte. Dieser Btx-Dienst basierte auf einem eigenen geschlossenen System, das es erlaubte, private und öffentliche Nachrichten auszutauschen und Informations­inhalte zu verbreiten, mit der gleichzeitigen Möglichkeit, pro abgerufener Informations­seite Geld einzunehmen und nach Abzug von Provisionen an die Inhalte-Anbieter weiterzuleiten.

Bekanntlich setzte sich das offene Internet mit der Zeit dann doch durch, T-Online öffnete sich dem offenen Internet, die T-Online Zugangssoftware wurde spätestens mit dem Start von Windows 95 und seinen Nachfolgern immer überflüssiger. Der Btx wurde schließlich komplett eingestellt.

Banken verzögerten Abschaltung des Btx-Dienstes

Doch eine Nutzergruppe verzögerte die Abschaltung des Btx-Dienstes immer wieder bis zur aller­letzten Minute, das waren die Banken. Online-Banking per Btx war bei den Banken sehr beliebt, denn es war abgeschottet und bot damit wenig Angriffs­möglich­keiten von außen und war weltweit gesehen ziemlich einmalig. Das von der Karlsruher Firma Fun Communications entwickelte Online-Banking-Programm wurde in die Nach-Btx-Ära hinüber gerettet und auf das freie Internet aufgesetzt, brauchte aber zunächst die T-Online Zugangs­software, um mit dem Internet und damit den Banken kommunizieren zu können.

Erst die Version 6.0 wurde in einer Standalone Version 7.0 herausgelöst und konnte sich über jede Internet-Verbindung direkt mit den Bank­servern verbinden, nicht ohne vorher zu prüfen, ob der Kunde eine E-Mail-Adresse und ein Zugangs­konto bei Telekom / T-Online hatte. Das Programm war für Telekom / T-Online-Kunden immer kostenlos nutzbar und erlaubte die Verwaltung von Bank­konten bei den meisten Banken und Sparkassen, darüber­hinaus konnten auch "Konten" bei eBay, Payback, Bonus Punkte der Deutschen Bahn, Bonus-Meilen der Lufthansa und sogar Vodafone Star Punkte damit verwaltet werden.

Überweisungen wurden offline eingetippt, dann ging das Programm online, fragte nach einer TAN, sofern der Kunde das PIN/TAN Verfahren verwendete, die konnte per SMS von der Bank oder auf Listen übermittelt werden, aber auch das wesentlich sicherere HCBI-Verfahren mit Chipkarte und separat zu erwerbendem Leser wurde von dem Programm unterstützt.

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