Prüfbericht

OnePlus Nord im Test: Flotte 5G-Mittelklasse mit gutem Akku (mit Video)

Das OnePlus Nord ist ein Mittel­klasse-Frisch­ling, den wir nun ausgiebig beschnup­pern konnten. Wie sich das Smart­phone in der Praxis geschlagen hat, lesen Sie im Test­be­richt.

Das "Nord" im OnePlus Nord steht wie stark vermutet werden kann, für eine Rich­tung, im Sinne von OnePlus' Philo­so­phie für Wachstum, also auch Entwick­lung. Mit dem Nord möchte sich der Smart­phone-Hersteller aus China von seiner bislang ange­strebten Flagg­schiff-Kate­gorie, die derzeit von OnePlus 8 und OnePlus 8 Pro reprä­sen­tiert wird, absetzen, und somit auch weiter­ent­wi­ckeln.

Zusätz­lich zu den Premium-Modellen wird mit dem Nord nun die Mittel­klasse-Sparte bedient. So möchte OnePlus auch ein güns­ti­geres Modell anbieten und eine weitere Ziel­gruppe anspre­chen, denen die Premium-Modelle zu kost­spielig sind. Es ist klar, dass Abstriche gemacht werden müssen, Entscheider für das OnePlus Nord sollen aber nicht auf das gewohnte Premium-Feeling verzichten müssen - ein guter Kompro­miss aus Preis und Leis­tung soll es sein.

Das OnePlus Nord wird in den zwei Farb­va­ri­anten "Gray Onyx" und "Blue Marble" und zwei Spei­cherkom­bi­na­tionen verfügbar sein. Mit 8 GB/128 GB kostet das OnePlus Nord 399 Euro und mit 12 GB/256 GB 499 Euro. Offi­zi­eller Verkaufs­start ist der 4. August. Sowohl am 29. Juli als auch am 30. Juli können über die OnePlus-Webseite "Pop-up-Boxen" erworben werden. Darin sind neben dem Smart­phone auch eine Smart­phone-Hülle, eine Wasser­fla­sche mit Trage­ta­sche und ein Sticker enthalten.

Wir konnten uns das OnePlus Nord bereits in einem Hands-on mit posi­tivem Erst­ein­druck anschauen. Nun haben wir das 5G-Mittel­klasse-Smart­phone ausführ­lich getestet.

Design und Display

Das Display misst 6,44 Zoll in der Diagonale Das Display misst 6,44 Zoll in der Diagonale
Bild: teltarif.de
Premium findet man nun nicht mehr ausschließ­lich bei höher­prei­sigen Smart­phone-Modellen. Im unteren und mitt­leren Preis­seg­ment haben die Hersteller in den vergan­genen zwei Jahren stark zuge­legt und versu­chen trotz teil­weise enorm gedrückten Preisen viel Glanz zu bieten. War das anfangs noch etwas holprig und mehr Schein als Sein,

OnePlus Nord

Die Entwick­lung zeigt, dass es kein 1000-Euro-und-mehr-Smart­phone mehr sein muss, um in den Genuss von wich­tigen Features zu kommen. Budget-Orien­tierte Smart­phone-Nutzer bekommen eine immer größere Auswahl an Modellen, die Preis­be­wusst­sein und Ober­klasse-Merk­male vereinen. Mit dem OnePlus Nord kommt nun ein weiteres hinzu. Die Blickwinkelstabilität des Displays Die Blickwinkelstabilität des Displays
Bild: teltarif.de
Schnell fällt der Blick auf das Display-Design. Breite Display­ränder sind nicht selten ein Indiz für güns­ti­gere Smart­phone-Pakete. Sicht­bare, breite Fläche vermeidet OnePlus beim Nord aber so gut es geht. Oben wie unten, rechts wie links sind die Ränder ange­nehm schmal. Hier fällt nichts störend ins Gewicht. Die Selfie­ka­mera ist als Dual-Punch-Hole in das 6,44-Zoll-Display inte­griert - ein Design, das mitt­ler­weile in einigen Modellen, beispiels­weise Samsung Galaxy S10+, Huawei P40 Pro und Moto­rola Moto G 5G Plus, zum Einsatz kommt.

