Kehrtwende

Smash or Donate: OnePlus-One-Gewinner können Smart­phone nun spenden

Der Smash-Wettbewerb von OnePlus sorgte für negative Presse. Nun ermöglicht der Hersteller den Gewinnern, ihr altes Gerät zu spenden, statt es zu zerstören. Allerdings gibt der OnePlus die Initiative vor, an die gespendet werden muss. Hier liegt auch der größte Haken der Kehrtwende.
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Die Aktion sorgte erst für viel Aufsehen, dann für Verärgerung. Gemeint ist die OnePlus-One-Werbeaktion, bei der die Gewinner ein One-Smartphone für einen Euro erhalten sollen, wenn sie ihr altes Smartphone möglichst kreativ zerstören. Die Zerstörung von möglicherweise funktionsfähigen Top-Smartphones – denn nur die waren laut den Bedingungen zur Teilnahme berechtigt – sorgte für Verwunderung und negative Presse. Der Tenor: Warum können die Gewinner ihr altes Smartphone nicht einfach spenden und damit jemandem eine echte Freude bereiten?

Statt Zerstörung ist nun eine Spende des alten Smartphones möglich.Statt Zerstörung ist nun Spende möglich Nun gab der chinesische Hersteller nach. In einem am Freitag veröffentlichten Eintrag im OnePlus-Forum findet sich die Ankündigung, dass die Gewinner des Smartphones ihr altes Gerät nun entweder zerstören oder aber spenden können. Dabei rechtfertigt der Autor das "Smash the Past"-Motto des Wettbewerbs: Die Idee sei während der frühen Entstehungsphase des Unternehmens entstanden. Man habe ein Gerät bauen wollen, das so gut ist, dass Besitzer anderer Smartphones diese zerstören würden, weil sie einfach nicht mit dem OnePlus-Smartphone mithalten könnten.

In dem Forumseintrag heißt es weiter, dass OnePlus ein junges Start-Up ist, das mit dem Überleben im Markt zu kämpfen habe, diesen aber aufrütteln werde. Medienberichten zufolge ist aber nicht wirklich klar, ob es sich bei dem Unternehmen um ein Start-Up handelt. In den vergangenen Wochen waren Beweise aufgetaucht, nach denen OnePlus enger mit dem chinesischen Hersteller Oppo verbunden ist, als beide Unternehmen zugeben möchten.

Spende kann nur an Medic Mobile erfolgen

Abseits der Kampfansage an den Markt sei OnePlus aber auch ein Befürworter davon, Technologie dazu zu benutzen, das alltägliche Leben von Menschen rund um den Globus zu verbessern, heißt es in dem Eintrag weiter. Die Spenden sollen deshalb an Medic Mobile gehen. Die US-Initiative sammelt alte Handys und Smartphones ein, um diese später umweltfreundlich zu recyclen beziehungsweise für den Wiederverkauf aufzubereiten. Die Partner überweisen dann eine Summe zurück an Medic Mobile. Das Geld wird der Internetseite nach dazu genutzt, um medizinisches Personal in Entwicklungsländern mit einfachen Handys auszurüsten. Diese können dann dazu genutzt werden, abgelegene Gebiete mit Klinken zu verbinden.

So löblich die 180-Grad-Kehrtwende von OnePlus auch sein mag, einen Haken hat sie doch: Laut dem Internetauftritt von Medic Mobile ist auf Grund der Versandkosten, die die Initiative übernimmt, eine einfache Spende nur innerhalb der USA möglich. Wer außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika lebt, wird gebeten, eine Spende nur dann zu versenden, wenn dabei mindestens zehn Geräte die Initiative erreichen.

Fraglich ist, ob Spender aus dem OnePlus-Wettbewerb, die nicht in den USA leben, ihr altes Gerät auf eigene Kosten an Medic Mobile versenden können beziehungsweise müssen. Ebenso offen bleibt, wie OnePlus selbst kontrollieren will, ob die Teilnehmer tatsächlich gespendet haben. Immerhin soll die Spende, wie auch die Zerstörung, erst dann erfolgen, wenn die Teilnehmer ihr neues One in den Händen halten. Egal wie es weitergeht, es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Gewinner sich entscheiden, ihr Smartphone zu spenden.

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