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mobilcom-debitel OneTab im Test: Einsteiger-Tablet mit Schwächen

Günstiges Tablet kann mit der Oberklasse nicht mithalten
Von Steffen Herget
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Für viele Nutzer liegt ein Vorteil von Android in der großen Zahl von Apps, die es mittlerweile für das Google-Betriebssystem gibt. Nicht jedem ist allerdings bewusst, dass längst nicht jedes Gerät einen Zugang zum offiziellen Android Market aufweist, denn Google macht hier einige Vorgaben an die Hersteller, die viele gerade bei sehr günstigen Tablets nicht erfüllen. Das ist auch beim OneTab von mobilcom-debitel der Fall. Immerhin hat sich der Hersteller hier mit einem alternativen Appstore beholfen, und zwar mit dem des Anbieters Pdassi. Dieser enthält immerhin eine gewisse Auswahl an Apps, genaue Zahlen sind jedoch nicht bekannt. Anwendungen aus anderen Quellen können allerdings auf dem OneTab auch umständlich von Hand nachinstalliert werden.

Die Surfbox ist ein echter Mehrwert

Echter Mehrwert: Die Surfbox von mobilcom-debitelEchter Mehrwert: Die Surfbox von mobilcom-debitel Da das OneTab nicht über ein Mobilfunk-Modul verfügt - einer der Gründe, warum der direkte Zugang zum Android-Market verwehrt bleibt - kann das Tablet nur per WLAN auf das Internet zugreifen. Damit das auch unterwegs möglich ist, legt mobilcom-debitel dem OneTab die sogenannte Surfbox bei, einen mobilen UMTS-Router, ebenfalls von 4G Systems hergestellt. Hier versteckt sich tatsächlich ein echter Pluspunkt des Tablet-Paketes, denn der mobile Internetzugang für die Hosentasche lässt sich mit bis zu fünf Geräten parallel nutzen. So können mit einer SIM gleichzeitig Tablet, Smartphone und dazu noch Netbook und Co. Surfen, Mailen, Chatten und ähnliches.

Die Surfbox unterstützt Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s im Downstream und dank HSUPA 5,76 MBit/s im Upload. Der Akku hat eine Kapazität von 1 500 mAh und schafft rund sechs Stunden Betrieb bei aktiver Nutzung. Da die Surfbox über keinen SIM- oder Netlock verfügt, kann der mobile UMTS-Router mit jedem Anbieter genutzt werden. Vergleichbare Geräte wie etwa das Mifi von Novatel Wireless oder der Huawei E5 kosten im Handel zwischen 100 und 150 Euro.

Fazit: Einsteiger-Tablet mit Schwächen

Die größte Stärke des Angebotes von mobilcom-debitel ist demnach weniger das OneTab selbst, sondern die mitgelieferte Surfbox. Diese lässt sich universell einsetzen und erweitert die Einsatzmöglichkeiten nicht nur des Tablets, sondern auch anderer mobiler Geräte wie Smartphone und Tablet.

Das OneTab selbst, das es im Paket mit dem Tarif Internet Flat P@d 500 für monatlich 24,95 Euro bereits für 1 Euro zu kaufen gibt, ist ein reines Einsteiger-Tablet. Es sieht weder besonders ansprechend aus, noch taugt es für anspruchsvolle Aufgaben wie HD-Videos oder aufwändige Spiele. Um nur ein wenig in die Welt der Tablets herein zu schnuppern und etwas im Internet zu surfen oder Mails zu schreiben, ist das OneTab allerdings brauchbar. Mit aktuellen Tablets der Oberklasse wie dem iPad oder Galaxy Tab, nicht zu reden von Honeycomb-Tablets oder dem in den Startlöchern stehenden iPad 2, kann das OneTab aber in keiner Weise mithalten. Alternativen wären etwa das Archos 70, das rund 250 Euro kostet, mit bis zu 250 GB Speicherplatz daher kommt mit und mit Android 2.2 Froyo ein etwas aktuelleres Betriebssystem nutzt.

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