Mit den Abmes­sungen 158,3 mm mal 73,3 mm mal 8,2 mm und dem Gewicht von 184 Gramm liegt das OnePlus Nord komfor­tabel in der Hand. Die Tasten sind grund­sätz­lich gut zu errei­chen. Der Power­button hätte für unseren Geschmack einen Tacken höher plat­ziert sein können, um ihn mit dem Daumen der rechten Hand noch besser errei­chen zu können. Darüber befindet sich der drei­stu­fige Mute-Swit­cher mit dem "Klin­gelton", "Vibrieren" und "Lautlos" einge­stellt werden können. An der linken Gehäus­e­seite befindet sich die Laut­stär­ke­wippe, die gut mit dem Zeige­finger der rechten Hand zu errei­chen und somit durchaus auch für die einhän­dige Nutzung ausge­legt ist.

Nach­fol­gend sehen Sie Eindrücke zum OnePlus Nord im Video

Als Display-Schutz­stan­dard dient Gorilla Glass 5, auf eine offi­zi­elle IP-Schutz-Zerti­fi­zie­rung wie es die OnePlus-8-Serie in diesem Jahr erst­malig erhalten hat, wurde verzichtet. Auch die Rück­seite ist aus Gorilla Glass 5 gefer­tigt. OnePlus stellte uns das Test­gerät in der Farb­va­ri­ante "Blue Marble" zur Verfü­gung, die je nach Licht­ein­fall als "Eisblau" defi­niert werden kann und das Umge­bungs­licht anspre­chend reflek­tiert.

Das Display macht einen guten Eindruck mit natür­li­cher Farb­dar­stel­lung. Von dem Wert, den wir im Display­hel­lig­keits­test gemessen hatten, waren wir aller­dings enttäuscht. 308 cd/m² sind unter dem Durch­schnitt. Ein Praxis-Test unter Berliner Nach­mit­tags­sonne mit über­wie­gend unbe­wölktem Himmel offen­barte aber ein noch akzep­ta­bles Ergebnis. Die Rückseite der Farbvariante "Blue Marble" Die Rückseite der Farbvariante "Blue Marble"
Bild: teltarif.de
Das AMOLED-Panel des OnePlus Nord (Auflö­sung: 2400 mal 1080 Pixel) hat eine höhere Bild­wie­der­hol­rate von 90 Hz. Diese kann auch auf 60 Hz manuell herunter regu­liert werden, was beispiels­weise zu einer weniger flüs­sigen Bedie­nung des Systems und weniger flüs­sigem Scrollen auf Webseiten führt. Dafür sollte aber bei 60 Hz der Ener­gie­ver­brauch redu­ziert werden.

Unter dem Display befindet sich ein Finger­ab­druck­sensor, um das gesi­cherte Telefon wieder zu entsperren. Die Entsperr­me­thode reagierte im Test schnell und zuver­lässig, die Posi­tio­nie­rung könnte aber etwas höher in Rich­tung Display­mitte gewählt worden sein. Als zweite Entsperr­me­thode steht die Erken­nung des Nutzer­ge­sichts zur Wahl. Auch diese Biome­trie zeich­nete sich im Praxis-Test durch Schnel­lig­keit und Zuver­läs­sig­keit aus.

Perfor­mance, Tele­fonie, Akku

Perfor­mance und Akku

Leis­tungs­bringer ist ein Snap­dragon 765G von Qual­comm. Dabei handelt es sich um ein perfor­mantes CPU-Modell, das für Alltags­auf­gaben, Multi­tas­king und auch vor den Anfor­de­rungen des Mobile Gaming nicht weglaufen muss. Wir hatten das OnePlus Nord jeweils mit Asphalt: 9 Legends und Call of Duty: Mobile auspro­biert. In beiden Fällen kam das OnePlus Nord im Rahmen einer Partie nicht ins Schwitzen, grafi­sche Darstel­lung und flüs­siges Spielen waren problemlos möglich. Kartenslot, USB-C-Anschluss und Lautsprechergrill Kartenslot, USB-C-Anschluss und Lautsprechergrill
Bild: teltarif.de
Nur auf dem Papier gehen die Werte sichtbar ausein­ander. Beim Vergleich der von uns gemes­senen AnTuTu-Bench­mark-Gesamt­ergeb­nisse, die das OnePlus 8 mit Snap­dragon 865 und das OnePlus Nord mit Snap­dragon 765G erreichten, ist ein enormer Unter­schied zu erkennen. So ermit­telten wir beim OnePlus 8 einen Gesamt­wert von 578 461 und beim OnePlus Nord einen Gesamt­wert von 331 438. Dafür gehen die Werte unseres eigenen Browser-Bench­marks nicht ganz so weit ausein­ander: Beim OnePlus 8 ermit­telten wir einen Wert von knapp 230, beim OnePlus Nord einen Wert von knapp 200, wobei es sich um zwei gute Werte handelt. Powerbutton und Mute-Switcher Powerbutton und Mute-Switcher
Bild: teltarif.de
Die CPU im OnePlus Nord wird von 8 GB Arbeits­spei­cher unter­stützt. Die interne Spei­cher­ka­pa­zität beträgt nomi­nell 128 GB. Ein zweites, 100 Euro teureres Modell, bietet 12 GB Arbeits­spei­cher und 256 GB interne Spei­cher­ka­pa­zität. Nutzer sollten sich vor dem Kauf die Frage stellen, wie viel internen Spei­cher sie benö­tigen. Der Karten­slot erlaubt nicht das Einlegen eines zusätz­li­chen Spei­cher­me­diums in Form einer microSD-Karte. Die Lautstärkewippe an der linken Gehäuseseite Die Lautstärkewippe an der linken Gehäuseseite
Bild: teltarif.de
Die Akku­ka­pa­zität des OnePlus Nord beträgt 4115 mAh. Vorbild­lich ist, dass der Ener­gie­spender mit der Schnell­la­de­tech­no­logie Warp Charge 30T, die auch beim OnePlus 8 (Pro) zum Einsatz kommt, wieder aufge­laden werden kann. In unserem Akku­test ermit­telten wir ein Durch­hal­te­ver­mögen von 10 Stunden und 43 Minuten. Das ist ein sehr guter Wert, weil wir den Akku­test mit vorein­ge­stellter 90-Hz-Bild­wie­der­hol­rate, die in der Regel mehr Strom benö­tigt, durch­ge­führt haben.

Konnek­ti­vität, Tele­fonie, Sound und Soft­ware

An der Gehäu­se­un­ter­seite befindet sich der Karten­slot. Das OnePlus Nord unter­stützt den 5G-Mobil­funk­stan­dard und erlaubt das paral­lele Betreiben zweier Nano-SIM-Karten. Platz für eine microSD-Karte ist wie bespro­chen nicht. Daneben sind ein USB-C-Anschluss und ein Laut­spre­cher­grill inte­griert. Einen 3,5-mm-Klin­ken­an­schluss, um beispiels­weise externe Head­sets anschließen zu können, gibt es nicht. Der Kartenslot bietet Platz für zwei Nano-SIM-Karten Der Kartenslot bietet Platz für zwei Nano-SIM-Karten
Bild: teltarif.de
Die Tele­fo­nie­qua­li­täten des OnePlus Nord sind auf einem guten Niveau. Die Stimme unseres Gesprächs­part­ners wurde klar und gut verständ­lich wieder­ge­geben. Auch die Gesamt­laut­stärke ist hoch, weshalb das Tele­fo­nieren in lauten Umge­bungen kein größeres Problem darstellen sollte. Die Tele­fonie über freies Spre­chen ist eben­falls als positiv zu bewerten, weil auch auf hoher Laut­stärke im Test eine klare Gesprächs­qua­lität möglich gewesen ist. VoLTE wird vom OnePlus Nord unter­stützt.

Der Mono­laut­spre­cher eignet sich auch zum gele­gent­li­chen Musik­hören. Den Regler voll aufzu­drehen empfehlen wir aber nicht, weil die Sound­pro­duk­tion aufgrund des Höhen­reich­tums schnell als unan­ge­nehm empfunden werden kann. Insge­samt fehlt etwas die Bass­leis­tung. Benutzeroberfläche: OxygenOS auf Basis von Android 10 Benutzeroberfläche: OxygenOS auf Basis von Android 10
Bild: teltarif.de
Die Benut­zer­ober­fläche OxygenOS 10.5 basiert auf Android 10. Diese ist wie von OnePlus gewohnt nicht zu über­laden und zeichnet sich durch eine flüs­sige, intui­tive Bedie­nung aus. OnePlus verspricht zwei Jahre Soft­ware-Updates und drei Jahre Sicher­heits­up­dates.

Das OnePlus Nord im 5G-Test

In Berlin-Frie­denau haben wir einen 5G-Test im Netz der Deut­schen Telekom gemacht. In der Nähe des Fried­rich-Wilhelm-Platzes wurde uns auf dem Display des OnePlus Nord 5G-Empfang ange­zeigt. Mit der Speed-Test App von Ookla haben wir an einer Stelle 264 MBit/s im Down­load und 105 MBit/s im Upload gemessen. Speed-Test mit Ookla Speed-Test mit Ookla
Screenshot: teltarif.de
Warum oft die Netz­er­wei­te­rung der Telekom oft noch nicht funk­tio­niert, haben wir in einem sepa­raten Bericht erläu­tert. Seit kurzer Zeit bietet die Telekom 5G auch auf früheren UMTS-Frequenzen an. Was das neue Netz leistet, haben wir in Berlin und im Rhein-Main-Gebiet getestet.

Kamera und Fazit

Die Quad­ka­mera im Test

Die Vier­fach-Kamera auf der Gehäu­se­rück­seite ist vertikal ange­ordnet und steht nur dezent aus dem Gehäuse heraus, was auf einer ebenen Fläche liegend einem unschönen Wackeln vorbeugt. Das Design ist ähnlich dem des Kamera-Designs der dies­jäh­rigen Flagg­schiff-Modelle. Dort befindet sich das Kamera-Modul nur in mittiger Plat­zie­rung auf der Gehäu­se­rück­seite.

Das Nord-Setup bietet eine Haupt­ka­mera mit 48-Mega­pixel-Auflö­sung (SonyIMX586-Sensor, Blende: f/1.75) mit opti­scher/elek­tro­ni­scher Bild­sta­bi­li­sie­rung, eine 8-Mega­pixel-Ultra­weit­win­kel­ka­mera (Aufnah­me­ra­dius: 119 Grad, Blende: f/2.25), einen 5-Mega­pixel-Tiefen­sensor (Blende: f/2.4) und eine 2-Mega­pixel-Makro­ka­mera (Blende: f/2.4). Die vertikal angeordnete Quadkamera Die vertikal angeordnete Quadkamera
Bild: teltarif.de
Wie immer in unseren aktu­ellen Smart­phone-Kame­ra­tests haben wir zunächst geprüft, wie sich das System unter Labor­be­din­gungen schlägt. Bei gutem Licht hat die Kamera keine Probleme, ein gutes Ergebnis mit natür­li­chen und inten­siven Farben zu erzeugen. Auch die Detail­dar­stel­lung im Hinblick auf die Blüten­stängel der Test-Rose ist auf einem guten Niveau.

Bei schlechtem Licht nimmt das Bild­rau­schen sichtbar zu, wodurch insbe­son­dere bei der Betrach­tung der Test-Rose Details verloren gehen. Die verschie­denen Farben lassen sich aber noch sehr gut erkennen und vor allem die dunklen schwarz und braun noch weit­ge­hend vonein­ander unter­scheiden. Zur Opti­mie­rung von Aufnahmen bei schlechtem Licht steht mit "Nacht­auf­nahme" ein eigener Modus in der Kamera-App bereit.

Wir haben die Aufnahme bei schlechtem Licht in besagtem Nacht­modus wieder­holt. Die künst­liche Intel­li­genz sorgt insge­samt für mehr Hellig­keit und insge­samt einen wärmeren Farbton. Redu­ziertes Bild­rau­schen sorgt für eine detail­lierte Darstel­lung im Bereich der Test-Rose (Beispiel: Blüten­stängel). Die Farb­dar­stel­lung ist natür­lich, nicht über­blendet, und die dunk­leren Farb­qua­drate lassen sich sehr gut vonein­ander unter­scheiden. Die Labor-Aufnahmen, die wir mit der Kamera des OnePlus Nord gemacht haben, können Sie sich nach­fol­gend anschauen.

Quad­ka­mera: Labor-Aufnahmen

Neben den Labor-Aufnahmen haben wir die Kamera des OnePlus Nord in verschie­denen Modi unter freiem Himmel auspro­biert. Die Aufnahme im Stan­dard-Modus ist in Ordnung. Die Detail­dar­stel­lung von Objekten, die entfernter liegen, ist jedoch begrenzt. An dieser Stelle kann ein 48-Mega­pixel-Modus helfen, mehr Details sichtbar zu machen. Wir haben die gleiche Szenerie mit dem 48-Mega­pixel-Modus wieder­holt und jeweils Objekt in der Ferne am Computer vergrö­ßert und neben­ein­ander gestellt. In vielen Fällen kann die Aufnahme mit einer höheren Auflö­sung für mehr Details beim Stra­ßen­schild sorgen. Beim OnePlus Nord ist das jedoch nur minimal besser. Kontrast und Hellig­keit sind insge­samt etwas höher, für eine deut­liche Quali­täts­stei­ge­rung im Vergleich zur Stan­dard-Aufnahme reicht es aber nicht. Standard-Modus vs. 48-Megapixel-Modus Standard-Modus vs. 48-Megapixel-Modus
Bild: teltarif.de
Wir empfehlen, es bei der Stan­dard-Aufnahme zu belassen, zumal Bilder, die im 48-Mega­pixel-Modus gemacht werden, mehr internen Spei­cher­platz in Anspruch nehmen - und der lässt sich ja bekannt­lich nicht durch ein physi­sches Medium erwei­tern.

Darüber hinaus haben wir verschie­dene Zoom­stufen auspro­biert. Während die Aufnahme mit zwei­fa­chem Zoom noch gut zu gebrau­chen ist, sind die Aufnahmen mit 5-fachem und 10-fachem Zoom stel­len­weise stark verpi­xelt. Schade ist, dass mit der vorin­stal­lierten Kamera-App Aufnahmen nicht im 16:9-Format möglich sind.

Fans von naher Objekt-Foto­grafie können den Super­makro-Modus nutzen. Wir haben verschie­dene Objekte mit der Kamera fokus­siert. Die Ergeb­nisse können sich durchaus sehen lassen. Die Aufnahmen, die wir mit der Kamera in freier (Stadt-)Natur gemacht haben, können Sie sich nach­fol­gend anschauen.

Quad­ka­mera: Außen-Aufnahmen

OnePlus Video-Aufnahmen

Die Haupt­ka­mera bietet die Möglich­keit, Video­auf­nahmen in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde zu machen. Aufnahmen in Full-HD sind entweder mit 30 oder mit 60 Bildern pro Sekunde möglich, Zeit­lupen-Aufnahmen in Full-HD mit 240 Bildern pro Sekunde und Zeit­raffer entweder in 4K oder in Full-HD jeweils mit 30 Bildern pro Sekunde.

Wir haben mit der Haupt­ka­mera ein kurzes Test­video in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde aufge­nommen. Zuvor haben wir den "Super Stable-Modus" akti­viert, der Verwack­lungen redu­zieren soll. Für das Video gingen wir ein paar Schritte und gaben uns nicht beson­ders viel Mühe, das Smart­phone in der Hand ruhig zu halten. Die teils abge­hakten Bewe­gungen wurden gut ausba­lan­ciert, sodass brauch­bares Mate­rial dabei heraus­ge­kommen ist.

Die Selfie­ka­mera kann eben­falls Videos in 4K entweder mit 30 Bildern pro Sekunde oder mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Full-HD-Aufnahmen sind mit 30 Bildern pro Sekunde oder mit 60 Bildern pro Sekunde möglich. Zudem sind Zeit­raffer-Aufnahmen machbar. Ein kurzes Selfie-Video mit 4K-Auflö­sung und 60 Bildern pro Sekunde hinter­ließ eben­falls einen guten Eindruck.

Die Dual-Selfie­ka­mera im Test

Die Selfie­ka­mera mit 32-Mega­pixel-Haupt­ka­mera (SonyIMX616, Blende: f/2.45) und 8-Mega­pixel-Ultra­weit­win­kel­ka­mera (Blende: f/2.45, Aufnah­me­ra­dius: 105 Grad) haben wir unter Labor­be­din­gungen getestet. Bei gutem Licht liefert die Kamera ein sehr gutes Ergebnis mit natür­li­chen Farben und vielen Details. Einen Nacht­modus für die Selfie­ka­mera gibt es nicht, weshalb Nutzer sich mit Stan­dard-Modus und Blitz begnügen müssen. Das Ergebnis zeigt zwar eben­falls eine natür­liche Farb­re­pro­duk­tion und -inten­sität, das Objekt verschmilzt aber zu stark mit dem schwarzen Hinter­grund. Die Selfiekamera als Dual-Punch-Hole im Display Die Selfiekamera als Dual-Punch-Hole im Display
Bild: teltarif.de
Viele Smart­phone-Selfie­ka­meras haben in unserem Labor-Test Probleme, bei schlechten Licht­be­din­gungen das Objekt vom Hinter­grund zu trennen, indem dieser genü­gend ausge­leuchtet wird. Ein aktu­elles Beispiel dafür, dass es funk­tio­nieren kann, ist das Huawei P40 Pro, bei dessen Selfie-Aufnahme bei schlechtem Licht (auch ohne akti­vierten Nacht­modus), Test-Objekt und Hinter­grund durch ausrei­chende Hellig­keit vonein­ander diffe­ren­ziert darge­stellt werden. Weitere Details können Sie sich im Praxis-Test der Quad­ka­mera anschauen. Die Labor-Aufnahmen, die wir mit der Selfie­ka­mera des OnePlus Nord gemacht haben, können Sie sich nach­fol­gend anschauen.

Selfie­ka­mera: Labor-Aufnahmen

Fazit

Mit dem OnePlus Nord hat der chine­si­sche Hersteller ein solides Mittel­klasse-Smart­phone mit guter Gesamt­per­for­mance, guter Akku­leis­tung mit Schnell­la­de­funk­tion und 5G-Unter­stüt­zung vorge­stellt. Tele­fo­nie­qua­li­täten und der Nacht­modus der Quad­ka­mera können sich hören und sehen lassen. Das 90-Hz-Display könnte aller­dings heller sein, der interne Spei­cher ist nicht erwei­terbar und einen klas­si­schen Klin­ken­an­schluss gibt es nicht mehr.


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Gesamtwertung von teltarif.de
OnePlus Nord

PRO
  • Gute Gesamtperformance
  • Gute Akkulaufzeit
  • Brauchbarer Nachtmodus
CONTRA
  • Display könnte heller sein
  • Kein 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • Interner Speicher nicht erweiterbar
Testzeitpunkt:
07/2020
OnePlus Nord
Testurteil
gut (2,0)
Preis/Leistung: 1,6
Bewertung aktuell: 2,2
Einzelwertung
Datenblatt
Erklärung Testverfahren
Testsiegel downloaden

Einzelwertung OnePlus Nord

Gesamtwertung
gut (2,0)
80 %
Preis/Leistung
1,6
  • Gehäuse / Verarbeitung 8/10
    • Material 8/10
    • Haptik 8/10
    • Verarbeitung Gehäuse 9/10
  • Display 6/10
    • Touchscreen 6/10
    • Helligkeit 5/10
    • Pixeldichte 5/10
    • Blickwinkelstabilität 8/10
    • Farbechtheit (DeltaE) 8/10
    • Kontrast 10/10
  • Leistung 7/10
    • Benchmark Geekbench Single 4/10
    • Benchmark Geekbench Multi 5/10
    • Benchmark Browsertest 10/10
    • Benchmark Antutu 9/10
  • Software 10/10
    • Aktualität 10/10
    • Vorinstallierte Apps 8/10
  • Internet 9/10
    • WLAN 10/10
    • LTE 10/10
    • LTE Geschwindigkeit 10/10
    • 3G 10/10
    • 5G -
    • Empfangsqualität 8/10
    • Dual-SIM 8/10
  • Telefonie 9/10
    • Sprachqualität 9/10
    • Lautstärke 9/10
    • Lautsprecher (Freisprechen) 9/10
  • Schnittstellen / Sensoren 9/10
    • USB-Standard 9/10
    • NFC 10/10
    • Navigation 10/10
    • Bluetooth 10/10
    • Kopfhörerbuchse 6/10
    • Video-Out 10/10
    • Fingerabdruckscanner 10/10
    • Gesichtserkennung 6/10
  • Speicher 6/10
    • Größe 8/10
    • SD-Slot vorhanden 0/10
  • Akku 10/10
    • Laufzeit (Benchmark) 10/10
    • Induktion 0/10
    • Schnellladen 10/10
  • Kamera 8/10
    • Hauptkamera
    • Bildqualität hell 8/10
    • Bildqualität dunkel 6/10
    • Bildstabilisator 10/10
    • Frontkamera
    • Bildqualität hell 9/10
    • Bildqualität dunkel 5/10
    • Kameraanzahl 10/10
    • Video 8/10
    • Handling 8/10
alles ausklappen
Gesamtwertung 80 %
gut (2,0)

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